Gruppenübungen im Assessment Center - Tipps und Beispiele

Das Assessment Center erlaubt Unternehmen, die verschiedensten Fähigkeiten von neuen Bewerbern unter die Lupe zu nehmen. Ein sehr beliebtes Mittel sind Gruppenübungen. Diese haben den Vorteil, dass man gleich mehrere Bewerber miteinander interagieren lassen kann. Auf diese Weise versuchen Unternehmen aber auch Arbeitgeber wie die Polizei oder die Bundeswehr, sich ein Bild von den sozialen Kompetenzen der Bewerber zu machen.

Gruppenübungen sind in der Regel als eine Art Diskussionsrunde aufgebaut. Typischerweise wird zu Beginn ein Thema beziehungsweise eine Aufgabe vergeben, welche die Bewerber in der Diskussion bearbeiten sollen. Mitunter bekommen die einzelnen Teilnehmer im Vorfeld zudem bestimmte Rollen zugeteilt. Ihre Aufgabe ist es dann, bei der Diskussion aus der Sicht ihrer Rolle zu argumentieren. So kann beispielsweise eine Person der Chef sein, während eine andere den Vertriebsleiter und eine dritte den Forschungschef spielt. Alle drei haben jeweils eigene Interessen, die sie in der Gruppenübung vertreten sollen.

Die Ziele der Diskussion können unterschiedliche aufgebaut sein. Zudem kann der Ansatz eher konflikt-orientiert sein. In diesem Falle geht es darum, seinen eigenen Standpunkt so konsequent wie möglich durchzusetzen. Es gibt also in gewisser Weise Gewinner und Verlierer am Ende der Gruppenübungen. Diskussionen dieser Art sind allerdings eher selten. Wahrscheinlicher ist es, dass man aufgefordert wird, gemeinsam in der Gruppe einen Kompromiss zu finden, der für das Unternehmen am besten ist.

Beispiele für Gruppenübungen

Wie genau die Gruppenübungen aufgebaut sind, unterscheidet sich je nach Unternehmen. Die Polizei und die Bundeswehr setzt etwas andere Aufgaben ein als Unternehmen, die in der Wirtschaft aktiv sind. Oft geht es bei der Aufgabenstellung um aktuelle Themen, die das Unternehmen tatsächlich beschäftigen. So können sich die Aufgabenstellungen beispielsweise um Dinge wie den Fachkräftemangel, Trends für die Zukunft, Veränderungen im Unternehmen oder Förderung der Mitarbeiter drehen. Neben den sozialen Fähigkeiten ist bei den Gruppenübungen also durchaus auch Wissen gefragt. Zwar erwartet niemand, dass Bewerber zentrale Probleme eines Unternehmens lösen, man sollte sich aber durchaus etwas auskennen, in den Themen, die aktuell für den jeweiligen Arbeitgeber wichtig sind.

Gruppenübungen bei der Polizei und der Bundeswehr

Ähnlich spezifisch wie die Wirtschaftsunternehmen werden auch bei der Polizei und der Bundeswehr die Gruppenübungen eingesetzt. Auch hier spielen Themen, denen Polizisten im Alltag begegnen eine wichtige Rolle. Bei der Polizei beispielsweise gern eine wahrscheinliche Konfliktsituation ausgewählt, wie zum Beispiel das Thema Verfolgungsjagd, um diese dann in der Gruppe zu diskutieren. Bei der Bundeswehr erfolgt ein ähnliches Vorgehen.

Tipps und Tricks

Wer bei einer Gruppendiskussion glänzen will, sollte sich in jedem Falle vorbereiten. Wie schon erwähnt, kann man nur gut argumentieren, wenn man sich Wissen zu den jeweiligen Themen angeeignet hat. Darüber hinaus lohnt es sich, Diskussionen mit Freunden oder in der Familie zu üben. Durch die Erfahrung gewinnt man schnell an Sicherheit. Bei der Gruppendiskussion selbst gilt es anschließend, den feinen Pfad zwischen aktiv und zu dominant gehen. Man sollte sich in jedem Falle einbringen, aber auch nicht gleich das Gespräch komplett an sich reißen. Zudem spielt die Körpersprache eine wichtige Rolle. Ein selbstbewusstes und sicheres Auftreten kann viel über eine Person aussagen.


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