Justizfachwirt Einstellungstest: Das musst du können

Für viele junge Menschen ist die Arbeit in der Justiz ein absoluter Traum. Das Gute: Dieser Traum muss natürlich nicht unerfüllt bleiben, sondern kann in die Realität verwandelt werden. Das allerdings funktioniert nicht gerade im Handumdrehen, denn zum Beispiel als angehender Justizfachwirt oder Justizfachwirtin musst du erst einmal ein Auswahlverfahren und einen Justizfachwirt Einstellungstest meistern. Aber was genau hat es damit auf sich? Und wie sieht überhaupt der Arbeitsalltag eines Justizfachwirts aus? Diese und weitere wichtige Fragen werden wir im Folgenden beantworten.

Justizfachwirt Einstellungstest

Justizfachwirt: Wie sieht der Tätigkeitsbereich aus?

Als Justizfachwirt oder Justizfachwirtin bist du nach dem Abschluss deiner Ausbildung zum Beispiel bei Gerichten und Staatsanwaltschaften beschäftigt. Tätig bist du also im öffentlichen Dienst, genauer gesagt als Beamter im mittleren Justizdienst. Ähnlich wie ein Justizfachangestellter, ist auch ein Justizfachwirt in der Geschäftsstelle des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft tätig. Hier gehören zum Aufgabenbereich zum Beispiel die Klärung von Kostenangelegenheiten, die Entschädigung für Zeugen oder ähnliches. Zusätzlich dazu sind die Justizfachwirte aber auch für den direkten Kontakt mit den Bürgern und Bürgerinnen zuständig und dienen hier oftmals als erste Anlaufstelle.

Achtung
Bevor du als Justizfachwirt durchstarten kannst, musst du den Einstellungstest im Auswahlverfahren meistern. Damit dir dies gelingt, stellen wir dir für die Vorbereitung unseren speziellen Online Kurs zur Verfügung!

Justizfachwirt werden: Was muss ich mitbringen?

Bevor du dich in der Justiz bewirbst, solltest du unbedingt die unterschiedlichen Anforderungen an den jeweiligen Beruf beachten. Möchtest du zum Beispiel in einer JVA tätig werden, musst du eine gewisse körperliche Fitness mitbringen. Aber keine Angst: Im Falle einer Karriere als Justizfachwirt spielt deine körperliche Fitness keine Rolle. Dennoch werden gewisse Anforderungen an deine Person gestellt. So solltest du einen Realschulabschluss vorweisen können oder alternativ den Hauptschulabschluss mit einer für diesen Beruf förderlichen abgeschlossenen Ausbildung. Darüber hinaus sollten Justizfachwirte gut mit Zahlen umgehen können, ein offenes Ohr für das Anliegen anderer Menschen haben, hilfsbereit sein und eine ruhige und gesellige Art haben.

Achtung
Die Anforderungen in der jeweiligen Berufsbeschreibung sind keinesfalls nur eine Richtlinie. Kannst du die Anforderungen nicht erfüllen, kannst du dir das Einreichen deiner Bewerbung als Rechtspfleger bzw. Justizfachangestellter sparen. Die Aussichten auf einen Erfolg sind dann verschwindend gering bzw. nicht vorhanden.

Bewerbung als Justizfachwirt einreichen

Eingereicht wird die Bewerbung für eine Ausbildung zum Justizfachwirt natürlich direkt beim jeweiligen Gericht. Das bedeutet auch, dass von Gericht zu Gericht oder Staatsanwaltschaft Unterschiede im Bewerbungsverfahren beachtet werden müssen. Ratsam ist es so, sich vor dem Einreichen der Bewerbung mit den genauen Anforderungen im jeweiligen Bundesland zu beschäftigen. In einigen Fällen kann die Bewerbung zum Beispiel bequem online eingereicht werden, in anderen Bundesländern wird weiterhin auf den Postweg gesetzt. Welche Unterlagen und Nachweise in deiner Bewerbungsmappe zu finden sein müssen, erfährst du ebenfalls auf der jeweiligen Webseite bzw. der Stellenbeschreibung.

Beachten solltest du in jedem Fall, dass du mit deinen Bewerbungsunterlagen einen guten Eindruck hinterlassen muss. Dies ist der erste Eindruck, den das Gericht von dir bekommen wird. Dementsprechend bemüht solltest du sein, dich gut zu präsentieren. Hierzu gehört in erster Linie die Vollständigkeit in deinen Unterlagen, gleichzeitig aber auch ein ansprechender Eindruck.

