Gehalt von Zimmerern und Zimmerinnen

Das Gehalt von Zimmerer/innen richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Wie diese aussehen und wie hoch die Gehälter dieses Berufs ausfallen können, erklären wir dir in diesem Artikel. Die unten genannten Zahlen dienen der Orientierung und geben kein Anspruchsrecht.

Gehalt während der Ausbildung

Die Ausbildung als Zimmerer/in findet in dualer Form statt und wird vom Ausbildungsbetrieb vergütet. Die Höhe der Vergütung steigt von Lehrjahr zu Lehrjahr und kann tariflich geregelt sein. Je nach Region herrschen unterschiedliche tarifliche Vereinbarungen für das Baugewerbe:

Baugewerbe neue Bundesländer (ohne Berlin):

  1. Ausbildungsjahr: € 765 brutto
  2. Ausbildungsjahr: € 970 brutto
  3. Ausbildungsjahr: € 1.190 brutto

Baugewerbe alte Bundesländer (ohne Berlin):

  1. Ausbildungsjahr: € 850
  2. Ausbildungsjahr: € 1.200
  3. Ausbildungsjahr: € 1.475

Baugewerbe Berlin:

  1. Ausbildungsjahr: € 798
  2. Ausbildungsjahr: € 1.072
  3. Ausbildungsjahr: € 1.316

Die Angaben entsprechen dem WSI Tarifpolitischen Monatsbericht, Stand Mai 2018

Zahlt der Ausbildungsbetrieb nicht nach Tarif, muss er laut Berufsbildungsgesetz eine angemessene Vergütung zahlen. Tarifliche Regelungen können dann zur Orientierung dienen.

Finanzielle Förderung während der Ausbildung bietet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Informationen dazu können von der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden.

Gehalt nach der Ausbildung

Der beispielhafte tarifliche Bruttolohn beträgt € 20,62 die Stunde. Dies entspricht den Angaben des Statistischen Taschenbuchs Tarifpolitik – WSI-Tarifarchiv 2018. Durch gewisse Einflussgrößen kann das Gehalt jedoch höher oder geringer ausfallen. Besonders regionale Unterschiede sind auch bei der Entlohnung der ausgebildeten Fachkräfte erkennbar. Laut Statistik des Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere Einkommen (Median) für Berufe in der Zimmerei mit fachlich ausgerichteten Tätigkeiten bei € 2.870 brutto im Monat. Im Osten verdienen Angestellte bis zu € 2.176 brutto, wohingegen sich ihre Kollegen im Westen über Gehälter bis € 2.956  freuen dürfen. Diese Zahlen beruhen jedoch lediglich auf Statistiken. Faktoren wie die Aus- und Weiterbildung, die Berufserfahrung, der Betrieb, die Tätigkeit und mögliche Tarifvereinbarungen beeinflussen das Gehalt zusätzlich.

Gehalt mit verbesserter Qualifikation

Eine Aufstiegsweiterbildung bietet i.d.R. einen Einstieg in eine Führungsposition. Mit einem steigenden Verantwortungsbereich steigt auch meist die Entlohnung. Die Weiterbildung als Zimmerermeister/in oder als Techniker/in der Fachrichtung Holztechnik ermöglicht beispielsweise die Übernahme komplexerer Aufgaben. Laut Statistischen Taschenbuch Tarifpolitik – WSI-Tarifarchiv 2018 können Meister/innen monatlich zwischen € 4.415 und € 4.850 brutto verdienen. Bei Techniker/innen der Fachrichtung Holztechnik können es laut Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration € 3.373 bis € 3.684 brutto im Monat sein.

Ein Studium  in den Fächern Holztechnik oder Architektur eröffnet darüber hinaus weitere Möglichkeiten, seine Kompetenzen zu erweitern und in höher entlohnte Berufe einzusteigen.

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