Polizei Dienstgrade: Alle Infos und Fakten auf einen Blick

Wenn du dir die Uniform eines Polizisten in Deutschland schon einmal etwas näher angesehen hast, dürfte dir mit Sicherheit auch schon eines der Abzeichen aufgefallen sein. Besonders das Dienstgradabzeichen ist auch für Außenstehende oftmals interessant, da mit diesem die Polizei Dienstgrade bestimmt werden können. Doch was bedeutet das eigentlich und wie kann ich auf der Karriereleiter bei der Polizei möglichst weit nach oben klettern? Welche Auswirkungen haben die Dienstgrade auf das Gehalt bzw. die Besoldung? Diese und weitere Fragen wollen wir im Folgenden einmal näher erläutern und dir so auch all das Wissen vermitteln, welches du für den Einstellungstest bei der Polizei benötigst.

Polizei Dienstgrade

Polizei Laufbahnen: Das sind die Laufbahnmöglichkeiten bei der Polizei

Wer sich für eine Karriere bei der Polizei entscheidet, der hat grundsätzlich erst einmal die Wahl aus unterschiedlichen Laufbahnen. Was es damit genau auf sich hat, werden wir im weiteren Verlauf natürlich noch einmal detaillierter unter die Lupe nehmen. Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass jede Laufbahn ihre ganz eigenen Rahmenbedingungen mit sich bringt. Diese geben zum Beispiel das Polizei Gehalt vor, gleichzeitig aber auch den jeweilig höchsten Dienstgrad für die jeweilige Laufbahn. Folglich ist der Begriff Laufbahn auch ganz treffend, da der Weg eines jeden Polizeibeamten durch diese Rahmenbedingungen in gewisser Weise vorgegeben ist. So viel können wir aber schon jetzt verraten: Ein Laufbahnwechsel ist durchaus möglich. Nachfolgend siehst du jetzt aber erst einmal, welche Laufbahnen bei der Polizei eingeschlagen werden können:

  • mittlerer Dienst
  • gehobener Dienst
  • höherer Dienst

Zu beachten ist im Zusammenhang mit den Polizei Laufbahnen, dass diese in einigen Bundesländern unterschiedlich benannt werden. So sind zum Beispiel auch die Bezeichnungen als „Laufbahnabschnitt“ oder „Laufbahngruppe“ geläufig.

Achtung
Zur Karriere bei der Polizei gehört in jedem Fall ein Einstellungstest. Damit du diesen gut meistern kannst, solltest du dich am besten mit Hilfe unseres Online Kurses intensiv vorbereiten!

Die Laufbahnen der Polizei im Detail

Um dir den Unterschied zwischen den verschiedenen Laufbahnen bei der Polizei einmal deutlich machen zu können, wollen wir uns die verschiedenen Laufbahnen einmal genauer ansehen. Grundsätzlich lässt sich dabei sagen, dass du in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen oder Bremen in jede Laufbahn einsteigen kannst – sprich in fast jedem Bundesland. Gerade mit Blick auf den höheren Dienst muss jedoch gesagt werden, dass diese Positionen nur nach Bedarf besetzt werden.

Mittlerer Dienst bei der Polizei

Der mittlere Dienst kann bei der Polizei als niedrigste Laufbahn oder Laufbahngruppe bezeichnet werden. Tatsächlich wurde dieser Weg in einigen Bundesländern bereits abgeschafft und die Anforderungen an Bewerber für den gehobenen Dienst dementsprechend erhöht. Dennoch kann der mittlere Dienst in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Bayern, Hamburg, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern noch immer ausgeübt werden. Im Detail handelt es sich hierbei um eine Ausbildung zum Polizeibeamten bzw. zur Polizeibeamtin, die im Normalfall nach 2,5 Jahren beendet ist. Welche Anforderungen bzw. Voraussetzungen an die Bewerber gestellt werden, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Allerdings ist in allen Fällen das Bestehen des Einstellungstestes erforderlich. Zudem musst du auf jeden Fall deutscher Staatsbürger oder Staatsangehöriger eines EU-Landes sein.

Gut zu wissen
Damit du eine Karriere im mittleren Dienst bei der Polizei einschlagen kannst, musst du auf jeden Fall einen mittleren Bildungsabschluss vorweisen können. Alternativ ist es auch möglich, sich mit einem Hauptschulabschluss und einer abgeschlossenen qualifizierenden Berufsausbildung zu bewerben.

Die Dienstgrade und Dienstgradabzeichen im mittleren Dienst

Im mittleren Dienst sind insgesamt vier unterschiedliche Polizeidienstgrade zu finden. Diese bringen natürlich auch unterschiedliche Dienstgradabzeichen mittlerer Dienst mit sich. Ebenso, und das dürfte besonders interessant sein, entscheiden die Dienstgrade natürlich auch über die jeweilige Besoldung bzw. Besoldungsgruppe. Alle vier Dienstgrade enden dabei mit der Bezeichnung „Meister“, die einzelnen Varianten haben wir hier inklusive der Anzahl der Sterne auf dem Dienstgradabzeichen aufgeführt. Darüber hinaus kannst du auch die jeweilige Besoldungsgruppe für die verschiedenen Dienstgrade ausfindig machen:

  • Polizeimeister (PM): 2 Sterne, Besoldungsgruppe A7
  • Polizeiobermeister (POM): 3 Sterne, Besoldungsgruppe A8
  • Polizeihauptmeister (PHM): 4 Sterne, Besoldungsgruppe A9
  • Polizeihauptmeister (PHMZ): 5 Sterne, Besoldungsgruppe A9 mit Amtszulage (Achtung: In einigen Bundesländern weiterhin vier Sterne)

Was sind die Polizei Aufgaben mittlerer Dienst?

