Wirtschaftsingenieur

  • Das Studium dauert ca. 4 Jahre
  • Während des Studiums fallen Studiengebühren an
  • Zugangsvoraussetzung ist mind. Fachhochschulreife
  • Verdienst nach der Ausbildung: 3.570 EUR

Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsingenieurinnen planen, organisieren, gestalten und realisieren Arbeits- und Geschäftsprozesse aller Art im Hinblick auf ihre optimale technische und wirtschaftliche Durchführung. Aufgrund ihrer sowohl ingenieurwissenschaftlichen wie auch betriebswirtschaftlichen Ausbildung finden sie ihre Aufgaben in der Lösung von Problemen und Fragestellungen an den Schnittstellen zwischen Technik und Wirtschaft.

Eignungstest für Interessierte

Wer ernsthaft überlegt ein Studium in Wirtschaftsingenieurwesen zu beginnen, sollte sich mal diesen Wirt-Ing-Eignungstest anschauen.

Arbeitsorte

Beschäftigungsmöglichkeiten finden Wirtschaftsingenieure und -ingenieurinnen in Industrieunternehmen aus allen Wirtschaftszweigen, in Handels- und Dienstleistungsunternehmen, in Verbänden und bei Behörden.

Sie arbeiten vor allem in Büroräumen mit Bildschirmarbeitsplätzen oder Großraumbüros. Je nach Tätigkeitsbereich halten sie sich auch in Werkhallen auf. Im Bereich Kundenberatung, Marketing und Vertrieb sind sie im Außendienst an wechselnden Arbeitsorten oft bundesweit beim Kunden tätig. Zuweilen führen sie ihre Einsätze auch ins Ausland.

Aufgaben
Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsingenieurinnen können aufgrund ihrer sowohl technischen wie betriebswirtschaftlichen Ausbildung viele betriebliche Funktionen übernehmen und in den verschiedensten Branchen eingesetzt werden. Ihre Aufgaben liegen überall dort, wo kaufmännisches und technisches Denken gefragt sind. Dies sind insbesondere die Bereiche Produktion, Verfahrensentwicklung, Logistik, Qualitätsmanagement, Einkauf, Finanzen/Controlling sowie die Bereiche Marketing und Vertrieb. Auch in der Informationstechnologie finden sie Aufgaben und Tätigkeitsbereiche. Sie planen, überprüfen und verbessern Betriebsabläufe im Hinblick auf technische Effizienz und größtmögliche Wirtschaftlichkeit. Sie können aber auch als Unternehmensberater oder Unternehmensberaterin für Kunden Geschäftsfelder erschließen oder im öffentlichen Dienst arbeiten.

Perspektiven
Diplom-Wirtschaftsingenieure und -ingenieurinnen arbeiten nach ihrem Studium z.B. in den Bereichen Produktion, Verfahrensentwicklung, Logistik, Qualitätsmanagement, Einkauf, Finanzen/Controlling und Vertrieb. Der Anteil an Wirtschaftsingenieuren und -ingenieurinnen im Dienstleistungssektor verzeichnete einen starken Zuwachs.

Dort können sie als Ingenieur/in für Fertigungsplanung und -steuerung, Projektingenieur/in, Technische/r Einkäufer/in, Logistik-Ingenieur/in oder Qualitätsingenieur/in im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen eingesetzt werden.

Mit dem Abschluss des Studiums ist die berufliche Bildung jedoch noch nicht beendet. Um den jeweiligen Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden, ist es notwendig, immer über ein aktuelles Fachwissen zu verfügen, z.B. in Bezug auf neue Entwicklungen in der Unternehmensführung. Die Notwendigkeit des Lernens wird mit dem Berufsabschluss also nicht beendet sein, sondern sich durch das ganze Berufsleben ziehen.

Hierfür steht Wirtschaftsingenieuren/-ingenieurinnen eine Vielzahl von Bildungsangeboten zur Verfügung. In Lehrgängen und Seminaren zu Themen wie Innovationsmanagement, Technologiemanagement, Management in Forschung, Entwicklung, Konstruktion und Produktion, Projektmanagement, Betriebs-, Unternehmensorganisation können sie ihre Kenntnisse immer aktuell halten.

Durch Aufbau-, Ergänzungs- oder Zusatzstudiengänge z.B. in den Bereichen Technologie- und Innovationsmanagement, Logistik, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft oder Management vertiefen und erweitern sie ihre Fachkenntnisse.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich. Wirtschaftsingenieure/-ingenieurinnen können sich z.B. mit einem Ingenieurbüro für Beratungs-, Planungs- und Projektierungsaufgaben selbstständig machen.

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