Gießereimechaniker

Ob Eisen, Stahl, Aluminium, Messing oder Kupfer: Wenn Metalle in Form gegossen werden, dann sind immer hohe Temperaturen im Spiel. Auch der Beruf des Gießereimechanikers kann einem den Schweiß auf die Stirn treiben, allein aufgrund der Temperaturen im Raum. Wer trotzdem Spaß an der Arbeit mit Metall hat und vor allem mit heißen Materialien arbeiten möchte, für den kann die Ausbildung der richtige Schritt sein.

Gießereimechaniker

Voraussetzung für die Bewerbung

Bevor Du Dich für eine Ausbildung bewirbst, lohnt sich immer ein Blick auf das Berufsbild. Als Gießereimechaniker fertigst Du Gussteile an, die vom Maschinenbau bis zur Raumfahrt in den unterschiedlichsten Industrien benötigt werden. Die Tätigkeit beginnt dabei immer erst einmal mit der Planung. Anhand von Zeichnungen und Modellen wird das Gussstück genau skizziert, bevor Du anschließend den Formsand nutzt, um Vorlage zu bauen und schließlich das fertige Produkt aus heißem Metall gießt.

Die Tätigkeitsbeschreibung macht deutlich, dass Interessenten einige Anforderungen erfüllen sollten. Zu diesen gehören sowohl handwerkliches Geschick als auch technisches Verständnis. Zudem ist eine genaue Arbeitsweise gefragt, schließlich sollen die fertigen Stücke keine Fehler aufweisen.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich für die Ausbildung nicht vorgeschrieben. Die meisten Auszubildenden haben einen Realschulabschluss, Hauptschüler haben aber ebenfalls Chancen. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Noten in bestimmten Fächern stimmen. Besonders Mathematik und Physik sind Fächer, auf die Unternehmen bei ihren Bewerbern einen genauen Blick werfen.

Der Rahmenlehrplan

Gießereimechaniker ist ein klassischer Lehrberuf in dualer Form. Du lernst also nicht nur in einem Betrieb, sondern auch in der Berufsschule. Insgesamt dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre, wobei Dich am Ende eine Prüfung erwartet. Hast Du diese nach Deiner Prüfungsvorbereitung erfolgreich bestanden, steht dem Start in das Berufsleben nichts mehr im Wege.

Bevor es aber soweit ist, lernst Du erst einmal die Grundlagen des Berufs. Die Berufsschule ist für die theoretischen Inhalte zuständig. Themen wie Physik, Wärmelehre, Gießereitechniken und Umweltschutz gehören zu Deinem Alltag. Ein wichtiger Punkt ist zudem der Sand, der aufgrund seiner Bedeutung für den Gießereiprozess einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

Im Betrieb geht es dann um die praktische Umsetzung der gelernten Theorie. Hier wirst du mit der Funktionsweise von Schmelzöfen und Großgussanlagen vertraut gemacht und lernst alles, was Du für das Gießen benötigst. Dabei geht es auch nicht nur um die Handhabung der Anlagen. Die Wartung, Instandhaltung und Reparatur sind ebenfalls wichtige Punkte.

Im Zuge der Ausbildung entscheidest Du Dich zudem für eine von sechs Fachrichtungen abhängig davon, welche Tätigkeiten Du einmal hauptsächlich durchführen möchtest. Zur Auswahl stehen:

  • Maschinenformguss (maschinelle Gießerei)
  • Druck- und Kokillenguss (Arbeit mit Dauerformen, die immer wieder benutzt werden)
  • Handformguss (Herstellung von Einzelstücken)
  • Feinguss (besonders kleine Teile)
  • Kernherstellung (Arbeit mit sogenannten Kernen für Hohlräume)
  • Schmelzbetrieb (Arbeit mit Legierungen)

Ausbildung und Gehalt

Im Zuge der Ausbildung erhalten die Auszubildenden ein Gehalt. Der Verdienst kann sich dabei je nach Unternehmen und Arbeitsort etwas unterscheiden. Folgende Richtwerte können Dir als Orientierung dienen:

1. Lehrjahr 790 bis 980 €
2. Lehrjahr 820 bis 1030 €
3. Lehrjahr 860 bis 1100 €
4. Lehrjahr 910 bis 1160 €
Berufseinstieg 2.000 bis 2.200 € brutto

Nach dem Abschluss der Ausbildung finden Gießereimechaniker Jobs beispielsweise in Gießereien, in der Hütten- und Stahlindustrie oder in Maschinenbauunternehmen. Als Weiterbildung kann der Industriemeister der Fachrichtung Gießerei ein interessanter Weg sein.

Gut zu wissen
Ein Studium an einer Fachhochschule, zum Beispiel im Studiengang Metallurgie, Hüttenwesen ist ebenfalls eine Option.

Tipps

Für eine erfolgreiche Bewerbung können Tipps und Tricks im Netz eine nützliche Hilfe sein. Diese helfen nicht nur bei Dingen wie dem Anschreiben, sondern beispielsweise auch bei einem Einstellungstest. Wartet ein solcher Test auf Dich, dann ist es immer nützlich, im Vorfeld zu üben. Durch die Aufgaben in Übungstests lernst Du nicht nur für den Test, sondern wirst auch mit dem Ablauf selbst vertraut. Kommt es dann zu Einstellungstest, kannst Du die Sache dann gleich viel ruhiger und konzentrierter angehen.



 

Bildquellen

  • Gießereimechaniker: Pixabay

Wir bringen Lernen auf ein neues Level!

Die Plakos Akademie hat bereits tausende Bewerber erfolgreich auf Einstellungstests vorbereitet und bei der persönlichen Weiterentwicklung unterstützt.