Für viele Menschen ist der mittlere Dienst der Polizei der Inbegriff der Polizeiarbeit. Das liegt unter anderem daran, dass zum Beispiel die Streifenwagenbesatzung in der Regel eine Ausbildung im mittleren Dienst durchlaufen hat. Du bist nach deiner Ausbildung also ein Teil der Polizei, die zum Beispiel auf den Straßen für Ordnung sorgt oder Tatverdächtige nach einer Straftat stellt. Darüber hinaus kannst du mit zunehmender Diensterfahrung aber auch wichtigere Aufgaben zugetragen bekommen und dann beispielsweise die Einsatzleitung bei Einsätzen unterschiedlicher Art übernehmen. Gestartet wird in allen Fällen als sogenannter Polizeimeisteranwärter (PMAnw), ehe du dann in den „echten“ Polizeidienst übernommen wirst. Wie die Karriere  las Polizeibeamter im mittleren Dienst anschließend verlaufen kann, wollen wir dir anhand eines kleinen Beispiels zeigen.

Beispiel für eine Karriere im mittleren Dienst der Polizei

Ist die Ausbildung erfolgreich durchlaufen, startest du auf dem dir zugeteilten Revier als Polizeimeister in deine Karriere. Hier hast du unterschiedliche Aufgaben zu erledigen und kannst zum Beispiel im Revier oder auch als Besetzung für die Streifenwagen eingesetzt werden. Hast du erst einmal eine gewisse Erfahrung gesammelt, wirst du früher oder später zum Polizeiobermeister befördert. Dadurch hast du gleichzeitig auch bewiesen, dass man dir etwas verantwortungsbewusstere Aufgaben zutragen kann und du zum Beispiel die jüngeren Kollegen in ihre Dienstaufgaben einführst. Nach einiger Zeit kannst du dann wieder befördert werden und zum Polizeihauptmeisteraufsteigen. Jetzt werden dir noch einmal deutlich wichtigere Aufgaben zugetragen, zu denen zum Beispiel die Einsatzleitung bei kleineren oder mittleren Einsätzen gehört. Konntest du hier über einen längeren Zeitraum hinweg deine Sache gut erledigen, steigst du noch einmal auf und wirst zum Polizeihauptmeister mit Amtszulage ernannt. Ab diesem Zeitpunkt übernimmst du zum Beispiel die Einsatzleitung bei großen Veranstaltungen, gleichzeitig kannst du dich auch noch einmal über ein besseres Gehalt freuen.

Gut zu wissen
Wie schnell du deine Karriere und den Aufstieg der Polizei Dienstgrade vorantreiben kannst, ist natürlich auch davon abhängig, wie gut deine Leistungen bei der Arbeit sind.

Beförderung im mittleren Dienst

Unterschieden wird im mittleren Dienst zwischen unterschiedlichen Arten der Beförderung. Zum einen gibt es die sogenannte Regelbeförderung, die gerade am Anfang deiner Laufbahn wichtig ist. Diese sieht vor, dass du nach einer gewissen Anzahl von Dienstjahren automatisch in den nächsten Dienstgrad befördert wirst. Wie genau die Rahmenbedingungen für die Regelbeförderung ausfallen, variiert allerdings von Bundesland zu Bundesland. Leistungsbeförderungen sind aber ebenfalls möglich, bzw. können den Zeitpunkt der Regelbeförderung möglicherweise deutlich nach vorne verschieben. Du solltest auf jeden Fall während deiner gesamten Laufbahn immer bestrebt sein, eine Beförderung zu erwirken – nicht zuletzt deshalb, weil sich dann deine Besoldungsgruppe zum Positiven entwickelt.

Sicherlich interessant zu wissen ist es darüber hinaus, dass auch ein Laufbahnwechsel durchgeführt werden kann. Es ist also möglich, vom mittleren Dienst in den gehobenen Dienst aufzusteigen und so die Karrieretür noch einmal ein deutliches Stück weiter zu öffnen. In vielen Bundesländern wird dir dieser Aufstieg nach drei Jahren erstmalig angeboten, wobei du allerdings eine gute Leistung vorweisen können musst. Zudem wird dann noch einmal ein Auswahlverfahren durchgeführt, um deine tatsächliche Eignung für höhere Aufgaben herauszufinden. Der Abschluss bzw. die Abschlussnote deiner jetzigen Laufbahn ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, so dass du möglichst einen optimalen Abschluss vorweisen können solltest.

