GMAT Test - das solltest du vorher wissen

MBA Tests - Infos zum GMAT und anderen

Um die Eignung von Studenten oder Interessenten für ein Studium zu überprüfen, setzen viele Universitäten auf unterschiedliche Testverfahren. Auch der GMAT-Test gehört zu den Tests, die häufig eingesetzt werden. Besonders in den USA nutzen viele Wirtschaftsuniversitäten den Auswahltest.

Sinn und Funktion

Der GMAT wurde vom Graduate Management Admission Council entworfen. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von verschiedenen amerikanischen Wirtschaftsuniversitäten. Entsprechend seiner Herkunft wird das Testverfahren, dessen Abkürzung für Graduate Management Admission Test steht, primär in englischsprachigen Ländern eingesetzt. Ziel ist es, durch den Test die Eignung von Bewerbern für einen postgradualen Master-Studiengang an einer betriebswirtschaftlichen Fakultät zu überprüfen. Wer also plant, nach seinem Bachelor-Abschluss seinen Master im Bereich Wirtschaft in den USA oder in England zu machen, der dürfte sehr wahrscheinlich mit dem GMAT in Kontakt kommen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Testverfahren, mit denen deutschsprachige Interessenten an einem Studium in den USA oder England oft konfrontiert werden, handelt es sich bei dem GMAT nicht um einen Sprachtest. Es geht tatsächlich um Wissen und wirtschaftliche Hintergründe. Entsprechend sollte man bei der Vorbereitung einen großen Wert auf Inhalte legen. Allerdings ist das Thema Sprache trotzdem nicht zu vernachlässigen. Die Testaufgaben sind in Englisch und auch die Antworten müssen in der Sprache gegeben werden. Zudem gehören zum Test ein Aufsatz, der ebenfalls in englischer Sprache geschrieben werden muss, und ein Aufgabenbereich bei Rechtschreibung und Grammatik von Bedeutung sind.

Da der Test standardisiert ist, spielt es generell keine Rolle, wo man ihn ablegt. Im Gegensatz zu klassischen Auswahlverfahren, wie beispielsweise bei vielen Unternehmen, wird man also in der Regel nicht von der jeweiligen Universität eingeladen, um den Test vor Ort zu absolvieren. Stattdessen müssen sich Interessenten selbst um den Test kümmern und legen die Ergebnisse dann nur der Bewerbung bei. In Deutschland gibt es verschiedene zertifizierte Testzentren, in denen ein GMAT abgelegt werden kann. Diese finden sich in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart. Österreicher haben in Wien die Möglichkeit, für Schweizer finden sich Testzentren in Lausanne, St. Gallen und Zürich.

Da der Test und die Auswertung mit Aufwand verbunden sind, müssen Testteilnehmer auch eine Gebühr bezahlen. Diese fällt mit 250 Dollar plus Steuern alles andere als günstig aus. Auch sollte man sich den Termin genau überlegen, da eine Verschiebung noch einmal weitere 50 Dollar kostet. Wer mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, kann den Test zudem wiederholen. Dies ist jedoch maximal fünf Mal im Jahr möglich, wobei auch immer die vollen Gebühren gezahlt werden müssen. Auch dürfen zwischen zwei Versuchen nicht weniger als 31 Kalendertage liegen. Die Anmeldung für den GMAT kann entweder online erfolgen oder über eine Hotline.

Der Aufbau des Tests

Der GMAT ist in vier verschiedene Aufgabenbereiche unterteilt. Alle Aufgaben werden dabei an einem Computer beantwortet, wobei jeweils ein Zeitlimit existiert.

Der erste Aufgabenteil beinhaltet allerdings nur eine Aufgabe. Beim Analytical Writing Assessment (Wissenschaftliches Schreiben) geht es darum, sich in einem Aufsatz mit einem bestimmten wirtschaftlichen Thema auseinanderzusetzen. Für die Bearbeitung haben die Testteilnehmer insgesamt 30 Minuten Zeit, wobei der Text zwischen 300 und 500 Wörter umfassen sollte.

Weiter geht es dann mit den Bereich Integrated Reasoning Section (Vernetztes Denken). Hier stehen vor allem Zahlen, Tabellen und Grafiken im Mittelpunkt. Diese gilt es, in insgesamt zwölf Aufgaben richtig zu interpretieren und die verschiedenen Daten genau zu analysieren. Erneut ist dafür eine Bearbeitungszeit von 30 Minuten vorgesehen.

Den Abschluss bilden die beiden Testbereiche Quantitative Section (Mathematisches Denken) und Verbal Section (Sprachlogisches Denken). Diese sind für die Auswertung von besonderer Bedeutung, was sich auch in der Bearbeitungszeit widerspiegelt. Jeweils 75 Minuten haben die Testteilnehmer für die beiden Aufgaben zur Verfügung. In Quantitative Section stehen mathematische Aufgaben im Mittelpunkt, in Verbal Section Lese- und Grammatikverständnis. Auch Logik spielt beim sprachlogischen Denken eine Rolle. Eine beliebte Aufgabe ist zum Beispiel, den Teilnehmern eine wahre Aussage zu geben und sie dann aus verschiedenen Antwortmöglichkeiten eine weitere wahre Aussage finden zu lassen.

Schwierigkeitsgrad und Ergebnisse

Die Auswahl der Fragen für den GMAT erfolgt durch einen Computer, wobei die Schwierigkeit variieren kann. So wählt der Computer die jeweils nächste Frage auf Basis der vorherigen Antwort aus. Wer mit seiner Antwort richtig lag, bekommt eine schwierigere Frage, wer falsch geantwortet hat, der erhält eine leichtere. Je einfacher die Fragen desto geringer fallen aber die Punkte aus, die man für die Beantwortung erhält. Dies wirkt sich wiederum auf den Gesamtscore am Ende aus.

Die Testteilnehmer erhalten direkt nach dem Test ein vorläufiges Ergebnis. Typischerweise gibt es einen Gesamtwert, der sich zwischen 200 und 800 Punkten bewegt. Auch ein Prozentwert ist möglich. Die durchschnittlichen Ergebnisse bewegen sich im Bereich von 500 bis 550 Punkten. Viele Universitäten setzen allerdings mindestens 600 Punkte, in manchen Fällen sogar bis zu 700 Punkte, für ein Studium voraus.

Vorbereitung auf den GMAT

Anhand der Ergebnisse und der Anforderung von vielen Universitäten dürfte deutlich werden, dass der GMAT keine einfache Sache ist. Aus diesem Grund empfehlen Experten eine entsprechende Vorbereitung, die mindestens vier Wochen umfassen sollte. Bei der Herangehensweise an die Vorbereitung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann man die Sache selbst in die Hand nehmen und anhand von Testaufgaben im Internet üben. Alternativ gibt es aber auch Kurse, die entweder online oder an bestimmten Standorten angeboten werden. Auch hier sind wieder verschiedene Varianten vorhanden. Während Crashkurse die wichtigsten Inhalte in einem oder zwei Tagen vermitteln, gibt es auch längere Kurse, die eine ganze Woche oder länge gehen. In beiden Fällen fallen aber zusätzliche Kosten an, die bei fünftägigen Kursen auch durchaus im in einem vierstelligen Bereich liegen können.


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