Wachpolizei: Die Alternative zur Ausbildung bei der Landespolizei

Die Wachpolizei gehört der deutschen Landespolizei an und unterstützt die Beamten des Polizeivollzugdienstes bei ihren Aufgaben. Bislang wurde die Wachpolizei jedoch nur in einzelnen Bundesländern eingeführt und ist nicht bundesweit tätig. Derzeit gibt es die Wachpolizei in Berlin, Hessen und Sachsen. Der Aufgabenbereich unterscheidet sich je nach Bundesland. Wenn du Wachpolizist werden möchtest, dann findest du nachfolgend Informationen zur Ausbildung sowie zu den Voraussetzungen, die du hierfür erfüllen musst.

Wachpolizei

Die Aufgaben der Wachpolizei

Der Aufgabenbereich der Wachpolizei ist nicht einheitlich geregelt und wird von den jeweiligen Landesgesetzen festgelegt. Daher bestehen hier durchaus Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Zur Hauptaufgabe der Wachpolizei gehören Unterstützungs- und Objektschutzaufgaben. In einigen Bereichen sind die Befugnisse der Wachpolizei denen der Polizeivollzugsbeamten gleichgestellt. Das ist zum Beispiel im Bereich Gefahrenabwehr meist der Fall. Da die Wachpolizisten jedoch keine Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft sind, können sie keine schwerwiegenden strafprozessualen Eingriffe in die Grundrechte der Bürger vornehmen.

Die Aufgaben eines Wachpolizisten im Überblick:

  • Aufgabenbereich der Wachpolizei Berlin:

In Berlin ist die Wachpolizei für den Objektschutz sowie das Gefangenenwesen zuständig. Dies beinhaltet unter anderem auch die Überführung von Gefangenen.

  • Aufgabenbereich der Wachpolizei Hessen:

Die Aufgaben der Wachpolizei in Hessen umfassen überwiegend Objektschutzmaßnahmen von gefährdeten Objekten, wie zum Beispiel Synagogen und Konsulaten, sowie die Sicherung von polizeilichen Gebäuden. Des Weiteren unterstützt die Wachpolizei die Polizeivollzugsbeamten bei der Fußstreife, bei der Verkehrsüberwachung, bei Geschwindigkeitskontrollen, der Durchführung von erkennungsdienstlichen Maßnahmen, der Tatortarbeit, der Durchführung von Abschiebungen sowie dem Dienst bei Großveranstaltungen.

  • Aufgabenbereich der Wachpolizei Sachsen:

Zu den Aufgaben der Wachpolizei Sachsen gehören Objektschutzmaßnamen gefährdeter Einrichtungen sowie die Bewachung von Flüchtlingsunterkünften. Auch bei Abschiebungen kommen die sächsischen Wachpolizisten zum Einsatz.

Wichtig
Die Ausbildung der Wachpolizei ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Für die optimale Vorbereitung auf die Ausbildung zum Wachpolizisten empfehlen wir unseren Online-Kurs!

Die Ausbildung zum Wachpolizisten in Berlin

Wenn du Wachpolizist in Berlin werden möchtest, dann musst du zunächst einen Einstellungstest bestehen, um zur Ausbildung zugelassen werden. Der Einstellungstest besteht aus verschiedenen Bestandteilen, die neben einem Intelligenz- und Deutschtest auch eine Sportprüfung beinhalten. Auf den Einstellungstest folgt zudem ein persönliches Gespräch sowie eine polizeiärztliche Untersuchung.

Die Ausbildung zum Wachpolizisten erfolgt an der Polizeiakademie und dauert 16 Wochen. Neben der theoretischen Unterweisung und der Erarbeitung der notwendigen Gesetzeskenntnisse, erfolgt auch die Ausbildung an der Pistole und Maschinenpistole.

Achtung
Die Bewerbung für die Wachpolizei Berlin erfolgt ausschließlich online. Bewerbungen, die in Papierform eingehen, werden im Einstellungsverfahren nicht mehr berücksichtigt.

Die Ausbildung zum Wachpolizisten in Hessen

Um die Ausbildung zum Wachpolizisten in Hessen absolvieren zu können, musst du dich zunächst mit einem Einstellungstest dafür qualifizieren. Im Rahmen des Auswahlverfahrens musst du eine schriftliche Prüfung ablegen, die einen Intelligenz-, Konzentrations- sowie Rechtschreibtest beinhaltet. Außerdem finden ein persönliches Auswahlgespräch sowie eine polizeiärztliche Untersuchung statt.

Die Ausbildung der Wachpolizei in Hessen dauert ungefähr sechs Monate und ist unterteilt in einen theoretischen Teil, der sich über vier Monate erstreckt, sowie einen vierwöchigen Lehrgang. Die Theorie umfasst außerdem auch 38 Stunden Schießausbildung. Nach der Ausbildung zum Wachpolizisten folgt ein Praktikum in einem Polizeipräsidium.

Die Ausbildung zum Wachpolizisten in Sachsen

Die Ausbildung der Wachpolizei in Sachsen findet am Fortbildungszentrum in Bautzen statt und dauert insgesamt zwölf Wochen. Im Rahmen der Ausbildung werden dir die Kenntnisse und Fertigkeiten des allgemeinen Verwaltungs- und Verfassungsrechts vermittelt. Ebenfalls Bestandteil der Ausbildung ist das präventive und repressive Eingriffsrecht, auch in Bezug auf die Anwendung von Zwangsmitteln. Ebenfalls vermittelt wird den Auszubildenden Kommunikations- und interkulturelle Kompetenz. Zum Abschluss der Ausbildung zum Wachpolizisten musst du eine Prüfung absolvieren.

Gut zu wissen
Im Anschluss an die theoretische Ausbildung werden die erlernten Ausbildungsinhalte bei einer dienstlichen Fortbildung vertieft.

Fazit: Bereite dich online auf den Einstellungstest vor

Nicht nur die Ausbildung zum Wachpolizisten erfordert eine gute Vorbereitung, auch bereits der Einstellungstest stellt eine Hürde dar, die mit der richtigen Vorbereitung jedoch mit Leichtigkeit genommen werden kann.



 

Bildquellen

  • Wachpolizei: Pixabay

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