Gut zu wissen
Bis vor einigen Jahren war es so, dass die Polizei für den Laufbahnwechsel auch einen entsprechenden Bildungsstand gefordert hat und im Zweifel das Abitur nachgeholt werden musste. Diesen Prozess gibt es nicht mehr, allerdings testet die Polizei je nach Bundesland auf unterschiedliche Art und Weise, ob dein Bildungsstand für einen Laufbahnwechsel ausreichend ist.

Gehobener Dienst bei der Polizei

Der mittlere Dienst wurde in einigen Bundesländern vollständig durch den gehobenen Dienst ersetzt, bzw. aufgelöst. Das bedeutet für dich, dass du in den gehobenen Dienst in allen Bundesländern in Deutschland eintreten kannst. Hierfür musst du ein dreijähriges Hochschulstudium absolvieren, in dessen Anschluss du zum Polizeibeamten befördert wirst. Die Voraussetzung für ein Studium im gehobenen Dienst der Polizei ist die Fachhochschulreife oder das Abitur. Hinsichtlich deiner Herkunft gelten zudem die gleichen Anforderungen wie beim mittleren Dienst, zudem solltest du die Voraussetzungen jedes einzelnen Bundeslandes betrachten.

Dienstgrade und Dienstgradabzeichen im gehobenen Dienst

Während im mittleren Dienst alle Polizei Dienstgrade mit der Bezeichnung „Meister“ enden, findet sich im gehobenen Dienst hier allen Dienstgrade die Endung „Kommissar“. Wie bereits vom mittleren Dienst bekannt, haben wir für dich auch die Dienstgrade im gehobenen Dienst nachfolgend einmal übersichtlich aufgeführt – mitsamt aller dazugehörigen Sterne und der jeweiligen Besoldungsgruppe:

  • Polizeikommissar (PK): 1 Sterne, Besoldungsgruppe A9
  • Polizeioberkommissar (POK): 2 Sterne, Besoldungsgruppe A10
  • Polizeihauptkommissar (PHK): 3 Sterne, Besoldungsgruppe A11
  • Polizeihauptkommissar (PHK): 3 Sterne, Besoldungsgruppe A12
  • Polizeihauptkommissar (PHK): 4 Sterne, Besoldungsgruppe A12 (nicht in allen Bundesländern)
  • Erster Polizeihauptkommissar (EPHK): 5 Sterne, Besoldungsgruppe A13

Was sind die Polizei Aufgaben gehobener Dienst?

Bei der Definition der Aufgaben für die Polizei Dienstgrade im gehobenen Dienst muss zwischen den Bundesländern mit einer dreigeteilten Laufbahn und den Bundesländern mit einer zweigeteilten Laufbahn unterschieden werden. Die Bundesländer mit der zweigeteilten Laufbahn, sprich ohne den mittleren Dienst, sind zum Beispiel Hessen, Bremen, Niedersachsen, Saarland oder Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus arbeitet auch das Bundeskriminalamt mit einer zweigeteilten Laufbahn. Die Aufgaben entsprechen in diesem Fall denen, die auch im mittleren Dienst erfüllt werden müssen. Eine Führungsposition ist trotz des gehobenen Dienstes also nicht garantiert.

In Bundesländern mit der dreigeteilten Laufbahn sieht es ein bisschen anders aus. Hier wird im Normalfall der gehobene Dienst direkt mit einer kleineren Führungsposition beziehungsweise einem erweiterten Aufgabenbereich gestartet. Wohl der interessanteste Bereich ist die Laufbahn als Erster Polizeihauptkommissar. Hier warten echte Führungsaufgaben auf dich, wozu zum Beispiel das Leiten von Studieneinrichtungen gehört. Darüber hinaus kannst du als EPHK aber auch im Ministerium für Inneres und Sicherheit tätig werden.

Beispiel für eine Karriere im gehobenen Dienst der Polizei

Je nachdem, ob du dich für eine Karriere in einem Bundesland mit einer zweigeteilten oder dreigeteilten Laufbahn entscheidest, verlaufen die Wege hier natürlich ein kleines bisschen anders. In einem Bundesland mit einer dreigeteilten Laufbahn kannst du davon ausgehen, dass du als Polizeikommissar bereits weisungsbefugt gegenüber den Kollegen im mittleren Dienst bist. Deine Aufgaben sind ebenfalls umfangreicher, du kannst zum Beispiel die Dienstgruppenleitung auf einem kleineren Revier übernehmen. Startest du deine Karriere in einem Bundesland mit einer zweigeteilten Laufbahn, hast du keine Weisungsbefugnis und arbeitest stattdessen in der Regel mit einem Polizeioberkommissar zusammen, der diese Befugnis besitzt.

In beiden Fällen kannst du anschließend zum Polizeioberkommissar aufsteigen und so noch einmal umfangreiche Aufgaben übernehmen. Im Bundesland mit einer dreigeteilten Laufbahn gehört hierzu zum Beispiel die Dienstgruppenleitung eines Reviers in einem Brennpunkt, in einer zweigeteilten Laufbahn wird dein Aufgabenbereich durch Sonderaufgaben erweitert. Die nächste Beförderung ist dann die Ernennung zum Polizeihauptkommissar. Im Falle der dreigeteilten Laufbahn könntest du jetzt zum Beispiel eine mittelgroße Dienststelle leiten. Bei einer zweigeteilten Laufbahn kommt zum Beispiel die Leitung einer kleineren Dienststelle oder eines Brennpunktreviers in Frage.

