Jura Studium – Erfahrungen und Voraussetzungen

Jurastudium - Auswahlverfahren, NC und EignungstestDas Jurastudium ist populärer und wichtiger denn je. Juristen werden gut bezahlt und haben auch in Zukunft gute Perspektiven. Durch rechtliche Beratungen und Ausgestaltungen wirken sie an Rechtsnormen, Rechtsordnungen und Rechtssystemen mit. Bei Rechtsstreitigkeiten führen sie Klärungen herbei.

Welche Voraussetzungen gibt es für das Jurastudium?

Da die Universitäten die allgemeine Hochschulreife für ein Jurastudium mit Staatsexamen voraussetzen und an den Fachhochschulen bestenfalls reines Wirtschaftsrecht angeboten wird, ist für ein Jurastudium das allgemeine Abitur nötig. In Ausnahmefällen, wie in Brandenburg, auch auch eine Zulassung zum Examenstudium mit der Fachhochschulreife möglich. Neben der Hochschulreife sind Kenntnisse in Latein von Vorteil, aber nicht zwingend notwending. Weiterhin ist während des Studiums viel Fleiß, Ausdauer und ein gutes Gedächtnis sehr wichtig.

Ein Jura-Studium im herkömmlichen Sinn wird grundsätzlich nur an den Universitäten angeboten. Voraussetzung für das Studium ist somit eine Allgemeine Hochschulreife. Zusätzlich legen einige Universitäten einen eigenen Numerus Clausus fest, wobei an den meisten Universitäten das Jura Studium ohne Numerus Clausus ist. An Fachhochschulen ist nur ein Studium in Wirtschaftsrecht oder eine Ausbildung zum Rechtspfleger möglich mit eingeschränkten Möglichkeiten. Grundlegend für alle Studenten ist die Fähigkeit sich mündlich und schriftlich verständlich äußern zu können. Sprache ist das Werkzeug der Juristen, welche sie alle perfekt beherrschen sollten. Gute Latein-Kenntnisse sind von Vorteil, sie werden aber vor dem Studienbeginn nicht zwingend vorausgesetzt.

Wie läuft das Jurastudium ab?

Die neun Semester Studium teilen sich häufig wie folgt auf, wobei die Gestaltung des Studienplans jeder Uni selbst überlassen ist: In den ersten vier Semestern des Grundstudiums belegen die Studenten Pflichtfächer wie Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Weiterhin erhalten Sie einen Einblick in die Methodenlehre und die philosophischen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Grundlagen des Rechts. Nach dem Grundstudium beginnt das Schwerpunktstudium, bei welchem der Student selbst seine Schwerpunkte setzen kann. Vorlesungen zu fachbezogenen Fremdsprachen, zu Schlüsselqualifikationen und ein dreimonatiges Praktikum während der vorlesungsfreien Zeit runden das Studium ab.

Warum ist das Jurastudium so schwer?

Grundsätzlich ist kein Studium zu schwer für diejenigen, die das nötige Talent dafür mitbringen. Für den Juristen gilt das gleiche wie für den Ingenieur, Mathematiker oder Mediziner: Man muss dafür geboren sein. Und ob einem das Studium liegt, sollte man möglichst früh feststellen. Problematisch wird es, wenn man erst vor dem zweiten Staatsexamen feststellt, dass es nicht das richtige Studium war. Was das Jurastudium im Vergleich zum BWL-Studium schwieriger macht, sind womöglich die nötigen Staatsexamen und bei neuen Semestern das nötige Durchhaltevermögen. Das macht sich aber, genau wie bei den Medizinern, durch eine höhere Besoldung bemerkbar. Und übrigens: Wer die Fernsehserie „Better call Soul“ kennt, weiß, dass gute Noten im Studium nicht unbedingt ausschlaggebend für die spätere Karriere sein müssen. Die Realität sieht natürlich immer etwas anders aus.

Wie lange dauert das Studium?

Die Regelstudienzahl beträgt an den deutschen Universitäten neun Semester, was etwa 4,5 Jahren entspricht. Zwischen den Semestern haben Studenten vorlesungsfreie Zeit, welche Sie für Praktika, Vorbereitung und Erholung nutzen können. Allerdings studieren viele Studenten über die Regelstudienzeit hinaus, also fünf Jahre oder länger.

