Jura Studium - Erfahrungen und Voraussetzungen

Juristen und Juristinnen müssen zuerst ein Studium in Rechtswissenschaften erfolgreich abgelegt haben, um sich dann mit Gesetzen und Rechtsnormen, die das gesellschaftliche Miteinander regeln zu befassen. Durch rechtliche Beratungen und Ausgestaltungen wirken sie an Rechtsnormen, Rechtsordnungen und Rechtssystemen mit. Bei Rechtsstreitigkeiten führen sie Klärungen herbei.

Voraussetzungen für ein Jura-Studium
Ein Jura-Studium im herkömmlichen Sinn wird grundsätzlich nur an den Universitäten angeboten. Voraussetzung für das Studium ist somit eine Allgemeine Hochschulreife. Zusätzlich legen einige Universitäten einen eigenen Numerus Clausus fest, wobei an den meisten Universitäten das Jura Studium ohne Numerus Clausus ist. An Fachhochschulen ist nur ein Studium in Wirtschaftsrecht oder eine Ausbildung zum Rechtspfleger möglich mit eingeschränkten Möglichkeiten. Grundlegend für alle Studenten ist die Fähigkeit sich mündlich und schriftlich verständlich äußern zu können. Sprache ist das Werkzeug der Juristen, welche sie alle perfekt beherrschen sollten. Gute Latein-Kenntnisse sind von Vorteil, sie werden aber vor dem Studienbeginn nicht zwingend vorausgesetzt.

Dauer / Erfahrungen zum Jura-Studium
Dauer: Auch nach der Umstellung der meisten Universitäten auf den Bachelor/Master-Studiengang ist nach den 6 Semestern für den Bachelor und 4 weiteren für den Master noch lange nicht Schluss. Denn dann kommen noch weitere zwei Jahre Referendariat dazu, um zum zweiten Staatsexamen zugelassen zu werden. Dieses sollte man bestehen um ein vollwertiger Jurist zu sein. Für das zweite Staatsexamen sollte man ebenfalls ein Semester einplanen, denn die mündliche Prüfung kommt meist 5 Monate nach den schriftlichen Prüfungen. Somit sind es insgesamt mindestens. 7,5 Jahre Studiendauer für einen vollwertigen Juristen, wobei in der Wirtschaft beispielsweise bei den Wirtschaftsprüfern ein Master-Studium häufig vollkommen ausreicht. Wer sich vor dem Studienbeginn nicht ganz sicher ist, sollte in jedem Fall das Angebot der Studienberatung der Universitäten nutzen. Schließlich ist ein Studium in Rechtswissenschaften oft sehr langwierig und hat nicht selten bis zum zweiten Staatsexamen viel Kraft und Nerven gekostet, was am Ende nicht zum gewünschten Ziel führte. 

Die Arbeit eines Juristen

Juristen und Juristinnen arbeiten nach Abschluss der Ersten juristischen Prüfung hauptsächlich in der privaten Wirtschaft, z.B. in Rechts- und Personalabteilungen von Unternehmen sowie bei Banken und Versicherungen. Aber auch in der öffentlichen Verwaltung, etwa bei Ministerien, Ämtern und Behörden, sowie in Rechtsanwaltskanzleien, Notariaten, Patentanwaltskanzleien und in Institutionen der Rechtspflege können sie tätig sein. Nach erfolgreichem Abschluss der zweiten juristischen Staatsprüfung haben sie Zugang zur Tätigkeit als Rechtsanwalt bzw. -anwältin, Notar/in, Staatsanwalt bzw. -anwältin oder als Richter/in. Rechtsanwälte spezialisieren sich meist auf ein bestimmtes Themengebiet. Es gibt beispielsweise einige Anwälte, die sich auf die Rechtsberatung bei Abmahnungen spezialisiert haben. Unternehmen, deren Tätigkeitsschwerpunkt in den Abmahnungen liegt, führen dazu, dass es wiederum Anwälte gibt die Betroffenen mit Rechtsberatung zur Seite stehen. Darüber hinaus sind Juristen und Juristinnen in Unternehmensberatungen, an Universitäten und Fachhochschulen, bei Wirtschaftsverbänden und -prüfungsgesellschaften oder in Arbeitnehmervereinigungen tätig. Die Einsatzmöglichkeiten sind somit sehr vielfältig.

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