Realschul-Lehramt

  • Das Studium dauert ca. 5 Jahre
  • Zugangsvoraussetzung: allgemeine Fachhochschulreife
  • Es fallen Studiengebühren an
  • Monatlicher Verdienst nach Ausbildung (brutto): ca. 3.480 EUR

Beschreibung
Die Lehrer und Lehrerinnen erteilen allgemein bildenden Unterricht in den Klassen 5-10 an Real- und Mittelschulen beziehungsweise in Klassen der Sekundarstufe I. Neben ihren fachlichen erfüllen sie täglich auch erzieherische Aufgaben.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden sie an allgemein bildenden weiterführenden Schulen im Sekundarbereich I, wie z.B. Real-, Mittel- und Gesamtschulen. Darüber hinaus können Realschullehrer/innen an Internaten und Schülerheimen tätig werden. Als selbstständige Lehrer/innen arbeiten sie z.B. in Nachhilfeinstituten und an Sprachschulen.

Sie unterrichten in Klassenzimmern und sonstigen Unterrichtsräumen wie Computerräumen, Chemie-, Musik- und Zeichensälen oder Sprachlabors, sind aber auch im Freien tätig, etwa bei Schulausflügen. Der Sportunterricht findet in Sporthallen, auf Sportplätzen und in Schwimmbädern statt. Die Unterrichtsvor- und -nachbereitung erfolgt größtenteils im heimischen Arbeitszimmer.

Tätigkeit
Zwei große Aufgaben haben Realschullehrer und -lehrerinnen: zu erziehen und zu unterrichten. Zur Erziehung gehören die Förderung und Unterstützung der Schüler und Schülerinnen in fachlichen und persönlichen Angelegenheiten sowie die Vermittlung gesellschaftlich akzeptabler Verhaltensweisen und Wertesysteme. Im Unterricht bringen sie den Schülern und Schülerinnen nicht nur nach Vorgabe der jeweiligen Lehrpläne Fakten- und Fachwissen sowie fachbezogene Fertigkeiten bei, sondern leiten sie zum selbstständigen Denken und Arbeiten an. Sie führen die Schüler und Schülerinnen zum mittleren Bildungsabschluss und bereiten sie auf den Übergang an eine Fachoberschule beziehungsweise in das Berufsleben vor. Zur Unterrichtstätigkeit in der Schule kommen die Vor- und Nachbereitungsphasen zu Hause: Der Unterrichtsstoff will altersgerecht aufbereitet, der Unterrichtstag gut geplant sein. Klassenarbeiten sind zu erstellen und zu korrigieren, Hausaufgaben und Hefte müssen korrigiert und kontrolliert werden. Durch die regelmäßige Erhebung des Leistungsstandes einer Klasse erkennen sie, wo Schwächen vorhanden sind, und greifen entsprechend korrigierend ein.

Wichtig ist auch der Kontakt zu Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten: In Sprechstunden oder bei Elternabenden informieren Realschullehrer und -lehrerinnen über Fortschritte, Stärken und Schwächen der Schüler und Schülerinnen. Sie beraten auch bei der Wahl der weiteren Schullaufbahn sowie bei der Suche nach einer Ausbildung.

Perspektiven
Realschullehrer/innen arbeiten nach ihrem Studium an staatlichen, kirchlichen oder privaten Realschulen. Sie können aber auch in Internaten oder bei Nachhilfeinstituten tätig sein. Neben ihrer eigentlichen Unterrichtstätigkeit nehmen sie häufig besondere zusätzliche Funktionen wahr, z.B. als Fachbetreuer/in oder Betreuungslehrer/in für die Realschullehrerausbildung. Im außerschulischen Bereich können sie z.B. in der Medienbranche beschäftigt sein.

Nach dem Zweiten Staatsexamen ist für Realschullehrer/innen die berufliche Bildung jedoch noch nicht beendet. Um den jeweiligen Anforderungen des Arbeitsalltags in der Schule gerecht zu werden, ist es notwendig, immer über ein aktuelles Fachwissen zu verfügen und darüber hinaus die pädagogischen, didaktischen und fachmethodischen Fähigkeiten auszubauen.

Im Schuldienst ist die berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung fester Bestandteil der Berufsausübung. Für diese intern organisierte Lehrerfortbildung gibt es in den einzelnen Bundesländern eine Fülle von Angeboten. Darüber hinaus können Lehrer/innen ihre Fachkenntnisse durch die Lektüre von Fachliteratur und Fachzeitschriften auf dem aktuellen Stand halten und geeignete Seminare und Kurse belegen, die von verschiedenen externen Bildungsträgern angeboten werden. Mögliche Themen sind z.B. Schulwesen - allgemein, Schulwesen - Lehrerfortbildung mit speziellen Themen wie Unterricht, Didaktik und Curriculum an Schulen, EDV in der Pädagogik oder Bildungs- und Jugendpolitik. 

Durch ein Aufbau-, Ergänzungs- oder Zusatzstudium, z.B. in den Bereichen Erziehungswissenschaften, Schul- und Sonderpädagogik, Musikpädagogik oder Theaterpädagogik, vertiefen und erweitern sie ihre Fachkenntnisse. In diesem Beruf sind Möglichkeiten der Existenzgründung nicht üblich.

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