Beförderungen im gehobenen Dienst

Auch im gehobenen Dienst der Polizei spielen die Beförderungen eine wesentliche Rolle. Neben einer größeren Befugnis bedeuten Beförderungen schließlich in der Regel auch den Aufstieg in eine höhere Besoldungsgruppe – und damit mehr Geld. Nach deiner Studienzeit von drei Jahren startest du im gehobenen Dienst direkt als Polizeikommissar. Einsortiert wirst du in diesem Fall in der Besoldungsgruppe A9, gleichzeitig trägst du auf deinem Dienstgradabzeichen einen silbernen Stern. Der große Unterschied ist im Anschluss, dass keine Regelbeförderungen durchgeführt werden. Aufsteigen kannst du im gehobenen Dienst folglich nur, wenn du entsprechende Leistungen zeigst. Es ist auch möglich, sein ganzes Leben lang als Polizeikommissar in der Besoldungsgruppe A9 zu bleiben.

Übrigens
Im gehobenen Dienst bzw. einem Studium sind die praktischen und theoretischen Inhalte enorm eng miteinander verbunden. Aus diesem Grund dauert das Studium nur ein halbes Jahr länger als die Ausbildung, obwohl danach deutlich verantwortungsvollere und andere Aufgaben übernommen werden.

Höherer Dienst bei der Polizei

Mit dem eigentlichen Alltag eines Polizisten hat der höhere Dienst nur sehr wenig zu tun. Im Prinzip bist du hier als „Manager“ bei der Polizei tätig und zum Beispiel für die Personalplanung oder konzeptionelle Ausrichtung der Polizei verantwortlich. Nur rund ein Prozent aller Beamten ist im höheren Dienst tätig, es handelt sich hierbei also um eine echte Sonderposition innerhalb dieser Polizei. Bewerben kannst du dich für den höheren Dienst deshalb auch nicht so einfach, stattdessen wird hier nur nach Bedarf eingestellt.

Dienstgrade und Dienstgradabzeichen höherer Dienst

Bei den Dienstgraden und Dienstgradabzeichen im höheren Dienst gibt es im Vergleich zum mittleren und gehobenen Dienst einige Unterschiede – zum Beispiel optisch. Die Dienstgradabzeichen sind hier je nach Uniform des Bundeslandes entweder blau mit goldenen Sternen oder grün mit goldenen Sternen. Darüber hinaus befindet sich auf dem Dienstgradabzeichen in den höchsten Ämtern auch noch goldenes Eichenlaub. Ein weiterer Unterschied lässt sich bei der Bezeichnung der Dienstgrade entdecken. Diese enden nicht alle einheitlich, sondern nahezu in allen vier Fällen individuell:

  • Polizeirat (PR): 1 Sterne, Besoldungsgruppe A13
  • Polizeioberrat (POR): 2 Sterne, Besoldungsgruppe A14
  • Polizeidirektor (PD): 3 Sterne, Besoldungsgruppe A15
  • Leitender Polizeidirektor (LPD oder Ldt. PD): 4 Sterne, Besoldungsgruppe A16 /B2 / B3

Wichtig zu erwähnen ist in diesem Fall, dass bei der Besoldung für den leitenden Polizeidirektor durchaus noch weitere Beförderungen dafür sorgen können, dass sich die Besoldungsgruppe von A16 zu B2 oder sogar B3 ändert. Allerdings wird kein neuer Dienstgrad mehr über der Stelle als leitender Polizeidirektor vergeben.

Besonders herausgehobene Positionen im höheren Dienst

Eine weitere Besonderheit im höheren Dienst sind die besonders herausgehobenen Positionen, zu denen zum Beispiel die Position als Polizeipräsident gehört. Welche Positionen hier im Einzelnen zu zählen und welche Anforderungen dafür erfüllt werden müssen, variiert von Bundesland zu Bundesland. Darüber hinaus ist eine polizeiliche Ausbildung für die besonders herausgehobenen Positionen im höheren Dienst keine Pflicht. So kann zum Beispiel auch ein Jurist als Polizeipräsident eines Bundeslandes eingesetzt werden. Die meisten Stellen allerdings sind im höheren Dienst von ehemaligen Polizisten besetzt. Diese haben ein sogenanntes Studium zum Polizeiratsanwärter durchlaufen, welches in ganz Deutschland zwei Jahre dauert. Abgeschlossen wird dieses Studium mit einem Master in Öffentliche Verwaltung – Polizeimanagement.

Übrigens
Frauen genießen bei der Polizei grundsätzlich die gleichen Aufstiegschancen wie Männer. Die Berufsbezeichnungen werden dann allesamt in ihre weibliche Form gebracht, so dass aus dem Polizeiobermeister beispielswiese die Polizeiobermeisterin werden würde. Selbiges gilt für Polizeikommissarinnen, Polizeimeisterinnen oder alle anderen Dienstgrade.

Karriere bei der Kriminalpolizei: Welche Dienstgrade gibt es hier?

