Shiatsu – Weiterbildung für Heilpraktiker und Hebammen

Was ist Shiatsu?

Der Begriff Shiatsu bedeutet wörtlich übersetzt “Fingerdruck” und ist eine aus dem Japanischen stammende Art der Körpertherapie. Entwickelt hat sie sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Tuina, einer traditionellen chinesischen Massage. Bei der Behandlung wird der ganze Körper eingesetzt, wodurch bei dem Behandelnden eine gewisse Offenheit und Sensibilität gefragt ist. Der Therapeut sollte versuchen, bei der Behandlung eine energetische Beziehung zu seinem Patienten aufzubauen. Dabei wird nicht mit Muskelkraft, sondern lediglich mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet.

Bekannte Vertreter des Shiatsu sind Shizuto Masunaga und Tokujiro Namikoshi. Namikoshi gründete die einflussreichste Shiatsuschule in Japan. Des Weiteren ermöglichte er es, dass Shaitsu die staatliche Anerkennung als eigenständige Behandlungsmethode in Japan bekam. Nachdem Shizuto Masunaga einer von Namikoshis Schülern war, begründete er seinen ganz eigenen Stil und machte das Shiatsu auch im Westen bekannt.

Grundlagen einer Shiatsu Ausbildung

Um lebendiges Shiatsu zu erlernen, bedarf es einer theoretischen und einer praktischen Ausbildung. Die Theorie besteht zusammengefasst aus einer Einführung in die Philosophie und die Geschichte von Shiatsu, dem Erlernen verschiedener Begriffe, wie Yin und Yang, Ki und Chi und einer Einführung in die Akupressur. Besonders wichtig ist es, den Unterschied zwischen Akupressur und Shiatsu zu verstehen und die wichtigsten Akupressur-Punkte zu kennen. Selbstverständlich spielen auch die fünf Elemente, wichtige Krankheitsbilder und Diagnosen eine große Rolle bei der Shiatsu Ausbildung. In der Praxis werden zuerst die vier Grundhaltungen und die grundlegenden Arbeitstechniken von Shiatsu erlernt. Verschiedene Behandlungsabläufe in Bauch-, Seiten- und Rückenlage und Behandlungstechniken der Akupressur-Punkte sind ebenfalls wichtige praktische Inhalte. In der Shiatsu Ausbildung erlernt man außerdem die Durchführung und Auswertung energetischer Diagnosen und jede Menge Behandlungen auf der Basis dieser Diagnosen. Die Ausbildung besteht in der Regel aus drei Teilen, die aufeinander aufbauen.

Je nachdem welchen Ausbildungszweig man wählt, kann die Shiatsu Ausbildung ein bis zwei Jahre dauern. In der Regel wird diese Ausbildung mit einem Zertifikat abgeschlossen. Bestens geeignet ist die Shiatsu Ausbildung für Menschen, die in einem Heilberuf arbeiten, wie beispielsweise Ergotherapeuten. Da keine medizinische Vorbildung notwendig ist, ist die Ausbildung aber auch für die Menschen geeignet, die sich mit der fernöstlichen Lebensweise auseinander setzen möchten und gerne mit anderen Menschen arbeiten.

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