Medizin studieren im Ausland

Medizinstudium - Losverfahren und Auswahlverfahren

Wer in Deutschland Medizin studieren möchte, muss entweder viel Geduld oder einen richtig guten Schulabschluss mitbringen. Auf die rund 9000 Studienplätze in Deutschland kommen in der Regel weit über 40.000 Bewerber. Dies führt dazu, dass die meisten Hochschulen mit einem hohen NC arbeiten, der auch einmal bei 1,2 liegen kann. Wer sich nicht mit einem solchen Abiturschnitt bewirbt, erhält oft nur über die Wartezeit einen Studienplatz. Für die entsprechende Anzahl an Wartesemestern müssen viele Bewerber aber oft jahrelang warten. Aus diesem Grund entwickeln sich zunehmend Universitäten im Ausland zu einer Alternative.

Westeuropäische Alternativen

Mit Studiengebühren von rund 2.000 Euro im Jahr gehört die Niederlande zu den günstigeren Studienorten in Westeuropa. Auch die Sprache ist für Deutsche relativ einfach zu erlernen, zudem bieten die meisten Hochschulen Kurse an. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Abiturnote keine große Rolle spielt, dafür muss man eine Lotterie überstehen. Die Chancen auf eine Annahme stehen bei rund einem Drittel.

Etwas anders sieht die Sache in Frankreich aus. Auch hier kommt es bei der Bewerbung nur wenig auf die Abinote an. Stattdessen müssen ausländische Bewerber entsprechend gute Kenntnisse der französischen Sprache nachweisen. Auch ist das Studium selbst deutlich anspruchsvoller als in anderen Ländern. Besonders in den ersten beiden Jahren sieben viele Universitäten gnadenlos aus und fordern dementsprechend eine hohe Leistungsbereitschaft.

In Großbritannien schauen die Hochschulen bei der Bewerbung sowohl auf die Abiturnote als auch auf Motivation und Erfahrungen. Wer beispielsweise ein gutes 2er-Abi hat und über Erfahrungen verfügt, hat hier bessere Chancen als in Deutschland. Je nach Land muss man aber mit Studiengebühren rechnen. In England betragen diese typischerweise 9.000 Pfund im Jahr, in Schottland ist es mit rund 2000 Pfund deutlich weniger.

Außerhalb Europas

Mit guten Englischkenntnissen blicken viele Studieninteressierte nicht nur nach England, sondern auch nach Australien oder die USA. In Australien ist ein Medizinstudium allerdings nur etwas für wohlhabende Bewerber. Die Studiengebühren bewegen sich in Down Under umgerechnet im Bereich von 50.000 bis 55.000 Euro im Jahr. In den USA ist das Studium ebenfalls teuer, allerdings werden sehr viele ausländischen Bewerber ohnehin nicht zugelassen. So setzen die meisten Hochschulen einen vierjährigen amerikanischen Bachelor voraus. Chancen hat man daher in der Regel nur, wenn man vor dem Medizinstudium ein amerikanisches College besucht hat.

In Österreich und Osteuropa

Die beliebteste Alternative für deutsche Interessenten an einem Medizinstudium ist Österreich. In der Alpenrepublik werden 20 Prozent der Studienplätze an EU-Ausländer vergeben. Die Abiturnote spielt dabei keine Rolle, stattdessen müssen Bewerber einen schwierigen Test bestehen. In osteuropäischen Ländern wie Ungarn, Tschechien, Lettland, Polen oder Litauen ist ein Medizinstudium ebenfalls möglich. Dafür muss man meist nicht einmal die Sprache lernen, da immer mehr Hochschulen ein englischsprachiges Studium anbieten. Voraussetzung ist oft die erfolgreiche Absolvierung eines Aufnahmetests, mitunter müssen zudem im Vorfeld alle Zeugnisse übersetzt und notariell beglaubigt werden. Auch fallen in vielen osteuropäischen Ländern Studiengebühren an, die sich im Bereich von 7000 bis 15.000 Euro bewegen können. Im Gegensatz zu Deutschland sind dafür die Lebenserhaltungskosten aber meist deutlich niedriger.

Bildquelle: https://www.studiummedizineuropa.de/

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