Du kannst bei der Polizei bekanntlich ganz unterschiedliche Richtungen einschlagen und musst keinesfalls zwingend bei der Schutzpolizei durchstarten. Stattdessen kannst du zum Beispiel auch eine Karriere bei der Kriminalpolizei beginnen. Unterschiede bei den Dienstgraden oder Laufbahnen gibt es hier nicht. Das liegt daran, dass die Kriminalpolizei in den meisten Bundesländern auf die Kräfte der Schutzpolizei zurückgreift. In manchen Bundesländern kannst du dich aber auch direkt für einen Job bei der Kriminalpolizei bewerben. Lediglich hinsichtlich der Bezeichnung der Dienstgrade gibt es hier Unterschiede gegenüber der Schutzpolizei, die aber eigentlich auf der Hand liegen. Statt eines Polizeiobermeisters würde es hier den Kriminalobermeister geben. Statt eines Polizeikommissars dementsprechend einen Kriminalkommissar.

Sicherlich interessant zu wissen ist im Rahmen einer Karriere bei der Kriminalpolizei, dass diese nicht uniformiert durchlaufen wird. Stattdessen tragen die Kriminalbeamten zivile Kleidung, die offiziell an die Lage angepasst werden muss. Geht es also beispielsweise um die Ermittlungen im Bereich der Bandenkriminalität, könnten die Beamten in Freizeitkleidung beim Dienst erscheinen. Ermittelt ein Kriminalkommissar im Bereich der Wirtschaftskriminalität, ist ein förmlicheres Outfit wie ein Anzug notwendig.

Dienstgradabzeichen Wasserschutzpolizei

Auch bei der Wasserschutzpolizei können unterschiedliche Laufbahnen eingeschlagen und dementsprechend unterschiedliche Dienstgradabzeichen erhalten werden. Die Dienstgradabzeichen der Wasserschutzpolizei sind dabei im mittleren Dienst eher dünne Streifen, im gehobenen Dienst aus dünnen und dickeren Streifen kombiniert, und im höheren Dienst überwiegend breite Streifen. Auch hier gibt es also die regulären Laufbahnen, die auch beider Schutzpolizei oder Kriminalpolizei durchlaufen werden können.

Dienstgrad während der Studien- und Ausbildungszeit

Wie eingangs bereits erwähnt, bist du während deiner Ausbildungs- oder Studienzeit bei der Polizei noch kein vollwertiger Polizist. Stattdessen ist von einem Anwärter die Rede. Je nach Laufbahn unterscheiden sich die Bezeichnungen im Detail natürlich ein wenig. Im mittleren Dienst bist du also der Polizeimeisteranwärter, im gehobenen Dienst der Polizeikommissaranwärter. In der Regel ist es in dieser Zeit auch noch nicht gestattet, die Polizeiuniform außerhalb der Ausbildungszeit zu tragen. Der Grund hierfür liegt darin, dass du noch keine polizeilichen Vollzugsrechte genießt – zumindest in den meiste Bundesländern. Diese genießt du stattdessen erst dann, wenn du die Zeit als Anwärter erfolgreich hinter dich bringen konntest.

Für dich interessant ist darüber hinaus das Gehalt während der Ausbildung oder dem Studium. Dieses liegt bei ungefähr 40 bis 60 Prozent des regulären Einstiegsgehaltes der jeweiligen Laufbahn. Darüber hinaus kommt in einigen Bundesländern hinzu, dass das Gehalt während der Ausbildungs- oder Studienzeit erhöht wird – also ganz wie zum Beispiel auch in einer Ausbildung in der freien Wirtschaft. Wichtig für dich zu wissen ist dabei allerdings, dass du je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen beachten solltest, wenn du deine Ausbildung oder dein Studium abbrechen möchtest bzw. innerhalb der ersten Berufsjahre kündigst. Gängig ist es in diesen Fällen nämlich, dass die gezahlten Bezüge anteilig zurückgezahlt werden müssen.

Wechsel des Bundeslandes: Ist das einfach so möglich?

Wer seine Karriere bei der Polizei beginnen möchte, ist in der Regel äußerst kompromissbereit und kann sich problemlos vorstellen, den Dienst in einem anderen Bundesland als der Heimat durchzuführen. Immerhin kann ein Wechsel im Leben durchaus spannend sein und eine ganze Menge Neues herbeiführen. Gleichzeitig ist ein Umzug aber auch immer ein großer Schritt, der auch mit einem sicheren Job bei der Polizei gut durchdacht werden sollte. Der Grund hierfür liegt darin, dass ein Wechsel zurück in die Heimat nicht einfach so nach Belieben durchgeführt werden kann. Wer also beispielsweise aus Hamburg stammt und seine Ausbildung in Nordrhein-Westfalen durchlaufen hat, der hat keine Garantie dafür, dass er anschließend einfach problemlos in Hamburg eingesetzt werden kann. Stattdessen ist es durchaus gängig, dass erst einmal mehrere Jahre in der jeweiligen Region verbracht werden müssen. Oftmals ist ein Wechsel innerhalb der Bundesländer dann auch nur bei Bedarf möglich bzw. dann, wenn ein Wechselpartner präsentiert werden kann.