Dauer: Auch nach der Umstellung der meisten Universitäten auf den Bachelor/Master-Studiengang ist nach den 6 Semestern für den Bachelor und 4 weiteren für den Master noch lange nicht Schluss. Denn dann kommen noch weitere zwei Jahre Referendariat dazu, um zum zweiten Staatsexamen zugelassen zu werden. Dieses sollte man bestehen um ein vollwertiger Jurist zu sein. Für das zweite Staatsexamen sollte man ebenfalls ein Semester einplanen, denn die mündliche Prüfung kommt meist 5 Monate nach den schriftlichen Prüfungen. Somit sind es insgesamt mindestens. 7,5 Jahre Studiendauer für einen vollwertigen Juristen, wobei in der Wirtschaft beispielsweise bei den Wirtschaftsprüfern ein Master-Studium häufig vollkommen ausreicht. Wer sich vor dem Studienbeginn nicht ganz sicher ist, sollte in jedem Fall das Angebot der Studienberatung der Universitäten nutzen. Schließlich ist ein Studium in Rechtswissenschaften oft sehr langwierig und hat nicht selten bis zum zweiten Staatsexamen viel Kraft und Nerven gekostet, was am Ende nicht zum gewünschten Ziel führte.

Wo kann man nach dem Jurastudium arbeiten?

Die meisten Absolventen landen nach dem Jurastudium als Rechtsanwälte in Kanzleien. Auch Großkonzerne und Verwaltungsämter sind auf juristische Unterstützung angewiesen und bieten Juristen deshalb Vollzeitstellen an. Die wenigsten Absolventen mit einem überragendem Abschluss schaffen es zum Richter oder Staatsanwalt.

Wie sind die Perspektiven für Juristen?

Nach einer Arbeitsmarktanalyse 2015 vom Karrierenetzwerk e-fellows ist die Nachfrage nach Juristen im Allgemeinen sehr stabil. Generell gilt für den Anwaltsberuf: Je besser die Noten im Staatsexamen, desto besser die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und auch im Vergleich deutlich höhere Gehälter sind möglich. In den Top-20-Kanzleien sind Einstiegsgehälter von 85.000 – 125.000 EUR / Jahr brutto üblich, die meisten müssen sich aber in Unternehmen, oder kleineren Kanzleien mit durchschnittlich 38.000 bis 50.000 EUR / Jahr brutto begnügen.

Die Arbeit eines Juristen

Juristen und Juristinnen arbeiten nach Abschluss der Ersten juristischen Prüfung hauptsächlich in der privaten Wirtschaft, z.B. in Rechts- und Personalabteilungen von Unternehmen sowie bei Banken und Versicherungen. Aber auch in der öffentlichen Verwaltung, etwa bei Ministerien, Ämtern und Behörden, sowie in Rechtsanwaltskanzleien, Notariaten, Patentanwaltskanzleien und in Institutionen der Rechtspflege können sie tätig sein. Nach erfolgreichem Abschluss der zweiten juristischen Staatsprüfung haben sie Zugang zur Tätigkeit als Rechtsanwalt bzw. -anwältin, Notar/in, Staatsanwalt bzw. -anwältin oder als Richter/in. Rechtsanwälte spezialisieren sich meist auf ein bestimmtes Themengebiet. Es gibt beispielsweise einige Anwälte, die sich auf die Rechtsberatung bei Abmahnungen spezialisiert haben. Unternehmen, deren Tätigkeitsschwerpunkt in den Abmahnungen liegt, führen dazu, dass es wiederum Anwälte gibt die Betroffenen mit Rechtsberatung zur Seite stehen. Darüber hinaus sind Juristen und Juristinnen in Unternehmensberatungen, an Universitäten und Fachhochschulen, bei Wirtschaftsverbänden und -prüfungsgesellschaften oder in Arbeitnehmervereinigungen tätig. Die Einsatzmöglichkeiten sind somit sehr vielfältig.

Welcher NC gilt für ein Jurastudium?

In Deutschland gibt es aktuell etwa 32 juristische Fakultäten und jede von diesen definiert eine eigene Zulassungsbeschränkung. Hier mal eine Übersicht zu den größten Hochschulen, welche ein Jurastudium mit und ohne NC anbieten:

Wir bringen Lernen auf ein neues Level!

Die Plakos Akademie hat bereits tausende Bewerber erfolgreich auf Einstellungstests vorbereitet und bei der persönlichen Weiterentwicklung unterstützt.