Prüfung Heilpraktiker Psychotherapie: Was kommt im Test dran?

Als Heilpraktiker übernimmst du einen Beruf mit enormer Verantwortung, gleichzeitig aber auch mit vielen Möglichkeiten. Menschen kommen hier zu dir, weil sie dir vertrauen und ihre Gesundheit bzw. den Genesungsvorgang nach einer Krankheit oder Verletzung in deine Hände legen. Schon allein das setzt voraus, dass es sich bei einem Heilpraktiker oder einer Heilpraktikerin um eine zuverlässige Person handelt, die genau weiß, was sie mit dem Körper des Patienten anstellen muss. Ob du das auch wirklich bist, wird in der Prüfung Heilpraktiker Psychotherapie herausgefunden, die für einen Berufsstart in diesem Bereich auf jeden Fall erfolgreich gemeistert werden muss.

Prüfung Heilpraktiker Psychotherapie

Heilpraktiker für Psychotherapie: Was genau tue ich im Beruf?

Als Heilpraktiker bist du ganz wesentlich für die Genesung und den Gesundheitsverlauf von Patienten zuständig. Du bist heilkundlich tätig, was bedeutet, dass du vor allem auf alternative Methoden wie die Naturheilkunde, die Alternativmedizin oder die Volksheilkunde zurückgreifst. Damit stellst du eine weitere Alternative in der medizinischen Vielfalt in Deutschland dar und übernimmst weitreichende Verantwortung. So bist du nicht nur für die Behandlung von psychologischen Krankheiten zuständig, sondern musst diese oftmals im Vorfeld auch ausfindig machen bzw. diagnostizieren. Im Bereich der Psychotherapie wirst du natürlich vor allem bei seelischen Leiden eingesetzt und versuchst, den Ursprung dieses Leidens zu erkennen und zu beheben. Dabei wird eine persönliche Therapie für den Patienten entwickelt, welche bestmöglich auf dessen Bedürfnisse angepasst wird. Tätig bist du als Heilpraktiker zum Beispiel in Gesundheits- oder Pflegezentren, aber auch in Reha-Einrichtungen oder vielleicht sogar deiner eigenen Praxis.

Achtung
Wer als Heilpraktiker tätig werden möchte, muss die Heilpraktikerprüfung der IHK erfolgreich meistern. Für die Vorbereitung auf diese Prüfung solltest du unbedingt unseren Online-Kursnutzen!

Wie werde ich Heilpraktiker?

In NRW, Bayern, Niedersachsen oder auch allen anderen Bundesländern in Deutschland gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie du eine Karriere als Heilpraktiker bzw. Heilpraktiker für Psychotherapie werden kannst. So kannst du die Heilpraktiker Ausbildung beispielsweise als Studium (Fernstudium), berufsbegleitende Ausbildung oder als Vollzeit-Ausbildung durchlaufen. Die Dauer der Ausbildung liegt zwischen zwölf und 30 Monaten, in einigen Fällen kannst du die Ausbildung aber schon in vier bis 16 Monaten durchlaufen. Hast du die Ausbildung fast beendet und auch sonst jede Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung erfüllt, kannst du mit einer erfolgreichen Teilnahme an der Heilpaktikerprüfung deine Ausbildung abschließen. Bei einem erfolgreichen Ergebnis darfst du dich anschließend dann ganz offiziell als Heilpraktiker oder Heilpraktikerin für Psychotherapie bezeichnen.

Achtung
Zur Verdeutlichung: Hast du nicht bestanden, hast du deine Ausbildung nicht erfolgreich abgeschlossen und musst die mündliche oder schriftliche Prüfung noch einmal wiederholen.

Prüfung Heilpraktiker Psychotherapie: Was genau kommt dran?

Wie bereits erwähnt, wird die Ausbildung zum Heilpraktiker oder zu Heilpraktikerin durch die Abschlussprüfung vor der IHK abgeschlossen. Hierbei handelt es sich im Prinzip um zwei Prüfungen, da neben einer schriftlichen Prüfung auch noch eine mündliche Prüfung abgelegt wird. Als größere Hürde wird dabei in der Regel die schriftliche Prüfung bezeichnet, welche als enorm umfangreich bezeichnet werden kann und dich in ganz verschiedenen Prüfkategorien unter die Lupe nimmt. Welche das sind, haben wir für dich hier im Folgenden einmal aufgeführt:

  • Klassifikation und Diagnostik
  • Neurotische- und Belastungsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Schizophrenie
  • Affektive Störungen
  • Organische Störungen
  • Abhängigkeitserkrankungen
  • Störungen im Kinder- und Jugendalter
  • Essstörungen
  • Differentialdiagnose
  • Gesetzeskunde
  • Suizid
  • Therapieverfahren
  • Psychopharmaka

Wenig überraschend steht in der Prüfung Heilpraktiker Psychotherapie ziemlich genau das auf dem Prüfplan, was innerhalb deiner Ausbildung thematisiert wurde. Es geht hier zum Beispiel um das Diagnostizieren und die korrekte Klassifikation von Krankheitsbildern. Anders gesagt: Zu checken, welche Krankheit oder welches psychische Leiden der Patient überhaupt mit sich bringt. Darüber hinaus werden aber zum Beispiel auf affektive Störungen, organische Störungen, Essstörungen oder Abhängigkeitserkrankungen behandelt. Natürlich werden in der Heilpraktikerprüfung zudem auch noch einmal die möglichen Therapieverfahren abgefragt oder welche Psychopharmaka für welchen Patienten in welcher Situation geeignet sind.

Achtung
Bereits vor deiner Bewerbung für eine Ausbildung musst du verschiedene Voraussetzungen beachten. Hierzu gehört oftmals ein Mindestalter von 25 Jahren, zusätzlich sind mindestens der Hauptschulabschluss und die Vorlage eines einwandfreien Führungszeugnisses erforderlich.

