Büros auf Zeit – Eine flexible Lösung für junge Selbstständige

Wer den Schritt in die Selbständigkeit wagt, will gut vorbereitet sein. Viele angehende Unternehmer und Freelancer unterschätzen oft die Kosten, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt. Man denke nur die Kosten für ein eigenes Büro, Versicherungen und Steuern.

Wie Peer Wandiger in seinem bekannten Blog zur Selbstständigkeit schon schrieb, ist den meisten Gründern nicht bewusst, welche Kosten entstehen. Oftmals wird nicht bedacht, dass die Beiträge zur Krankenversicherung plötzlich in voller Höhe selbst getragen werden müssen und eines Tages auch eine private Rentenversicherung benötigt wird.

Aus eigener Erfahrung sowie dem Erfahrungsaustausch mit anderen Freelancern kann ich sagen: Falls man mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, gilt es dafür sorgen, dass von vorn herein Einnahmen von ca. 3.000 EUR / Monat vorhanden sind – dies ist das Minimum! Liegt das geschätzte Einkommen am Anfang niedriger, sollte man die anstehenden Kosten mit einem finanziellen Polster abdecken können. Bei diesen Minimaleinnahmen wären die Kosten für die Lebenshaltung (2-3 Personen), für ein Auto, die Krankenversicherung und Steuern gedeckt. Wer sparsam ist, bringt auch noch die Büroausstattung und die laufenden Kosten für ein Home-Office unter. Büroräumlichkeiten außerhalb der eigenen vier Wände wären da allerdings noch nicht mit drin.

Aus dem Bekanntenkreis und insbesondere von Bloggern oder abgehenden Studenten weiß ich, dass diese Einkommens-Schmerzgrenze für sie bedeutet, (noch) nicht selbstständig arbeiten zu können oder dass sie es gerade so schaffen, diese Hürde zu nehmen. Deshalb ist ein Homeoffice aus ihrer Sicht die einzige Möglichkeit, um den Sprung in die Selbständigkeit zu meistern. Wer hingegen nicht mit der privaten Adresse im Business kommunizieren möchte, sondern nach einer Alternative sucht, wird schnell auf Leistungen wie eine Geschäftsadresse oder einen Büroservice stoßen.

Ein Büroservice ist die Dienstleistung eines Unternehmens, das Büroarbeiten für andere Unternehmen übernimmt. Hierzu zählen insbesondere typischen Aufgaben eines Sekretärs. (Quelle Wikipedia: Büroservice) Solche Sekretariatsleistungen sind besonders für diejenigen interessant, die selbst viel unterwegs sind, sich eine eigene Sekretärin aber noch nicht leisten möchten.

Eine Geschäftsadresse wird wiederum genutzt, um den Unternehmenssitz an eine renommierte Adresse zu verlegen – ob dort ein Büro unterhalten wird, spielt diesbezüglich keine Rolle. Die Buchung eines Büros ist bei vielen Anbietern optional. Selbständige arbeiten häufig weiterhin vom Homeoffice aus, weil dies günstiger ist. Sollten sie Kunden empfangen müssen, wird kurzerhand ein Büro an der Geschäftsadresse angemietet. In Hamburg werden von Satelliteoffice Geschäftsadressen angeboten, die schon ab 89 EUR pro Monat starten.

Eine weitere preisliche Alternative zum eigenen Büro ist das Coworking Modell. Dieses Konzept ist noch recht jung, aber beispielsweise aus der Startup Szene in Hamburg oder Berlin nicht mehr wegzudenken. Hier wird ein Arbeitsplatz in einem größeren Büro gemietet, welches man sich mit anderen Jungunternehmern und Freelancern teilt. Für 25 EUR / Tag ist auch dieses Modell für den Anfang besser geeignet als ein teurer Mietvertrag. Es gibt bereits Coworking in Berlin, Hamburg und München. In den Großstädten setzt sich der neue Zeitgeist unter den Jungunternehmern also bereits durch. Ich hoffe auch bald in meiner Heimatstadt Lübeck.

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