LSAT: Alle Details zum Law School Admission Test

Jura-Studienplätze sind auf der ganzen Welt enorm beliebt. Nicht nur in Deutschland, sondern zum Beispiel auch in den USA oder Kanada. Doch wie entscheiden sich die Hochschulen bei der großen Anzahl der Bewerber für die richtigen Studenten? Ein „Hinweisgeber“ ist der LSAT, der Law School Admission Test. Was es mit diesem Test auf sich hat und was darin geprüft wird, erfährst du im Folgenden.

LSAT

LSAT Test: Was steckt dahinter?

Wer in den USA oder Kanada ein Juris Doctor-Studium durchlaufen möchte, muss sich hierfür erst einmal als hinreichend geeignet herausstellen. Genau an dieser Stelle kommt der Law School Admission Test ins Spiel. Dieser wurde bereits vor vielen Jahren eingeführt und dient als standardisierter Test für Universitäten bei der Auswahl passender Studenten. In den USA und Kanada ist der Test, ähnlich wie der MCAT für Mediziner, an zahlreichen Universitäten und Hochschulen verbreitet. Dabei gilt: Sowohl einheimische als auch internationale Studenten müssen den Test meistern. Strebst du ein Jura-Auslandsstudium in den USA an, ist der Law School Test also auch für dich relevant.

Achtung
Die Vorbereitung solltest du hier nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aus diesem Grund empfehlen wir dir für das Training unseren Online-Kurs!

Prüfungsinhalte und Testaufbau: Das erwartet dich im LSAT

Der LSAT Test wird in sechs Prüfungseinheiten aufgeteilt, die jeweils rund 35 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Der gesamte Test nimmt somit rund 3,5 Stunden Zeit in Anspruch. Gut für dich: Im Jura Test werden dir überwiegend Multiple-Choice-Fragen gestellt. Das macht die Beantwortung der Fragen ein wenig einfacher. Und aus welchen Bereichen die Fragen stammen, siehst du hier:

  • Reading Comprehension (Leseverständnis)
  • Analytical Reasoning (analytisches Denken)
  • Logical Reasoning (logisches Denken)

Reading Comprehension

Zunächst wartet im LSAT Test der Prüfungsbereich zum Leseverständnis. Hier werden dir Multiple-Choice-Fragen zu längeren und komplexen Texten vorgelegt, welche dann von dir beantwortet werden müssen. Bereits hier lernst du so ungefähr den Schwierigkeitsgrad kennen, der auch an der Law School auf dich wartet.

Analytical Reasoning

Im zweiten Prüfungsbereich geht es um das analytische Denken. Hier musst du zum Beispiel Abhängigkeiten zwischen Personen, Dingen oder Ereignissen erkennen und anschließend logische Schlüsse aus diesen ziehen.

Logical Reasoning

Im Bereich des logischen Denkens stehen dir in der Regel Argumentationsgänge zur Verfügung, die du analysieren und beurteilen musst. Als angehender Jura-Student kannst du dich natürlich darauf verlassen, dass die Argumentationsgänge auf juristische Dinge bezogen werden.

Abgerundet wird der Test mit einer Aufgabe zum Writing Sample. In diesem Fall musst du zu einer Entscheidungsfrage Stellung beziehen und deine Argumentation schriftlich begründen können. Dieser Teil geht nicht mit in die Wertung ein, es wird aber eine Kopie dieses Samples an alle Law Schools geschickt, an denen du dich bewirbst.

Bewertung: Was passiert, wenn ich nicht bestehe?

Die Bewertung des LSAT verläuft auf einer Skala zwischen 120 und 180 Punkten. 180 ist die höchste zu erreichende Punktzahl, 120 dementsprechend das schwächste Ergebnis. Sollte dein Ergebnis nicht überzeugend sein, kannst du innerhalb von zwei Jahren maximal drei Versuche für diesen Test ablegen. Allerdings bekommen die Law Schools immer alle Testergebnisse übermittelt. Nicht wenige nutzen diese dann, um einen Durchschnittswert zu errechnen. Auch deshalb ist eine Vorbereitung enorm wichtig, denn ansonsten bringen dir auch mehrere Versuche wohlmöglich keinen Erfolg ein.

Gut zu wissen
Auch  wenn du den Test wiederholen kannst, kostet ein erneuter Anlauf mindestens viel Zeit und Aufwand. Du solltest dich daher lieber intensiv auf den Test vorbereiten und sicherstellen, dass du gleich im ersten Versuch erfolgreich bist.

Fazit: Den LSAT als Hürde meistern

Die Voraussetzungen für ein Jura-Studium in den USA oder Kanada erinnern an die freie Wirtschaft. Während in der Wirtschaft ein Eignungstest von Bewerbern verlangt wird, verlangen die Law Schools den LSAT als „Eintrittskarte“. Auch für Studenten aus dem Ausland ist dieser in der Regel verpflichtend und muss mit einem überzeugenden Ergebnis abgeschlossen werden. Angenehm zu wissen ist, dass der Test mehrmals wiederholt werden kann. Auch dann kann es jedoch sein, dass deine Leistungen insgesamt noch nicht ausreichen. Aus diesem Grund solltest du dich unbedingt so intensiv wie möglich auf den Test vorbereiten – und am besten noch heute damit beginnen.



 

Bildquellen

  • LSAT: Pixabay

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