Nebenjob während der Ausbildung – erlaubt?

Wer sich vielleicht auch während der Ausbildung schon den einen oder größeren Wunsch erfüllen möchte, der denkt häufig über einen Nebenjob nach. Mit einem sogenannten Mini-Job oder 450-Euro-Job könnte immerhin ein „Zubrot“ verdient werden, was beim klammen Ausbildungsgehalt sicherlich nicht die schlechteste Option ist. Aber ist ein Nebenjob während der Ausbildung erlaubt? Und wenn ja, was muss beachtet werden.

Darf man während der Ausbildung einen Nebenjob haben?

Generell gibt es kein Gesetz, dass einen Nebenjob in der Ausbildungszeit verbietet. Ganz im Gegenteil: Es ist richtig, dass jeder Azubi zusätzlich Minijob, Nebenjob oder Co. annehmen kann. Allerdings nur dann, wenn der Arbeitgeber hierüber informiert wird. Darüber hinaus kann es sein, dass einige Arbeitgeber den Nebenjob verbieten. In diesem Fall dürftest du dein Gehalt während der Ausbildung nicht durch einen Nebenjob aufbessern. Wann das der Fall sein könnte, siehst du hier:

  • Nebenjob soll bei einem Konkurrenten durchgeführt werden: Das sieht natürlich kein Arbeitgeber gerne. Stattdessen solltest du dann lieber fragen, ob du im gleichen Betrieb einen Nebenjob annehmen kannst.
  • Leistungsfähigkeit im Ausbildungsberuf wird eingeschränkt: Möchtest du zum Beispiel auch unter der Woche nachts in einer Bar als Nebenjob arbeiten, könnte das deinen Arbeitgeber stören.

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Das musst du beim Nebenjob während der Ausbildung beachten

Rund um deinen Nebenjob während der Ausbildung musst du verschiedene Punkte beachten. Ein wichtiger Stichpunkt ist hier zum Beispiel der Urlaub. Du hast natürlich einen Urlaubsanspruch in der Ausbildung, allerdings darfst du während dieser Zeit auch nicht in deinem Nebenjob tätig werden. Die Frage: „Kann man während der Ausbildung einen Nebenjob machen?“ lässt sich also mit ja beantworten – allerdings nur außerhalb der Urlaubszeit. Ebenfalls wichtig sind die jeweiligen Stunden, die du in deinem Nebenjob arbeitest. Bist du unter 18, darfst du maximal 40 Stunden pro Woche, bzw. acht Stunden an fünf Tagen arbeiten – und zwar in Ausbildung und Nebenjob zusammen. Arbeitest du mehr, ist das laut Jugendarbeitsschutzgesetz verboten. Erwachsene wiederum dürfen bis zu 48 Stunden pro Woche arbeiten und müssten erst danach ein Beschäftigungsverbot für den Nebenjob beachten. Hinsichtlich der Steuern und Finanzen muss hier erwähnt werden, der Zuverdienst möglicherweise Abzüge beim Kindergeld bedeutet. Hier solltest du dich im Zweifelsfall aber an deine zuständige Behörde wenden.

Du siehst: Hältst du dich an alle Regeln, kannst du sehr wohl einen Nebenjob während der Ausbildung annehmen. Hierbei musst du nur darauf achten, dass du nicht zu viel arbeitest, gleichzeitig solltest du dich hinsichtlich möglicher Abzüge und ähnlichem mit einer zuständigen Behörde in Verbindung setzen.

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  • Nebenjob Ausbildung: Pixabay

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