Gehaltsverhandlungen: Die besten Tipps und Tricks

Eine Gehaltsverhandlung ist für viele Arbeitnehmer zwar eine willkommene, gleichzeitig oftmals aber auch unangenehme Situation. Der Grund: Viele Arbeitnehmer gehen nicht richtig vorbereitet in dieses Gespräch. In der Tat siegt dann eher die Unannehmlichkeit, denn nicht selten gehen die Gehaltsverhandlungen so nicht erfolgreich aus. Genau aus diesem Grund zeigen wir dir im Folgenden einmal die wichtigsten Tipps, wie du bei deinem Chef mehr Gehalt rausholen kannst.

Gehaltsverhandlungen

Im Vorfeld: So bereitest du dich vor

Für den Erfolg der Gehaltsgespräche sind in der Regel mehrere Faktoren zuständig. Einer der wichtigsten ist deine persönliche Vorbereitung. Du solltest dir im Vorfeld genau überlegen, worin dein Mehrwert für die Firma liegt. Zusätzlich dazu solltest du nachweisen können, was du bisher geleistet hast und worauf sich der Chef bei dir verlassen kann. In diesem Zusammenhang ist eine sogenannte Leistungsmappe ratsam, in der deine Leistungen genauestens aufgeführt werden. Mit dieser kannst du in den Verhandlungen genau aufzeigen, was du geleistet hast. Zusätzlich dazu spielt der Zeitpunkt eine wichtige Rolle. Steckt deine Firma gerade in einem großen Projekt oder einer Umstrukturierung, solltest du lieber keine Gehaltsgespräche führen. Das Gleiche gilt auch dann, wenn du möglicherweise erst vor kurzer Zeit ein Verhandlungsgespräch hattest.

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In den Gehaltsverhandlungen: Tipps für mehr Erfolg

Ist der Zeitpunkt der Gehaltserhöhung Verhandlung gekommen, solltest du das Gehaltsgespräch richtig führen. Wie dir das gelingt, zeigen die folgenden Tipps:

1. Du bist am Zug

Studien und Forschungen ergeben, dass die Verhandlungen in der Regel für die Partei erfreulicher verlaufen, welche die Verhandlungen eröffnet. Du solltest also die erste „Zahl“ nennen, denn an dieser wird sich dein Gegenüber orientieren. Ein psychologischer Vorteil, den du auf jeden Fall für dich nutzen solltest.

2. Ein Klassiker: Nicht sofort zuschlagen

Da ein Gegenangebot deines Chefs zu erwarten ist, solltest du mit deinem Eröffnungsangebot natürlich nicht allzu schüchtern sein. Genau die gleiche Regel gilt im Prinzip für das erste Angebot des Unternehmens. Auch dieses wird nicht sofort beim Maximum ansetzen. Die zweite Regel ist daher ein echter Klassiker: Niemals das erste Angebot akzeptieren.

3. Kurios: Krumme Zahlen überzeugen

Studien haben ebenfalls herausgefunden, dass sich dein Gegenüber in Verhandlungen von krummen Zahlen beeindrucken lässt. Damit ist gemeint, dass du statt beispielsweise 3.500 Euro lieber 3.750 Euro als Gehalt einforderst. Der Grund liegt auch hier in der Psychologie: Dein Gegenüber registriert diese vermeintliche Genauigkeit und schätzt, dass du dich gut vorbereitet hast. Schließlich wäre dir eine derartige Zahl wohl kaum einfach unbegründet in den Kopf gekommen.

4. Distanz kann bei den Verhandlungen helfen

Sollten dir Gehaltsverhandlungen von „Angesicht zu Angesicht“ nicht sonderlich liegen, solltest du möglichst lange mit großer Distanz dein Gehalt verhandeln – zum Beispiel per E-Mail. Du hast hier wesentlich mehr Zeit, dir eine passende Antwort zu überlegen und stehst weniger unter Druck. Zusätzlich dazu haben auch hier Forschungen gezeigt, dass wir insgesamt selbstbewusster in die Verhandlungen gehen und zudem die Motive der Gegenseite genauer überprüfen.

5. Hol dir dein „Ja“

Wie du bereits gemerkt hast, spielt die Psychologie in den Gehaltsverhandlungen eine wichtige Rolle. Hilfreich ist es laut Studien, dem Gegenüber bereits im Vorfeld eine positive Grundstimmung „unterzujubeln“. Das gelingt zum Beispiel, indem du vor dem Gehaltsgespräch um etwas bezüglich der Arbeit bittest, was dein Chef auf jeden Fall mit einem „Ja“ beantworten wird. Alternativ kann es auch unmittelbar vor dem Gespräch etwas ganz banales sein. Wie zum Beispiel die Frage nach einem erholsamen Wochenende. Wichtig ist nur, dass deinem Chef das „Ja“ schon einmal vor der Gehaltsfrage über die Lippen gekommen ist.

Gut zu wissen
Auch in Verkaufsgesprächen greifen viele  Verkäufer auf den „Ja-Trick“ zurück. Achtest du bewusst in den nächsten Verkaufsgesprächen darauf, wird dir der Ansatz beim einen oder anderen Verkäufer sicherlich auffallen.

Fazit: Gut vorbereiten und Top-Gehalt holen

Deine Strategie Gehaltsverhandlung sollte natürlich lange im Vorfeld des eigentlichen Gesprächs stehen. Wichtig ist zunächst, dass du deinen eigenen Wert kennst. Du solltest zum einen vorweisen können, was du bereits geleistet hast und was du in der Zukunft für eine Bedeutung für die Firma haben wirst. Zusätzlich dazu solltest du natürlich im Vorfeld genau überlegen, bei welcher Summe du ansetzen möchtest. In den Gehaltsverhandlungen spielt vor allem die Psychologie eine große Rolle. Ganz gleich, wie erfahren dein Chef möglicherweise ist. Kombiniert mit der richtigen Vorbereitung kann dir dieses psychologische Feingefühl einen enormen Vorteil bringen. Und führt im Idealfall zu einem üppigen Gehalt.



 

Bildquellen

  • Gehaltsverhandlungen: Pixabay

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