PTA Ausbildung - Voraussetzungen und ein Eignungstest


PTA Ausbildung - Voraussetzungen und ein Eignungstest

Im Gesundheitswesen tätig zu sein, heißt, Verantwortung zu übernehmen. Ca. 90 % aller pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA)  und pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) sind weiblich. Sie sind die rechte Hand der Apotheker. Als Schnittstelle zwischen Arzt und Patient stellen sie Rezepturen her, beraten die Kunden und achten auf die nötige Qualität der Arzneimittel. Hier kannst du einen kostenlosen Eignungstest machen, und herausfinden, ob du dich als PTA oder PKA eignen würdest.

Voraussetzungen für die schulische Ausbildung zur/zum PTA

Die ersten zwei Jahre der Ausbildung werden an einer staatlich anerkannten Schule absolviert. Mit dem halbjährigen Praktikum in der Apotheke und einer staatlichen Abschlussprüfung wird die 2,5-jährige Ausbildung zur/zum PTA beendet.

Pharmazeutisch-technische Assistenten/-innen sind für die Gesundheit der Patienten mitverantwortlich, deshalb ist Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen in diesem Beruf sehr wichtig. Da sie an der Herstellung von Medikamenten beteiligt sind, sind manuelle Geschicklichkeit und Sorgfalt im Beruf unerlässlich. Auch auf die Hygiene muss bei diesem Beruf besonders geachtet werden. Für die Aufnahme zur schulischen Ausbildung muss die mittlere Reife nachgewiesen werden. Genauso müssen gute schulische Leistungen in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie und Biologie nachgewiesen werden.

Praktikumsvergütung und Gehalt

Während der zweijährigen schulischen Ausbildung erhalten die PTA genau wie bei anderen schulischen Ausbildungen kein Ausbildungsgehalt. Innerhalb des halbjährigen Praktikums steht ihnen eine Ausbildungsvergütung nach dem Bundesrahmentarifvertrag für Apothekenmitarbeiter zu. Diese beträgt aktuell (Stand 2015) monatlich 633 EUR. Nach der Ausbildung erhalten PTA ein Bruttogehalt von durchschnittlich (Stand 2015) 2.750 EUR im Monat im öffentlichen Dienst. In der freien Wirtschaft liegen die durchschnittlichen Gehälter deutlich darunter. 

Unterschiede PTA und PKA

Pharmazeutisch-technische Assistenten/-innen (PTA) und pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) übernehmen sehr ähnliche Aufgaben. Trotzdem gibt es klare Unterschiede zwischen den beiden Berufen. Der Arbeitsschwerpunkt von PTA liegt in der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln, deshalb durchlaufen sie eine mehrjährige schulische Ausbildung. Der Tätigkeitsschwerpunkt der PKA liegt dagegen im kaufmännisch-organisatorischen Bereich. Sie sind mehr in die Lagerhaltung, Kundenberatung und Preisgestaltung eingebunden. Deshalb absolvieren PKA eine klassische dreijährige duale Ausbildung. Im Anschluss können sie sich berufsbegleitend zur PTA ausbilden lassen, vorausgesetzt sie haben die mittlere Reife erworben. 

Weiterbildungsmöglichkeiten für PTA und PKA

PTA können sich berufsbegleitend in Dermopharmazie oder Ernährung weiterbilden. Da sie eine umfassende schulische Ausbildung durchlaufen, können sie unter Nachweis einer dreijährigen Berufserfahrung und einer Eignungsprüfung an der Universität Pharmazie studieren, ohne das Abitur nachholen zu müssen. 

Im Gegensatz dazu müssen PKA eine Hochschulzugangsberechtigung nachweisen, um das Pharmazie-Studium an einer Universität beginnen zu dürfen.

Aktuelle Entwicklungen zur PTA-Ausbildung

Die EU-Fördermittel und die Mittel von den Landesregierungen werden für die PTA-Schulen mehr und mehr gestrichen. Zwar wird die anspruchsvolle Ausbildung noch immer mit öffentlichen Mitteln unterstützt, doch die Schüler werden mehr und mehr zur Kasse gebeten. Zum Teil müssen Schüler schon jetzt knapp 200 EUR im Monat zahlen. Das führt selbstverständlich zu sinkenden Bewerberzahlen für diese Ausbildung.

 


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