Industriekauffrau /-mann Ausbildung und Gehalt



Industriekaufmann /-frau befasst sich in Unternehmen aller Branchen mit kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Aufgabenbereichen wie Materialwirtschaft, Vertrieb und Marketing, Personal- sowie Finanz- und Rechnungswesen. Sie arbeiten in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, z.B. in der Elektro-, Fahrzeug- oder Textilindustrie. Speziell für die Industriekaufleute haben wir einen Eignungstest vorbereitet.

Aufgaben
In den unterschiedlichsten Unternehmen steuern Industriekaufleute betriebswirtschaftliche Abläufe. In der Materialwirtschaft vergleichen sie u.a. Angebote, verhandeln mit Lieferanten und betreuen die Warenannahme und -lagerung. In der Produktionswirtschaft planen, steuern und überwachen sie die Herstellung von Waren oder Dienstleistungen und erstellen Auftragsbegleitpapiere. Kalkulationen und Preislisten zu erarbeiten und mit den Kunden Verkaufsverhandlungen zu führen, gehört im Verkauf zu ihrem Zuständigkeitsbereich. Außerdem erarbeiten sie gezielte Marketingstrategien. Sind sie in den Bereichen Rechnungswesen bzw. Finanzwirtschaft tätig, bearbeiten, buchen und kontrollieren Industriekaufleute die im Geschäftsverkehr anfallenden Vorgänge. Im Personalwesen ermitteln sie den Personalbedarf, wirken bei der Personalbeschaffung bzw. -auswahl mit und planen den Personaleinsatz.

Gehalt
Bruttogehalt nach Ausbildung: 2.450,00 EUR - 2.626,00 EUR im Monat.
1. Ausbildungsjahr: € 689 bis € 753
2. Ausbildungsjahr: € 739 bis € 802
3. Ausbildungsjahr: € 796 bis € 868

Prüfung
Zwischenprüfung In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres wird eine schriftliche Zwischenprüfung durchgeführt.
Abschlussprüfung Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen. In den Bereichen Geschäftsprozesse, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde ist eine schriftliche Prüfung abzulegen. Die Prüfung im Bereich Einsatzgebiet besteht aus einer Präsentation und einem Fachgespräch.

Prüfungsschwerpunkte sind in den einzelnen Bereichen zum Beispiel folgende

Themen
Geschäftsprozesse (Prüfungsdauer höchstens 180 Minuten):
Marketing und Absatz, Beschaffung und Bevorratung, Personal, Leistungserstellung
kaufmännische Steuerung und Kontrolle (höchstens 90 Minuten):
Leistungsabrechnung, Controlling, Kostenerfassung, Geld- und Wertströme, Betriebswirtschaft
Wirtschafts- und Sozialkunde (höchstens 60 Minuten):
Darstellung und Beurteilung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen der Berufs- und Arbeitswelt
Einsatzgebiet:
Hier sollen die Prüfungsteilnehmer/innen in einer Präsentation und einem Fachgespräch über eine selbstständig durchgeführte Fachaufgabe zeigen, dass sie komplexe Fachaufgaben aus der Welt der Industriekaufleute in der Praxis lösen können. Zur Vorbereitung der Präsentation ist ein höchstens fünfseitiger Report zu erstellen. Präsentation und Fachgespräch sollen zusammen höchstens 30 Minuten dauern.

Bei mangelhaften Prüfungsergebnissen in zwei der schriftlichen Prüfungen kann eine zusätzliche mündliche Prüfung durchgeführt werden, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Prüfungswiederholung - Nicht bestandene Prüfungen können nach dem Berufsbildungsgesetz zweimal wiederholt werden. Prüfende Stelle - Die Prüfung wird bei der Industrie- und Handelskammer abgelegt.

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