Medizinisch-technischer Assistent (MT(L)A): Berufsbild, Einstellungstest und Co.

Als medizinisch-technischer Assistent (MTLA) oder auch Laboratoriumsassistent (MTLA) ist dein beruflicher Alltag immer von viel Abwechslung geprägt. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen, gleichzeitig musst du auch jeden Tag fähig dazu sein, Höchstleistungen abzurufen. Zuständig bist du hier immerhin auch für die Gesundheit des oder der Patienten und so sollten Fehler so gut es geht vermieden werden. Auf der Hand liegen dürfte so, dass nicht jeder Mensch für die Arbeit als MTA „gemacht“ ist. Wir zeigen dir im Folgenden deshalb, welche Voraussetzungen du für diesen Beruf erfüllen musst, wie genau der berufliche Alltag aussieht und welche Hürden im Auswahlverfahren auf dich warten.

Medizinisch-technischer Assistent

MTA, MTLA & MTRA: Was ist das?

Was macht eine MTLA und wo ist der Unterschied zu einer MTA oder einem MTA? Im Prinzip lassen sich diese Fragen recht einfach beantworten. Die Abkürzung MTA bezeichnet die medizinisch-technische Assistentin oder den medizinisch-technischen Assistent. Die Abkürzung MTLA wiederum steht für den medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten oder die medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin. Der Beruf ist dabei aber identisch. So gilt für alle Assistenten in der Medizin, dass diese den Ärzten und Medizinern zuarbeiten bzw. diese unterstützen. Als MTA oder MTLA bist du also beispielsweise für die Entnahme und Überprüfung von Blutproben zuständig, gleichzeitig checkst du aber auch Abstriche oder andere Körperflüssigkeiten. Solltest du hingegen wiederum als medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA) tätig sein, bist du natürlich vor allem dazu da, um den Mediziner in der Radiologie zu unterstützen – zum Beispiel durch die Durchführung des Röntgenvorgangs.

Achtung
Um als MTA oder MTLA tätig werden zu können, musst du einen Einstellungstest meistern. Für die Vorbereitung auf diesen Einstellungstest empfehlen wir dir unseren Online-Kurs!

Ausbildung zum/zur MTA: So sieht sie aus

Die Grundvoraussetzung für die Arbeit als medizinisch-technische Angestellte oder medizinisch-technischer Angestellter liegt in einer Ausbildung. Diese dauert insgesamt drei Jahre und bringt dich sowohl praktisch als auch theoretisch mit allen Grundlagen des Berufs in Verbindung. Obwohl es sich hierbei durchaus um einen Beruf handelt, der sich viel im Labor abspielt, verbringst du teilweise auch Zeit im direkten Patientenkontakt. Darüber hinaus musst du im Laufe deiner Ausbildung auch zwei Praktika absolvieren, die dich mit den praktischen Anforderungen vertraut machen. Eingesetzt wirst du im Anschluss an deine Ausbildung dann zum Beispiel in Krankenhäusern, in Forschungseinrichtungen oder an Hochschulen.

Gut zu wissen
Das Laboratoriumsassistent Gehalt während der Ausbildung liegt im ersten Ausbildungsjahr bei rund 990 Euro, erhöht sich im zweiten Jahr auf fast 1050 Euro und steigt im dritten Ausbildungsjahr auf über 1100 Euro an.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Es liegt auf der Hand, dass die Arbeit in der Medizin nicht für jede Person geeignet ist. Das gilt auch für den oder die MTA, denn hier kommst du zum Beispiel mit verschiedenen Körperflüssigkeiten wie Blut oder Urin in Berührung. Du darfst dich hiervor also nicht ekeln und solltest gleichzeitig ein gewisses Interesse für biologische Prozesse und die Naturwissenschaften mitbringen. Hilfreich ist es natürlich, wenn sich dieses Interesse auch an ansprechenden Schulnoten in diesen Bereichen erkennen lässt. Darüber hinaus solltest du genau arbeiten können, dich gut konzentrieren, kommunikativ sein und zuverlässig deine Arbeit erledigen. Kleinere Fehler können hier bereits große Auswirkungen haben und so ist die Medizin in der Auswahl ihrer Bewerber grundsätzlich sehr genau. Empfohlen wird darüber hinaus mindestens der Realschulabschluss, für ein weiterführendes Studium ist das Abitur notwendig.

Gut zu wissen
Du kannst als MTA verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen und so beispielsweise eine Weiterbildung zum biomedizinischen Fachanalytiker, zum Techniker in der Medizintechnik oder zum Betriebswirt/Fachwirt machen. Auch eine Umschulung ist möglich.

