Krankmeldung- welche Rechte und Pflichten hat der Arbeitnehmer?

Wie verhält man sich richtig bei einer Krankmeldung? Viele Arbeitnehmer kennen nicht ausreichend ihre eigenen Rechte und Pflichten. Oft kommt es zu unnötigen Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber und im schlimmsten Fall zu einer Kündigung. Bei der Berücksichtigung von ein paar wichtigen Fakten, vermeiden sie eventuell unnötigen Stress mit den Vorgesetzen. Welche das sein können wird im Folgenden erläutert.

Krankheiten sollten nicht unterschätzt werden. Wer krank zur Arbeit kommt riskiert nicht nur seine Gesundheit, sondern auch die der Kollegen. Es wird in diesem Zusammenhang auch von Präsentismus gesprochen. Die Analyse von Befragungen einer Studie zeigt, dass das Arbeiten trotz Krankheit weit mehr Kosten verursacht als krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Wie sollte man also handeln, wenn man wirklich erkrankt ist? Zuerst einmal ist es, laut Gesetz, Pflicht den Arbeitgeber sofort über den Ausfall zu informieren. Das bedeutet, dass zu Arbeitsbeginn die Krankmeldung erfolgen muss. Viele Arbeitnehmer warten zuerst die Diagnose des Arztes ab. Davon ist dringend abzuraten, da ein solches Fehlverhalten zu einer Abmahnung führen kann.

Ist der Arbeitnehmer krank, so muss dieser ein Attest vom Arzt bei seinem Arbeitgeber vorlegen. In der Regel sollte dies innerhalb der ersten drei Tage geschehen. Doch auch hier gibt es Abweichungen. Die gesetzliche Vorgabe besagt, dass ein Attest erst nach dem dritten Kalendertag vorzulegen ist. Das gilt nur, wenn im Vertrag keine anderen Bedingungen stehen. Daher sollte man sich diesen, hinsichtlich des genannten Punktes, noch einmal genau durchlesen.

Die genaue Krankheitsursache geht den Vorgesetzten nichts an. Es darf lediglich nach dem Zeitraum des Ausfalls gefragt werden. Hier gibt es jedoch auch einige Ausnahmen. Handelt es sich um eine ansteckende Krankheit oder ist die Krankheit durch eine dritte Person verschuldet, so sollte der Vorgesetzte informiert werden.  Bei einem Betrugsverdacht ist der Arbeitgeber berechtigt, eine gutachterliche Stellungnahme von der Krankenkasse einzufordern.

Ein krankheitsbedingtes Fernbleiben bei der Arbeit bedeutet nicht automatisch, dass der Person nicht erlaubt ist das Haus zu verlassen. Bei Verordnung einer Bettruhe durch den Arzt ist der Gang zur Apotheke ebenso möglich, wie das Einkaufen im Supermarkt. Wenn keine ausdrückliche Bettruhe verordnet wurde, dann sind sogar bestimmte Freizeitaktivitäten rechtens. Gesetzlich sind dem Arbeitnehmer Aktivitäten untersagt, die die Genesung aufhalten oder verhindern.

Was jedoch die meisten Arbeitnehmer nicht wissen ist, dass der Arbeitgeber im ersten Monat nicht verpflichtet ist, Krankengeld zu zahlen. Auch die Krankenkasse zahlt in diesem speziellen Fall kein Krankengeld. Es ist also davon abzuraten, im ersten Monat krank zu werden.

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