Pilot, Verkehrsflugzeugführer/in Ausbildung, Voraussetzungen und Kosten



Pilot werden - davon hat sicher jeder von uns schon mal geträumt. Für manche ist es nicht nur ein Traum. Sie können sich im härtesten Auswahlverfahren gegenüber den Mitstreitern durchsetzen und werden für die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer / zur Verkehrsflugzeugführerin angenommen. Doch welche Kriterien muss ein werdender Pilot genau erfüllen, um bei Flugunternehmen angenommen zu werden?

Grundwissen für die Pilotenausbildung und Dauer 
Die Lizenz als Verkehrsflugzeugführer kann im Rahmen einer Ausbildung bei Flugunternehmen oder eines dualen Studiums erworben werden. Die Studiengänge werden meist von den Flugunternehmen direkt angeboten und heißen Luft-, Raumfahrttechnik, bzw. Luftverkehrsmanagement. Die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer ist stark abhängig von Flugunternehmen, bei dem die Ausbildung durchlaufen wird. In Deutschland ist Lufthansa die erste Adresse für eine Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer. Dort dauert die Ausbildung zwischen 29 und 33 Monate. Allerdings sollte man sich mindestens 2 Jahre im Voraus auf den Ausbildungsplatz bewerben.

Voraussetzungen für die Ausbildung
Genau wie die Lufthansa verlangen die meisten Flugunternehmen für die Ausbildung eine Allgemeine Hochschulreife. Fachhochschulreife reicht hier nicht aus. Außerdem ist eine Körpergröße zwischen 1,65 und 1,98 m notwendig. Ein gutes Sehvermögen zwischen +/-5 Dioptrien muss nachgewiesen werden, genauso wie die fließenden Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift. Auch Vorstrafen oder Eintragungen in das Verkehrszentralregister mit mehr als 5 Punkten sind nicht erlaubt. Das Kriterium, an dem allerdings die Interessenten scheitern, ist aber der Eignungstest. Jeder Bewerber, der sich für eine Pilotenausbildung interessiert, muss nämlich einen Eignungstest beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR Test) in Hamburg bestehen. Man darf nur ein einziges Mal den Test machen. Der Test ist zweiteilig und setzt sich aus einer Berufgrunduntersuchung und einer Firmenqualifikation zusammen. Nur ca. 5 % der Teilnehmer bestehen den kompletten DLR Test. Eine gutes Training auf den Test kann allerdings die Chancen enorm verbessern. Eine optimale Lufthansa Pilotentest Vorbereitung heißt, sich intensiv auf die speziellen Anforderungen an einen Piloten vorzubereiten. Es werden u.a. die Englischkenntnisse, das technisch-physikalische Grundwissen, Mathematik, Merkfähigkeit, Konzentrationsvermögen, Wahrnehmungsvermögen und räumliches Orientierungsvermögen auf die Probe gestellt. Weiterhin müsse Kandidaten die psychomotorische Begabung und die Fähigkeit zur Mehrfacharbeit in komplexen, dynamischen Situationen beweisen. Ein Test in einem Flugsimulator, Prüfung der Persönlichkeitsmerkmale, und Verhalten in Gruppen- und Einzelsituationen, runden das Spektrum ab. Somit ist eine gute Vorbereitung sehr zu empfehlen.

Fähigkeiten, die werdende Piloten noch mitbringen sollten
Die Lufthansa setzt bei ihren Piloten auf die folgenden Kompetenzen: Verantwortungsbewusstsein, Disziplin, Zuverlässigkeit,  Teamfähigkeit und hohe Berufsmotivation. Eine genaue Beschreibung zu den genannten Fähigkeiten, findet sich auf der Seite Kompetenzen.

Kosten - eine teure Angelegenheit
Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Ausbildung, erhält man während einer Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer keine Vergütung. Dafür fallen hohe Kosten an, bis ein Bewerber die nötige Lizenz zum Piloten, die «Airline Transport Pilot Licence», kurz ATPL, erhält. Die Lufthansa beispielsweise kalkuliert mit einem Eigenanteil von 70.000 EUR an Kosten für die MPL (Multicrew Pilot Licence), die man in monatlichen Raten zurückzahlen kann . Die MPL gilt als Voraussetzung für eine ATPL-Lizenz. Ähnlich wie bei Kfz-Führerschein gilt hier die Regel: Wer länger braucht, zahlt mehr. Somit sollte man vorher ganz genau überlegen, ob es der richtige Beruf ist, bzw. ein sehr großes finanzielles Polster haben.

Kontakt | Impressum | © 2017 plakos - berufliche und persönliche Entwicklung