Hundeführer werden - Auswahlverfahren, Tätigkeiten und Einstellungstest


Hundeführer

Für Hundefreunde ist der Beruf des Hundeführers eine echte Option. Eine klassische Ausbildung zum Hundeführer gibt es allerdings nicht. Stattdessen kann man sich bei verschiedenen Arbeitgebern weiterbilden lassen, wenn man erst einmal eine bestimmte Ausbildung abgeschlossen hat. Daher müssen Interessenten zunächst die Voraussetzungen für diese Berufe erfüllen, bevor sie mit Hunden arbeiten dürfen.

Hunde werden vor allem in Schutz- und Suchstaffeln eingesetzt. Entsprechend gibt es offene Stellen bei der Polizei, der Bundeswehr oder dem THW. Darüber hinaus sind auch Wach- und Sicherheitsdienste mögliche Arbeitgeber sowie verschiedene Rettungsdienste wie zum Beispiel die Bergwacht, die eine eigene Rettungshundestaffel hat.

Aufgaben und Anforderungen

Die wichtigste Voraussetzung für einen Hundeführer ist natürlich die Bereitschaft zur Arbeit mit dem Hund beziehungsweise die Freude an Tieren. In vielen Fällen lebt der zugeteilte Hund auch mit seinem Hundeführer außerhalb der beruflichen Tätigkeit. Wer sich für den Job entscheidet, geht also eine tiefe Bindung mit seinem tierischen Partner ein und sollte dies berücksichtigen. Auch die Tatsache, dass das Tier irgendwann einmal stirbt, wird vielfach unterschätzt.

Darüber hinaus erfordern die meisten Anstellungen als Hundeführer eine fitte Lebensweise. Wer bei der Bundeswehr, der Polizei oder dem THW arbeiten möchte, muss eine gewisse körperliche Fitness mitbringen, um für die meisten Berufe, bei denen man sich später zum Hundeführer ausbilden lassen kann, zugelassen zu werden. Auch im Wach- und Sicherheitsdienst ist der körperliche Faktor eine große Voraussetzung. Zudem müssen Bewerber bei der Polizei und der Bundeswehr Einstellungstests und Auswahlverfahren überstehen, zu denen auch Intelligenz-, Sprach- und Allgemeinwissenstests gehören.

Wie werde ich Hundeführer?

Wie bereits erwähnt, ist Hundeführer kein klassischer Beruf, bei dem man einfach eine dreijährige Ausbildung machen kann, in denen alle wichtigen Inhalte vermittelt werden. Typischerweise handelt es sich um eine spezielle Weiterbildung. Hier unterscheidet man oft zwischen zwei Varianten. Zum einen gibt es private Weiterbildungen. Diese werden von Unternehmen angeboten, müssen von den Teilnehmern in der Regel aber selbst bezahlt werden. Auch die Arbeitsagentur unterstützt diese Kurse nicht. Die Weiterbildung umfasst mehrere Wochen, wobei man meist einen eigenen Hund mitbringen muss. Mitunter werden solche Kurse auch von Sicherheitsdiensten genutzt, die mit ihren Mitarbeitern eine eigene Hundestaffel aufbauen wollen. In jedem Falle sind private Kurse auch eine Option, um den Quereinstieg in die Wach- und Sicherheitsbranche zu machen.

Bei der Polizei und der Bundeswehr muss man vor der Ausbildung zum Hundeführer erst einmal Beamter oder Berufssoldat sein. Hat man einige Dienstjahre gesammelt, kann man sich für die Weiterbildung bewerben. Hier gilt es, zunächst noch einmal einen Einstellungstest zu bestehen, anschließend wird man für die Hundestaffel zugelassen. Die Ausbildung erfolgt gemeinsam mit dem Tier. Am Anfang bildet man den Hund für Schutzaufgaben aus, zeigt er besondere Begabungen kann aber auch eine Spezialisierung wie zum Beispiel zum Sprengstoffspürhund folgen.

Das Gehalt eines Hundeführers richtet sich sehr stark danach, wo genau er oder sie arbeitet. Bei der Bundeswehr und der Polizei erhält man den entsprechenden Beamtenlohn. Durch die Fortbildung kann man aber in eine höhere Gehaltsklasse rutschen. Der konkrete Lohn hängt von der Ausbildung und den Dienstjahren ab. Im privaten Wach- und Sicherheitsdienst gibt es ebenfalls große Unterschiede. Je nach Unternehmen, Region und Einssatzort kann das Gehalt zwischen 1500 und über 3000 Euro liegen.

Perspektiven für die Zukunft

Eine konkrete Weiterbildung für einen Hundeführer gibt es in dieser Form nicht. Man kann sich allerdings in dem jeweiligen Feld, in dem man arbeitet weitere Qualifikationen aneignen und so beruflich aufsteigen. Ein Studium wie zum Beispiel Sicherheitsmanagement oder eine Aufstiegsweiterbildung als Meister/in für Schutz und Sicherheit sind mögliche Optionen.


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