Wer also beispielsweise von Hamburg nach Nordrhein-Westfalen wechseln möchte, sollte jemanden bei der Polizei kennen, der von Nordrhein-Westfalen in den hohen Norden möchte. Der Grund hierfür lässt sich ganz einfach in der Personalpolitik der Polizei entdecken. Diese ist langfristig ausgelegt und sieht so natürlich eine lückenlose Besetzung der einzelnen Positionen über mehrere Jahre vor. Würde diese aufgrund eines Länderwechsels ins Wanken kommen, könnte das im Zweifelsfall für enorme Probleme bei einer Landespolizei sorgen.

Achtung
Selbst wenn du einen Tauschpartner gefunden hast, heißt das noch nicht, dass ein Wechsel möglich ist. Stattdessen muss es sich in der Regel um einen Partner mit der gleichen Ausbildung bzw. der gleichen Laufbahn handeln. Immerhin hat das jeweilige Bundesland eine Menge Zeit, Geld und Material in dich investiert, welches bei einem Länderwechsel einem anderen Bundesland zu Gute kommen würde.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung

Um auch den Unterschied zwischen einer Karriere bei der Polizei und einer Laufbahn in der freien Wirtschaft einmal deutlich machen zu können, haben wir nachfolgend ein kleines Beispiel aufgeführt. Hier bewirbt sich Timo bereits zum zweiten Mal bei der Polizei. In seinem Heimatland Hamburg hat es leider nicht geklappt, aus der Hauptstadt Berlin gab es dafür eine Zusage. Erfreulicherweise kennt Timo mit Daniel bereits einen Freund in Berlin. Die beiden ziehen kurzerhand zusammen und gründen eine Wohngemeinschaft. Daniel ist als Designer in einer Marketingagentur tätig und entscheidet sich nach zwei Jahren, dass er jetzt eine andere Stadt sehen möchte. So bewirbt sich Daniel kurzerhand bei einem anderen Unternehmen und zieht für seinen neuen Job nach Frankfurt. Timo wiederum kann nicht so einfach eine Bewerbung bei einer anderen Landespolizei einreichen und wechseln. Stattdessen müssen zahlreiche bürokratische Hürden genommen werden, die sich nicht selten als unüberwindbar herausstellen.

Zusätzlich dazu musst du beachten, dass selbst bei grünem Licht für einen Länderwechsel oftmals noch mehrere Jahre Wartezeit in Kauf genommen werden müssen. Danach kann es zudem sein, dass noch einmal gesonderte Lehrgänge besucht werden müssen, um die „Eigenarten“ der jeweiligen Landespolizei kennenzulernen.

Beachte
Wie du siehst, ist ein Wechsel der Landespolizei mit einem enormen Aufwand verbunden und keinesfalls innerhalb kürzester Zeit zu erledigen. Aus diesem Grund solltest du dir schon beim Einreichen deiner Polizei Bewerbung überlegen, in welchem Bundesland du dir auch langfristig vorstellen könntest, zu arbeiten.

Besoldung und Grundbesoldung für Beamte

Im direkten Zusammenhang mit den Dienstgraden der Polizei steht natürlich auch die jeweilige Besoldung. Diese kann im Vergleich zur freien Wirtschaft nicht einfach beim Vorstellungsgespräch ausgehandelt werden, sondern wird von Bundesland zu Bundesland in einer Besoldungstabelle festgelegt. Die Höhe der Besoldung richtet sich dabei im Detail nach deinem jeweiligen Dienstgrad. Je höher du also bei der Polizei aufsteigst, desto mehr wirst du am Ende auch verdienen.

Wichtig zu beachten ist dabei, dass sich die Besoldung aus der sogenannten Grundbesoldung und den Zulagen ergibt. Zuschläge gibt es für verschiedene Dinge, wie zu Beispiel einen Risikozuschlag bei besonders gefährlichen Einsätzen. Damit du dir schon einmal einen kleinen Eindruck über die Grundbesoldung verschaffen kannst, haben wir die entsprechende Besoldungstabelle für das Bundesland Bayern als Orientierung einmal aufgeführt:

Angegeben sind in der Tabelle jeweils die Bruttobezüge der einzelnen Besoldungsgruppen. Diese finden sich am linken Rand, waagerecht wird die Anzahl der Jahre definiert – im Drei-Jahres-Rhythmus. Ersichtlich ist so zum Beispiel dass in der Besoldungsgruppe A1 im ersten Jahr mit einer Besoldung von rund 2.150 Euro gerechnet werden kann. Anschließend erhöht sich die Besoldung zunächst im Zwei-Jahres-Rhythmus, dann im Drei-Jahres-Rhythmus und dann im Rhythmus von vier Jahren. Wer in der Besoldungsgruppe A9 einsteigt, erhält im ersten Jahr bereits eine Besoldung von mehr als 2.500 Euro.

Welche Zulagen gibt es bei der Polizei?

