Kostenkontrolle für Berufseinsteiger - So haben Sie Ihre Finanzen im Griff

Das Abitur ist geschafft, ein neuer Lebensabschnitt beginnt und jungen Berufseinsteigern stellen sich viele Fragen. Manche nehmen sich erst einmal eine Auszeit, Work and Travel liegt im Trend. Der Auslandsaufenthalt dient nicht alleine Reisezwecken. In der Regel beschäftigen sich die „Aussteiger auf Zeit“ natürlich mit der Zukunft und planen die nächsten Schritte. 

Bei vielen ändert sich nach ihrer Rückkehr ganz viel: Ein Ortswechsel steht an, die erste eigene Wohnung muss gefunden und bezogen werden und darüber hinaus stehen sie zum ersten Mal auch finanziell weitgehend auf eigenen Füßen. Der Umgang mit Geld macht jungen Berufseinsteigern Sorgen, denn sie haben keine Erfahrung darin, ob das zur Verfügung stehende Budget für den Monat reicht. Der vorliegende Beitrag liefert ein paar Tipps, Fixkosten wirksam zu reduzieren, damit unterm Strich mehr vom Geld übrig bleibt.

1. Tipp: Ortswahl überlegt treffen

Die Mietpreise in München sind laut dieser Erhebung am höchsten. Darauf folgen Frankfurt am Main, Stuttgart und Ingolstadt. Wer kann, meidet diese teuren Städte. Wer aus beruflichen oder Studien-Gründen in eine teure Stadt ziehen müsst, wählt aus besser als Wohnsitz eine grundsätzlich günstigere Nachbargemeinde mit guten öffentlichen Verkehrsanbindungen aus.

2. Tipp: Wohnung mieten und Vergleichspreise heranziehen

Ob der Preis für eine Wohnung gerechtfertigt ist, können unerfahrene Erst-Mieter anhand des Mietspiegels herausfinden. Jede Stadt hat einen solchen Mietspiegel auf ihrer Internetseite oder die zuständige Stelle gibt hilfreiche Infos, wenn telefonisch nachgefragt wird. Am Anfang ist weniger mehr. Ein 1-Zimmer Apartment mit Kochnische ist ein guter Start, denn je weniger Quadratmeter gemietet werden, desto weniger Nebenkosten entstehen und desto günstiger wirkt sich das auf das Budget aus.

3. Tipp: Bankkonto ohne Überziehungsmöglichkeit wählen

Überziehungszinsen auf einem Bankkonto sind in der Regel extrem teuer. Es ist schnell geschehen, dass ein Konto überzogen wird, das geht spürbar ins Geld. Um Überziehungszinsen garantiert zu vermeiden, ist ein Guthabenkonto, auch Konto ohne SCHUFA genannt, gut geeignet. Ein solches Konto wird auf Guthabenbasis geführt und kann faktisch nicht überzogen werden. Interessierte können sich auf dieser Seite einen Überblick über die Details verschaffen und abwägen, ob die Option für sie in Frage kommt.

4. Tipp: Energieanbieter vergleichen

Wer eine neue Wohnung bezieht, muss zusätzlich zur Miete unter anderem die Kosten für Strom, Gas/Öl und Wasser bezahlen. Um von vornherein den günstigsten Anbieter zu finden, ist ein Vergleich sehr zu empfehlen. Es sind in der Tat bis zu einigen Hundert Euro Preisunterschied jährlich drin. Im Internet gibt es eine Vielzahl von Suchmaschinen, die dabei behilflich sind, den passenden Anbieter aufzuspüren.

5. Kommunikationskosten prüfen – günstige Anbieter suchen

Sparen lässt sich auch bei der Kommunikation. Nicht immer ist eine Flatrate die beste Idee, besonders dann nicht, wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Bewährt hat es sich, für Mobilfunk zum Beispiel zunächst eine Prepaid-Karte zu benutzen, um das geänderte Nutzungsverhalten festzustellen. Hat man sich eingelebt, kann die passende Flat dazu gesucht werden. Beim Thema Festnetzanschluss/Internet ändert sich das Angebot fast täglich. Hier lohnt es sich ganz besonders, genau hinzuschauen, um den besten Deal heraus zu schlagen. Genau wie beim Energieanbietervergleich ist der Online-Vergleich in speziellen Suchmaschinen der schnellste und effizienteste Weg, das passende Telekommunikationsunternehmen zu finden.

6. Tipp: Mobilitätskosten checken

Wer in eine Stadt mit einem gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehrsnetz zieht, kommt in der Regel mit einer Monatskarte und einem Fahrrad gut über die Runden. Das ist meistens auch die günstigste Möglichkeit. Allerdings ist diese Kombination nicht immer machbar. Ein Auto ist in vielen Fällen unverzichtbar. Betroffene sollten die effektiven Mobilitätskosten deshalb im Vorfeld einmal gegenüberstellen, um für sich zu klären, wie teuer sie ein Auto im Vergleich zur Bus-/Bahnfahrkarte, Fahrrad oder Motorrad kommt. Die Kosten eines Autos belaufen sich nämlich nicht nur auf den Sprit, sondern es kommen noch diese Kosten hinzu:

  • Wartungskosten (Wintercheck, Reifenwechsel etc.)
  • Pflegekosten (Auto Waschen, Innenraum reinigen, Gummidichtungen pflegen, Motor säubern u.a.)
  • Betriebskosten wie Öl, Schmierstoffe, Frostschutz, Reifen
  • Steuern
  • Versicherung (auch hier ist ein Anbietervergleich bares Geld wert)

Rechnet man all das zusammen und hält die voraussichtlich zurückzulegende Strecke dagegen, ergibt sich ein Kilometerpreis. Das Ganze lässt sich nun im Vergleich zu den Fixkosten für Bus und Bahn, Rad oder Motorrad stellen, wobei fürs Motorrad eine ähnlich detaillierte Rechnung aufzustellen ist, wie fürs Auto. Fürs Motorrad schlägt übrigens noch der Faktor Kleidung/Helm/Ausrüstung zusätzlich zu Buche.


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