Gehalt – Zerspanungsmechaniker/in

Das Gehalt von Zerspanungsmechaniker/innen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wir geben dir einen kurzen Überblick über die Verdienstmöglichkeiten dieses Berufs. Die unten genannten Zahlen dienen der Orientierung und geben kein Anspruchsrecht.

Gehalt während der Ausbildung

Die Ausbildung zum/r Zerspanungsmechaniker/in wird monatlich vergütet. Die Vergütung nimmt von Lehrjahr zu Lehrjahr zu.  Die Höhe ist unter anderem davon abhängig, ob der Betrieb an einen gültigen Tarifvertrag gebunden ist und in welchem Bereich die Ausbildung stattfindet. Generell verdienen Auszubildende in der Industrie mehr Geld als im Handwerk:

Metallhandwerk – je nach Bundesland:

  1. Ausbildungsjahr: € 410 bis € 842 brutto
  2. Ausbildungsjahr: € 450 bis € 885 brutto
  3. Ausbildungsjahr: € 490 bis € 957 brutto
  4. Ausbildungsjahr: € 535 bis € 1.012 brutto

Metall- und Elektroindustrie – je nach Bundesland:

  1. Ausbildungsjahr: € 976 bis € 1.053 brutto
  2. Ausbildungsjahr: € 1.029 bis € 1.102 brutto
  3. Ausbildungsjahr: € 1.102 bis € 1.199 brutto
  4. Ausbildungsjahr: € 1.141 bis € 1.264 brutto

Die Angaben entsprechen den Tarifinformationen des Bundes und der Länder.

Liegt keine Tarifbindung vor, muss der Betrieb laut Berufsbildungsgesetz eine angemessene Vergütung zahlen. Die tariflichen Bestimmungen können dann zur Orientierung dienen.

Finanzielle Förderung während der Ausbildung bietet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Informationen dazu können von der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden.

Gehalt nach der Ausbildung

Schaut man sich die Gehälter des Statistischen Taschenbuchs Tarifpolitik – WSI-Tarifarchiv 2018 an, liegt die beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung bei € 3.060 bis € 3.362 im Monat. Ein Ost-West-Gefälle ist jedoch zu beobachten. Im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit sind für den Osten Gehälter bis € 2.432 verzeichnet worden, für den Westen sind es € 3.655 brutto im Monat. Das mittlere Entgelt (Median) in Deutschland beträgt € 3458 brutto. Doch das tatsächliche Gehalt kann immer höher oder geringer ausfallen, als die Statistiken besagen. Die Aus- und Weiterbildung, der Bereich, die Tätigkeiten und die Berufserfahrung bleiben dabei nicht unberücksichtigt. Tarifliche Bestimmungen unterscheiden sich meist von Bundesland zu Bundesland:

In Baden-Württemberg können Zerspanungsmechaniker/innen in der Metallindustrie mit fachentsprechender 3,5-jähriger Berufsausbildung, je nach Tarifgruppe, € 3.241 im Monat bekommen (Stand 04.2018).

In Sachsen sind es für fachspezifische Aufgaben von Facharbeiten bzw. mit Kenntnissen/Fertigkeiten im Rahmen einer mind. 3-jährigen fachentsprechenden Berufsausbildung € 2.876 brutto (Stand 04.2018).

Gehalt mit verbesserter Qualifikation

Eine Aufstiegsweiterbildung als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall oder als Techniker/in der Fachrichtung Maschinentechnik mit dem Schwerpunkt Zerspanungstechnik rundet das Profil ab. Oft ist dies der Einstieg in eine Führungsposition. So können lt. Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Industriemeister/innen eine tarifliche Bruttogrundvergütung in Höhe von € 3.646 bis € 3.960 bekommen. Bei spezialisierten Techniker/innen sind Gehälter von € 3.800 bis € 4.163 möglich.

Ein Studium in den Fächern Maschinenbau oder Produktionstechnik bieten ebenfalls gute Möglichkeiten, beruflich voranzukommen und den Verantwortungsbereich weiter auszubauen.

 

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