Wichtig
Solltest du mit dem Verfassen einer Bewerbung erfahrungsgemäß Schwierigkeiten haben, solltest du dich im Vorfeld noch einmal genau damit beschäftigen, wie eine gelungene Bewerbung auszusehen hat.

Auswahlverfahren & Justizfachwirt Einstellungstest

Konntest du mit deinen Bewerbungsunterlagen einen guten Eindruck hinterlassen, ist der erste wichtige Schritt in die Karriere getan. Hierbei handelt es sich allerdings nur um den Anfang. Alle Bewerber mit überzeugenden Unterlagen werden im weiteren Ablauf zum Eignungstest bzw. dem umfangreichen Testverfahren zur Eignungsfeststellung eingeladen. Unterteilen lässt dies im Prinzip in zwei wesentliche Bestandteile. Den schriftlichen Einstellungstest und den mündlichen Einstellungstest.Und genau die wollen wir uns jetzt einmal ein wenig genauer ansehen.

Schriftlicher Einstellungstest

Der schriftliche Einstellungstest wird von den meisten Bewerbern als größte Hürde im Auswahlverfahren beschrieben. Verwunderlich ist das nicht, denn es handelt sich um gleich mehrere Prüfungen verpackt in einem Test. Konkret werden dir unterschiedliche Fragen aus ganz verschiedenen Bereichen gestellt. Welche dies sind, siehst du hier:

  • Allgemeinwissen
  • Sprachkenntnisse
  • Mathematikkenntnisse
  • Logisches Denken
  • Merkfähigkeit
  • Konzentration
  • Arbeitsplatzbezogenes Fachwissen
  • Persönlichkeitstest
Wichtig
Der schriftliche Justizfachwirt Einstellungstest kann schon deine Endstation sein. Zeigst du hier keine ausreichend guten Leistungen, wirst du aus dem Auswahlverfahren aussortiert.

Mündlicher Einstellungstest

Bewerber, die im schriftlichen Einstellungstest eine gute Figur hinterlassen konnten, werden anschließend auch zu einem mündlichen Einstellungstest eingeladen. In der Regel handelt es sich hierbei jedoch nur noch um ein Vorstellungsgespräch, in welchem zum Beispiel Fragen zu deiner Motivation, deinen Stärken oder deinen Schwächen gestellt werden können. Es liegt auf der Hand, dass du dich natürlich auch im Vorstellungsgespräch von deiner besten Seite zeigen solltest.

Kleiner Exkurs: In der Justiz sind zahlreiche unterschiedliche Berufe zu finden. Das genaue Auswahlverfahren variiert dabei teilweise deutlich. Wer zum Beispiel eine Karriere in der JVA anstrebt, muss seine körperliche Fitness auch in einem Sporttest unter Beweis stellen und sich zusätzlich einer ärztlichen Gesundheitsprüfung unterziehen. Ebenso ist es zum Beispiel im Falle eines Studiums in der Justiz so, dass anstatt des Vorstellungsgesprächs ein ganzes Assessment-Center durchlaufen werden muss.

Fazit: Den Einstellungstest musst du auf jeden Fall meistern

So viel steht fest: Der Weg zur Arbeit als Justizfachwirt ist keinesfalls kurz. Stattdessen ist es ein recht langer Weg durch das Auswahlverfahren und die Ausbildung, der zudem durch einige Hürden gekennzeichnet ist. Du musst dich erst einmal in einem schriftlichen Einstellungstest beweisen, nachdem du bereits mit überzeugenden Bewerbungsunterlagen punkten konntest. Anschließend musst du dein Können dann auch noch in einem Vorstellungsgespräch zeigen und hier mögliche Restzweifel vor der Einstellung aus dem Weg räumen. Das Gute: Mit der richtigen Vorbereitung sind diese Aufgaben allesamt lösbar. Du solltest also intensiv für deinen Einstellungstest üben, was am besten online mit Hilfe unseres Testtrainers erledigt werden kann. Dieser zeigt dir nicht nur passende Fragen auf, sondern liefert gleichzeitig auch die richtigen Antworten – und sorgt so für einen optimalen Lerneffekt.

Bildquellen

  • Justizfachwirt Einstellungstest: Pixabay

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