Fallbeispiele: Diese Fragen erwarten dich

Damit du dir schon an dieser Stelle einmal einen Eindruck von den Aufgaben in der Prüfung Heilpraktiker Psychotherapie verschaffen kannst, haben wir im Folgenden einmal einige Beispiele aufgeführt. Hierbei handelt es sich um echte Prüfungsfragen vergangener Tests, welche in der Zukunft so natürlich nicht mehr drankommen. Dennoch helfen sie dir, einen Eindruck von der Art der Aufgaben im Test zu bekommen. Durchgeführt wird der Test übrigens als Multiple-Choice-Test, so dass dir immer mehrere Antwortmöglichkeiten für jede Frage zur Verfügung stehen.

  1. Welche der folgenden Aussagen zur Multiplen Sklerose treffen zu?
    a) Männer sind etwa doppelt so häufig wie Frauen betroffen
    b) übertragen wird die Krankheit durch Zecken
    c) Der Ersterkrankungsgipfel liegt zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr
    d) Eine dementielle Entwicklung ist möglich
    e) im Krankheitsverlauf kommt es bei manchen Patienten zu psychischen Veränderungen mit affektiven Störungen
  2. Zu den Störungen der Psychomotorik bei schizophrenen Erkrankungen gehören:
    a) Haltungsstereotypien
    b) Echolalie
    c) Sinnlose motorische Aktivitäten
    d) „Wächserne Biegsamkeit“
    e) Bewegungs- und Sprachstereotypien
  3. Zur Manie gehören:
    a) Stimmungsschwankungen mit Niedergeschlagenheit und Verzweiflung
    b) unangepasstes, distanzloses Verhalten
    c) innere Getriebenheit, vermehrte Aktivität
    d) ausgeprägter Rededrang
    e) gesteigertes Schlafbedürfnis mit Tag-Nacht-Umkehr
  4. Ursachen von organischen psychischen Störungen sind am ehesten:
    a) Hirninfarkte
    b) Morbus Crohn
    c) Morbus Parkinson
    d) Spinalkanalstenose
    e) Atopisches Ekzem
Achtung
Die Duchfallquote 2018 oder auch 2017 können als recht hoch bezeichnet werden. Der Test ist durchaus schwer und so solltest du dich intensiv auf die Heilpraktikerprüfung vorbereiten.

Vorbereitung: So bereitest du dich auf die Heilpraktikerprüfung vor

Es genügt bereits ein Blick auf die Prüfkategorien und die detaillierten Fragen, um feststellen zu können, dass für die Heilpraktikerprüfung auf jeden Fall eine intensive Vorbereitung erforderlich ist. Du solltest für den Test am besten online üben und dich über mehrere Wochen mit den einzelnen Bereichen beschäftigen. Online-Testtrainer sind hierfür optimal geeignet, denn hier werden dir nicht nur Fragen, sondern gleichzeitig auch die korrekten Lösungen angezeigt. Somit dient der Online-Testtrainer im Prinzip als Prüfungscoach mit Lernstrategien. Zusätzlich dazu solltest du natürlich einen Blick in die Unterlagen werfen, die du während deiner Ausbildung erhalten und ausgefüllt hast. Darüber hinaus schadet es nach unseren Erfahrungen nicht, sich auch mit dem einen oder anderen Buch zum Thema einzudecken oder mündliche Prüfung Protokolle zu studieren. Immerhin solltest du nicht vergessen, dass neben der schriftlichen Leistungsüberprüfung auch eine mündliche Leistungsüberprüfung durchgeführt werden muss. Du musst dich also in der Vorbereitung nicht nur auf die schriftlichen Fragen fokussieren, sondern solltest auch das Sprechen vor einer Gruppe oder mehreren Personen üben – natürlich im Idealfall über Themen, die auch Bestandteil deiner Ausbildung waren.

Wichtig
Du darfst die Prüfung natürlich keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Solltest du hier keine überzeugenden Leistungen vorweisen können, gilt die Prüfung als nicht bestanden und deine Ausbildung ist nicht erfolgreich abgeschlossen. Das bedeutet vor allem Wartezeit bis zum Berufseinstieg, da eine neue Anmeldung zur Prüfung erforderlich ist. Auch mit Blick auf die amtsärztliche Prüfung Heilpraktiker Kosten ist es natürlich empfehlenswert, direkt beim ersten Versuch zu bestehen.

Fazit: Die Prüfung trennt die Spreu vom Weizen

Heilpraktiker oder Heilpraktikerin in der Psychotherapie ist ein hochsensibler Beruf, da es hier um die Genesung bzw. das Lindern seelischer Leiden geht. Genau aus diesem Grund ist die Abschlussprüfung von der IHK auf jeden Fall Pflicht, bevor dieser Beruf offiziell ergriffen werden darf. Und die Prüfung hat es in sich. Natürlich steht hier so gut wie alles auf dem Prüfplan, was auch in der vorangegangenen Ausbildung abgefragt wurde. Du musst also in ganz verschiedenen Bereichen dein Wissen unter Beweis stellen, zusätzlich wartet neben dem schriftlichen Test auch noch eine mündliche Prüfung auf dich. Mit anderen Worten: Möchtest du hier etwas reißen, solltest und musst du dich definitiv richtig gut vorbereiten. Hierfür stehen dir die Online-Testtrainer zur Verfügung, welche als flexible und vor allem effiziente Hilfe bezeichnet werden können. Nutze sie also und sorge so dafür, dass du deine Prüfung Heilpraktiker Psychotherapie erfolgreich ablegst!



 

Bildquellen

  • Pruefung Heilpraktiker Psychotherapie: Pixabay

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