Jobmöglichkeiten in der Werbebranche

Kreative Jobs werden immer beliebter. Die jungen Arbeitnehmer wollen am liebsten alles selbst gestalten und einen erfüllenden Arbeitstag haben, der ihre Kreativität anregt. Es gilt, sich selbst in der Arbeit zu verwirklichen – und zwar am besten nicht als Freischaffender, sondern fest angestellt in einem Unternehmen, damit am Monatsende das Gehalt auch stimmt. Hohe Ansprüche an den Arbeitsmarkt – es gibt aber eine Branche, in der dies zumindest zu Teilen möglich ist: Die Werbebranche. Das Marketing braucht kreative Köpfe, um sich immer neue Werbekampagnen online wie offline ausdenken zu können. Das neudeutsch genannte Packaging Design ist dabei ein wirkungsvolles Hilfsmittel im Marketing. Die Produktverpackung bestimmt immerhin zu einem Teil die Kaufentscheidung: laut Statista beeinflusst die Verpackung bei Obst und Gemüse 10% der Kaufentscheidung, bei Fertiggerichten sogar 26% und bei Körperpflegeprodukten 16%. Hier ist ersichtlich, dass es verschiedene Jobmöglichkeiten im Marketing gibt. Der folgende vorgestellte Weg, von der ersten Idee einer Kampagne bis zu deren Ausführung, zeigt, wie viele Köpfe dabei mitmischen können.

Der Beginn der Kampagne

Es beginnt zuerst mit der Entscheidung eines Unternehmens, überhaupt eine neue Kampagne zu starten. Im Folgeschritt wird das Budget festgelegt und eine Agentur gebucht. Seitens der Agentur ist hier der Berater wichtig: Er ist das Bindeglied zwischen den beiden Parteien. Er nimmt von dem Unternehmen die Wünsche und Ideen entgegen sowie das zur Verfügung stehende Geld und bespricht dann mit der Agentur, ob die Kampagnenziele umzusetzen sind und wie der Terminplan aussehen könnte. Wenn der Auftrag angenommen wird, präsentiert der Berater die ersten Werbeideen dem Kunden, damit dieser weiß, mit welchem zeitlichen und finanziellen Aufwand er ungefähr rechnen muss und eventuell noch Ergänzungen einbringen kann, falls die Ideen der Agentur in eine gänzlich andere Richtung laufen, als der Auftraggeber das möchte.

Berater:

  • Kontaktperson zwischen Unternehmen und Agentur
  • Koordiniert die Terminplanung und achtet auf den Werbeetat
  • Stellt die Werbeideen dem Unternehmen vor

Die strategische Planung

Nachdem die Rahmenbedingungen abgesteckt sind, ist die strategische Planung wichtig: Welche Zielgruppe soll angesprochen werden? Welche Bedürfnisse haben diese? Laut Mirco Heck vom Gesamtverband der Kommunikationsagenturen GWA in Frankfurt/Main eignen sich für diesen Bereich besonders Menschen, die BWL mit Schwerpunkt Marketing studiert haben; aber auch der Studiengang Werbe- beziehungsweise Wirtschaftspsychologie kann hier von Vorteil sein. Zum Teil finden sich aber auch etliche Quereinsteiger. Dies ist ein Phänomen, dass in der Werbebranche häufig zu beobachten ist: Die meisten der darin arbeitenden Angestellten kommen als Quereinsteiger aus anderen Berufen. Die Arbeit der strategischen Planer klingt auf den ersten Blick einfach – die Zielgruppe und deren Bedürfnisse ausfindig machen – ist es aber nicht: Es gilt, Marktforschung zu betreiben, um herauszufinden, was überhaupt gerade gewollt ist. Einige Unternehmen, bei denen die Marktforschung direkt mit im Haus sitzt, haben dafür sogar Communitys ins Leben gerufen: Anhand den dort diskutierten Themen und einigen, konkreten Nachfragen der Nutzer ist ihnen klar, wie ihre Zielgruppe aussieht und was sie sich vom Produkt oder der Dienstleistung wünschen.

Die Erstellung der Kampagne

Erst danach geht es zur Erstellung der Kampagne, in deren Verlauf am besten das neue Design der Produkte mit vorgestellt wird. Immerhin passt zu einer modernen Kampagne manches Mal die alte Verpackung nicht, da sie doch eher altertümlich anmutet. Für die Gestaltung der Verpackung und der Werbedisplays sind bestimmte Designer verantwortlich, die sich in diesem Bereich weitergebildet haben. In diesem Schritt arbeiten außerdem die Texter und Art Directoren mit den Designern zusammen. Die erstere Gruppe ist diejenige, die alle Texte für die Werbung verfassen – von der Broschüre über Überschriften bis hin zu griffigen Sprüchen. Einen festen Ausbildungsweg gibt es hier nicht; Quereinsteiger werden oft angetroffen. Bei dem Art Director sind allerdings Grundlagen gefragt: Er muss eine Gruppe von Textern, Layoutern und anderen Werbeexperten koordinieren, damit aus der Kampagne ein einheitliches Bild in den verschiedenen Medien entsteht. Daher ist eine vorherige Ausbildung zum Designer, Gestalter oder Grafiker eine gute Basis.

Erstellung:

  • Unter anderem beteiligte Jobs: Texter, Designer, Layouter, Art Director
  • Designer/Layouter kümmern sich um das Aussehen der Plakate, Verpackungen etc.
  • Texter sorgen für die passenden, griffigen Texte
  • Art Directoren koordinieren alles, damit sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt

Fazit:

Kreative Köpfe sind in der Werbung gefragt – einen generellen Weg hinein in die Agentur gibt es aber nicht. Es ist wichtig, dass die Interessierten schon im Vorfeld im Studium Berufserfahrung durch Praktika sammeln. Weiterbildungen sind ebenfalls nötig. Die besseren Positionen folgen dann im Laufe der Zeit, wenn derjenige gute Arbeit leistet und durch seine Kreativität und guten Ideen überzeugen kann.

Bilder:

Abbildung 1: © DOC RABE Media – Fotolia.com

Abbildung 2: pixabay.com © leechonghyun CC0 1.0

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