Einstellungstest für MTA & Auswahlverfahren

Wenn du die genannten Voraussetzungen für den Job bzw. die Ausbildung erfüllen kannst, kannst du deine Bewerbung beim jeweiligen Unternehmen einreichen. Im Vorfeld empfehlen wir dir allerdings, auch noch einmal die spezifischen Voraussetzungen des jeweiligen Arbeitgebers zu überprüfen. Erfüllst du auch diese, steht dem Einreichen deiner Unterlagen nichts mehr im Wege. Die Bewerbung sollte natürlich aussagekräftig sein, gleichzeitig solltest du auf eine ansprechende Optik und auf Vollständigkeit achten. Genauigkeit und Präzision sind im späteren Berufsalltag enorm wichtig. Wer das nicht einmal in einer Bewerbung unter Beweis stellen kann, hat hier denkbar schlechte Karten. Macht deine Bewerbung wiederum einen guten Eindruck, kommst du in die nächste Runde – das bedeutet in diesem Fall, dass du zum Auswahlverfahren eingeladen wirst.

Beim Auswahlverfahren handelt es sich um einen Prozess, mit dem der Arbeitgeber die am besten geeigneten Bewerber für die jeweilige Stelle herausfiltern möchte. Hierzu finden im Auswahlverfahren verschiedene Prüfungen statt. Die Rede ist vom Einstellungstest für MTA, der sich in einen schriftlichen Teil und einen mündlichen Teil aufteilen lässt. Was im schriftlichen Einstellungstest MTA Ausbildung unter anderem für Aufgaben auf dich warten, siehst du hier:

  • Fachbezogenes Wissen
  • Allgemeinwissen
  • Sprachliche Fähigkeiten
  • Mathematische Fähigkeiten
  • Logisches Denken
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Merkfähigkeit
  • Persönlichkeitstest

Der schriftliche Einstellungstest MTA Radiologie oder auch in anderen Bereichen wird in der Regel als sogenannter Computertest durchgeführt. Hier werden die Fragen also an einem Computer präsentiert und beantwortet, oftmals handelt es sich hierbei um Multiple-Choice-Fragen, bei denen du aus mehreren Antwortmöglichkeiten die in deinen Augen korrekte Antwort auswählen kannst.

Achtung
Mit einer schwachen Leistung im schriftlichen Einstellungstest kann das Auswahlverfahren für dich schon beendet sein. In diesem Fall würdest du dann nicht mehr am mündlichen Einstellungstest teilnehmen.

Mündlicher Einstellungstest

Beim mündlichen Einstellungstest handelt es sich in der Regel um ein Vorstellungsgespräch – also kein Grund, übertrieben nervös zu werden. Dennoch solltest du dich auch auf das Vorstellungsgespräch gut vorbereiten, denn hier wird man dir durchaus noch einmal „auf den Zahn fühlen“. Gemeint ist damit, dass sich dein Gegenüber zum Beispiel dafür interessiert, warum du als MTA künftig dein Geld verdienen möchtest. Eine entsprechende Motivation und gute Gründe solltest du also vorlegen können. Zusätzlich dazu solltest du dir im Vorfeld aber auch überlegen, worin genau deine Stärken und Schwächen liegen. Auch diese werden abgefragt und du solltest dich hier nicht in ein zu schlechtes Licht rücken. Mit der richtigen Vorbereitung auf den Inhalt und die Körpersprache dürftest du das Vorstellungsgespräch aber überzeugend meistern können.

Achtung
Die genauen Stationen im Auswahlverfahren können von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. So kann es beispielsweise sein, dass neben dem Vorstellungsgespräch auch noch ein kleiner Vortrag gehalten oder eine Gruppendiskussion geführt werden muss.

Fazit: Nutze deine Chance

Egal, ob MTA in der Radiologie, Assistent für Funktionsdiagnostik oder als biologisch technischer Assistent: Dich erwartet im Dienst im späteren Berufsleben immer ein anspruchsvoller Beruf, in welchem du dich auf höchste Art und Weise konzentrieren können musst. Du bist eine wichtige Unterstützung für die behandelnden Mediziner, welche sich jederzeit auf dein Zuarbeiten verlassen müssen. Die weiteren Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind ansprechend, zusätzlich dazu kannst du dich schon während der Ausbildung über ein ansprechendes Gehalt freuen. Allerdings: Ohne die richtige Vorbereitung auf den Einstellungstest bzw. das Auswahlverfahren dürfte dein Traum von der Karriere als MTA ziemlich schnell platzen.



 

Bildquellen

  • Medizinisch-technischer Assistent: Pixabay

Wir bringen Lernen auf ein neues Level!

Die Plakos Akademie hat bereits tausende Bewerber erfolgreich auf Einstellungstests vorbereitet und bei der persönlichen Weiterentwicklung unterstützt.