Gehalt – Konstruktionsmechaniker/in

Verschiedenste Einflussfaktoren lassen die Gehälter von Konstruktionsmechaniker/innen unterschiedlich ausfallen. Die Kenntnis über die Gehaltsstrukturen können bei der Wahl des Arbeitgebers und bei Gehaltsverhandlungen helfen. Wir informieren dich über die monetären Aspekte sowohl in als auch nach der Ausbildung. Die unten genannten Zahlen dienen lediglich der Orientierung und geben kein Anspruchsrecht.

Gehalt während der Ausbildung

Konstruktionsmechaniker/innen erhalten in der Ausbildung eine monatliche Vergütung. Diese wird von der Region, möglichen tariflichen Regelungen und der Branche beeinflusst. Liegt keine Tarifanbindung des Ausbildungsbetriebes vor, muss dieser laut Berufsbildungsgesetz eine angemessene Vergütung zahlen. Gemäß den Tarifinformationen des Bundes und der Länder können die branchentypischen tariflichen Vereinbarungen wie folgt aussehen:

Metallhandwerk – je nach Bundesland:

  1. Ausbildungsjahr: € 400 bis € 842 brutto
  2. Ausbildungsjahr: € 450 bis € 885 brutto
  3. Ausbildungsjahr: € 490 bis € 957 brutto
  4. Ausbildungsjahr: € 535 bis € 1.012 brutto

Metall- und Elektroindustrie – je nach Bundesland:

  1. Ausbildungsjahr: € 976 bis € 1.047 brutto
  2. Ausbildungsjahr: € 1.029 bis € 1.102 brutto
  3. Ausbildungsjahr: € 1.102 bis € 1.199 brutto
  4. Ausbildungsjahr: € 1.141 bis € 1.264 brutto

Finanzielle Förderung während der Ausbildung bietet Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Informationen dazu können von der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden.

Gehalt nach der Ausbildung

Wer seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und einen Arbeitsvertrag in der Tasche hat, kann sich auf eine anspruchsvolle Tätigkeit freuen. Durch die selbstständige Ausübung der Tätigkeiten und der damit verbundenen Verantwortungsübernahme fällt das Einkommen höher aus, als in der Ausbildung. Nach Angaben des Statistischen Taschenbuchs Tarifpolitik – WSI-Tarifarchiv 2017 beträgt die beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung € 3.060 bis € 3.362 im Monat. Gemäß Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere Entgelt (Median) in Deutschland für Berufe im Metallbau mit fachlich ausgerichteten Tätigkeiten bei € 2.787 brutto im Monat. Doch durch Faktoren wie die Aus- und Weiterbildung, die Anforderungen an die Tätigkeit, Berufserfahrung, Branche und das Bundesland kann das tatsächliche Gehalt unter oder über dem Wert liegen. Durch das Ost-West-Gefälle verdienen Angestellte dieser Berufsgruppe im Osten bis € 2.253 brutto. Im Westen hingegen sind es 2.788 € − 3.435 € brutto.

Gehalt mit verbesserter Qualifikation

Eine Aufstiegsweiterbildung bietet neue berufliche Perspektiven und bessere Gehaltsaussichten. Meist bieten Weiterbildungen nämlich einen Einstieg in eine Führungsposition. Gute Möglichkeiten stellen eine Aufstiegsweiterbildung als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall oder eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Metallbautechnik dar. So können Industriemeister/innen gemäß Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration zwischen € 3.646 bis € 3.960 brutto im Monat verdienen. Bei Technikern/innen der Fachrichtung Metallbautechnik sind Gehälter von € 3.800 bis € 4.163 brutto möglich.

Wer lieber studieren möchte, für den könnte ein Studium im Fach Konstruktionstechnik oder Maschinenbau interessant sein.

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