Neben der Grundbesoldung kann jeder Polizist verschiedene Zulagen erhalten. Diese variieren zwischen den Bundesländern, selbiges gilt für die genaue Höhe der Zulagen. Bedeutet also: Es kann bei der Landespolizei in Hamburg ganz andere Zulagen geben als bei der Landespolizei in Thüringen oder Baden-Württemberg. Damit du aber schon einmal einen Eindruck davon gewinnen kannst, welche Zulagen generell empfangen werden können, haben wir ein paar davon hier für dich aufgeführt:

  • Allgemeine Polizeidienstzulage
  • Gefahrenzulage
  • Familienzulage

Bei der allgemeinen Polizeidienstzulage handelt es sich zum Beispiel um eine Zulage, mit der die Polizisten in der Besoldung von anderen Berufen im öffentlichen Dienst abgegrenzt werden. Die Gefahrenzulage wiederum wird zum Beispiel an Beamte des Sondereinsatzkommandos gezahlt, die bei ihren Einsätzen immer ein erhöhtes Risiko eingehen. Darüber hinaus gibt es auch eine sogenannte Familienzulage, mit der je nach Größe der Familie zusätzliche Bezüge erhalten werden können.

Abgesehen von den Zulagen gibt es darüber hinaus Zuschläge, die auch aus der freien Wirtschaft bekannt sind. Hier erhalten die Polzisten zum Beispiel Zuschläge, wenn sie am Wochenende oder in der Nacht arbeiten müssen. Wer allerdings denkt, dass zum Beispiel im Nachtdienst der doppelte Lohn für die Schicht gezahlt wird, der irrt sich. Die Zuschläge im öffentlichen Dienst sind nicht mit den möglichen Zuschlägen in der freien Wirtschaft vergleichbar.

Wichtig
Wie sich unschwer erkennen lässt, wird dein jeweiliger Verdienst bei der Polizei durch die Grundbesoldung und die Zuschläge klar geregelt. Es gibt keine Möglichkeit, zum Beispiel eine Gehaltserhöhung nach ein paar Jahren auszuhandeln. Mehr Geld gibt es nur dann, wenn eine höhere Besoldungsgruppe erreicht wird.

Vergleich der Bundesländer hinsichtlich der Besoldung bei Polizei und Bundespolizei

Zwischen den Bezügen der Beamten in den einzelnen Bundesländer gibt es zum Teil große Unterschiede. Das gilt nicht nur für die Polizei, sondern auch für die Bundespolizei. Immerhin liegt dies daran, dass Deutschland zwar ein Land ist, die Bundesländer für ihre innere Sicherheit aber im Prinzip selbst verantwortlich sind. Dementsprechend möchte keines der Bundesländer schlecht dastehen, so dass hier zum Teil einige Unterschiede zu finden sind – wie unsere nachfolgende Grafik zeigt:

Zu dieser Grafik, in der Hessen auf dem letzten Platz landet, muss gesagt werden, dass diese von der Gewerkschaft der Polizei aufgestellt wurde, um die Besoldung im Bundesland Hessen zu erhöhen. Die Daten wurden also dahingehend ausgewertet, dass Hessen hier möglichst schlecht abschneidet. Dennoch dient die Grafik wunderbar dazu, um die Unterschiede zwischen den Bundesländern im Vergleich aufzudecken.

Natürlich hat es auf diese Forderungen bzw. die Grafik eine Antwort des hessischen Innenministeriums gegeben, dass in seiner Auswertung eine ganz andere Aufstellung verdeutlicht:

Doch wie kommt es zu diesen Unterschieden? Begründen lässt sich dies damit, dass das hessische Innenministerium in seiner Grafik auf die Startbesoldung in der Besoldungsgruppe A9 eingeht, wo das Land einen mittelmäßigen Platz im Bundesvergleich einnimmt. Die Gewerkschaft der Polizei allerdings ist auf die Endbesoldung eingegangen. Zusätzlich dazu werden vom Ministerium auch Zulagen mit eingerechnet.

Wochenarbeitszeit ist ein wichtiger Faktor

Keinesfalls unter den Tisch fallen darf bei der Bewertung der Besoldung in den einzelnen Bundesländern, dass sich die Wochenzeit teilweise unterscheidet. Bis zum 1. August 2017 mussten Polizeibeamte in Hessen etwa 42 Stunden pro Woche arbeiten, während ihre Kollegen in Sachsen-Anhalt lediglich 40 Stunden arbeiten mussten. Rechnet man dies auf das Jahr, kommen fast zwölf Arbeitstage mehr heraus – ein gewaltiger Unterschied. Seit dem 1. August 2017 allerdings wurde die Wochenarbeitszeit für Polizisten auch in Hessen auf 41 Stunden pro Woche abgesenkt und liegt damit auf dem Niveau der übrigen Bundesländer.

Brutto und Netto bei einem Polizeibeamten

In der Bevölkerung hält sich hartnäckig der Irrglaube, dass Polizeibeamte keine Steuern zahlen müssen und hier der Bruttolohn dem Nettolohn entspricht. Das ist jedoch nicht richtig. In Vergleichstabellen und Auswertungen werden in der Regel immer die Bruttobezüge dargestellt – so auch in der Besoldungstabelle. Das bedeutet allerdings nicht, dass dieser Betrag auch wirklich auf dem eigenen Konto landet. Stattdessen gilt als Faustregel, dass der Nettobetrag nur zur 85 bis 90 Prozent dem Bruttobetrag entspricht. Abgezogen werden müssen hier zum Beispiel noch die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und möglicherweise die Kirchensteuer. Im Vergleich mit einem Angestellten der freien Wirtschaft ist das aber in der Tat ein geringerer Abzug, da hier rund 50 bis 60 Prozent an Abgaben eingerechnet werden müssen. Neben den genannten Abzügen kommen bei Angestellten zum Beispiel auch noch die Abzüge für eine Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung oder Rentenversicherung dazu. Insgesamt lässt sich also sagen, dass die Polizisten zwar auch Steuern zahlen müssen, der Nettolohn bei gleichem Bruttoeinkommen aber gegenüber Angestellten höher ausfällt.

Wichtig zu beachten ist allerdings, dass sich die Polizeibeamten in einigen Bundesländern ergänzend noch privat krankenversichern müssen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 150 bis 200 Euro, wobei diese Summe aber natürlich von den Nettobezügen bezahlt werden muss und nicht zu den Abzügen bei der Bruttosumme zählt.

Sonderfall Wachpolizei: Was ist zu beachten?

Verzichtet ein Bundesland auf den mittleren Dienst, bedeutet das für dich erst einmal etwas kompliziertere Voraussetzungen für eine Ausbildung, da du mit der mittleren Reife nicht mehr Polizeibeamter werden kannst. Alternativ kannst du dich stattdessen bei der Wachpolizei bewerben. Der Unterschied zwischen Wachpolizei und Schutzpolizei liegt darin, dass die Wachpolizei ausschließlich ausgewählte Tätigkeiten durchführen darf. Hierzu gehört zum Beispiel das Durchführen von erkennungsdienstlichen Merkmalen oder die Streife in der Innenstadt. Allerdings sind die rechtlichen Befugnisse bei der Wachpolizei deutlich geringer, zusätzlich dazu bist du kein Beamter.

Tipp
Sollte die Karriere bei der Wachpolizei für dich interessant sein, kannst du dich auf der Webseite des jeweiligen Bundeslandes über die genauen Anforderungen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für diesen Beruf informieren.

Einstellungstest bei der Polizei: Schwierigkeit hängt von der Laufbahn ab

Dass die Polizei mit einem sogenannten Einstellungstest geeignete Bewerber aus den zahlreichen Bewerbungen herausfiltern möchte, ist hinlänglich bekannt. Dabei solltest du wissen, dass der Einstellungstest bzw. dessen Inhalt davon abhängig ist, für welche Laufbahn du dich entscheidest. So ist der Einstellungstest für den gehobenen Dienst grundsätzlich als etwas schwerer zu bezeichnen, als der Einstellungstest für den mittleren Dienst. Darüber hinaus teilt sich der Einstellungstest in beiden Fällen in ein mündliches Auswahlverfahren und eine schriftliche Prüfung.

Im mittleren Dienst ist die mündliche Prüfung durch ein Vorstellungsgespräch und möglicherweise einen kurzen Vortrag in der Regel schnell erledigt, im gehobenen Dienst musst du hier hingegen ein Assessment-Center durchlaufen. In beiden Fällen gleich ist wiederum die Tatsache, dass auch deine sportliche Leistungsfähigkeit überprüft wird. Dies geschieht durch verschiedene sportliche Prüfungen im sogenannten Polizei Sporttest.

Achtung
Mit Blick auf den Einstellungstest und das gesamte Auswahlverfahren der Polizei solltest du unbedingt auf eine intensive Vorbereitung achten. Die Fragen und Prüfungen wirst du nicht einfach im „Vorbeigehen“ lösen können, stattdessen solltest du eine mehrmonatige Vorbereitungsphase einplanen.

Fazit: Dienstgrade geben den Karriereweg vor

Ohne Zweifel kann die Polizei in jeglicher Hinsicht als flexibler Arbeitgeber bezeichnet werden. Du kannst zum Beispiel nicht nur bei der Schutzpolizei eingesetzt werden, sondern auch zur Kriminalpolizei, der Wasserschutzpolizei oder sogar der Wachpolizei. In den jeweiligen Richtungen stehen unterschiedliche Laufbahnen und Dienstgrade zur Verfügung, die in der Regel mit einer Erhöhung der Besoldung und einer Erweiterung des Tätigkeitsbereichs verbunden sind. In manchen Fällen erfolgt die Beförderung dank der Regelbeförderung aber auch ganz automatisch. Generell lässt sich sagen, dass die Dienstgrade den Karriereweg bei der Polizei in gewisser Hinsicht vorgeben. Dein Verdienst wird zum Beispiel fest durch die Besoldungstabelle geregelt, Ausnahmen gibt es dabei keine. Du kannst dich aber insgesamt auf eine stabile Bezahlung verlassen, da die Grundbesoldung durch verschiedene Zulagen und Zuschläge ergänzt werden kann. Alles in allem lohnt es sich somit in jeglicher Hinsicht, immer motiviert seinen Dienst anzutreten und so dafür zu sorgen, dass die Karriereleiter bzw. Polizei Dienstgrade schnell erklommen werden können.



Bildquellen

  • Polizei Dienstgrade: Pixabay

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