Führungskräftetraining – Themen, Ablauf und Tipps zur Vorbereitung

Die Arbeitsleistungen der Mitarbeiter haben nicht nur mit ihrer Eigenmotivation zu tun. Sie ist auch vom Führungsverhalten abhängig, welches die Vorgesetzten ihnen gegenüber zeigen. Jeder mag gute und weniger adäquate Chefs kennen. Es ist allerdings auch eine Angelegenheit des Lernens, in diese Funktion richtig hineinzuwachsen. Denn die wenigsten Chefs sind als Vorgesetzte geboren worden. Wenn du selbst in dieser Phase steckst, dass du einen Sprung in der Karriere nach vorne gehen könntest, solltest du dir das Thema Führungskräftetraining anschauen, welches nachstehend bezüglich Themen und Ablauf eingehender beschrieben wird.

  1. Themen rund um das Führungskräftetraining

Das Thema Führungskräftetraining wird dann interessant, wenn deine Vorgesetzten und die Personalabteilung dich für die Führungsposition vorgesehen haben. Sie sehen dich für diese Position als geeignet an, auf die du dich zuvor beworben hast. 

Du bringst die fachlichen Qualifikationen und das Potenzial mit, diese Aufgabe zu übernehmen oder schnell in diese hineinzuwachsen. Gute und ebenso erfahrene Personalabteilungen wissen jedoch, dass gerade „Neulinge“ in der Vorgesetztenfunktion noch eine gewisse Unterstützung brauchen, um in die neue Position auch wirklich hineinzuwachsen. 

Viele Einzelgespräche mit den jeweiligen Vorgesetzten sind deswegen wöchentlich oder auch täglich vereinbart, um fehlende Kenntnisse in diesen Treffen aufzufüllen. Diese haben jedoch oft einen technischen Hintergrund oder klären Fragen des „Tagesgeschäfts“. Deswegen wird zusätzlich ein Führungskräftetraining implementiert, damit fehlende Führungseigenschaften erlernt und ausgebaut werden. Die konkrete Umsetzung wird mit einem externen Führungskräfte Coaching vollzogen, welches diverse Dienstleister anbieten. Nachstehend wird dir dies näher erklärt, damit du auch von deiner Seite aus ein Führungskräfte Coaching richtig mitgestalten kannst.

  1. Führungskräfte Coaching richtig gestalten

Das Führungskräfte Coaching wird wie erwähnt entweder von deinem Vorgesetzten angestoßen oder von der Personalabteilung. In großen Unternehmen ist das quasi schon ein Automatismus, wenn neue Führungskräfte ihre Aufgaben übernehmen. Es ist allerdings nicht mit einem „Mentoring“ zu verwechseln, welches innerhalb des Unternehmens ansässig ist und in Form eines firmeneigenen Mentors beigestellt wird. Der Mentor ist vielmehr derjenige, der den gesamten Prozess der Entwicklung, der Trainings begleitet und für persönliche Fragen zur Verfügung steht. Folgender Ablauf und Inhalt ist hingegen von einem externen Coach zu erwarten.

  1. Erstes Kennlerngespräch mit Ermittlung der Ziele, wie beispielsweise:
  1. Wohin möchtest du dich als Führungskraft entwickeln?
  2. Welche Führungsqualitäten sollen mit welchem Ziel trainiert werden?
  3. Welche Themen und Arbeitsfelder sind für dich wichtig?
  4. Welche täglichen Herausforderungen gibt es?
  5. Gibt es Konfliktpunkte mit Mitarbeitern und anderen Schnittstellen?
  6. Eruierung und Abgrenzung, was im Machbaren des Coachings liegt.
  1. Durchführung der Gespräche anhand der oben genannten Inhalte und ggf. Anpassungen der Inhalte, wenn sie sich verschieben sollten.
  1. Abschluss der vereinbarten Stunden oder Erweiterungskontingent beschließen, um restliche Fragen und Probleme zu klären.

Die Gespräche sind in Form von Reflexionen aufgebaut, welches das bisherige Denk- und Arbeitsverhalten systematisch unter die Lupe nimmt. Dies hat nämlich Einfluss auf das dahinterstehende Handlungsmuster und deine Verhaltensweisen, welche somit gleichzeitig reflektiert werden. Zu dem Punkt 1.e ist anzumerken, dass Konfliktpunkte nicht in dem Sinne wie eine Art psychologisch-beraterische Abarbeitung angegangen werden. Hier stehen vielmehr solche konflikthaften Situationen im Vordergrund, die beispielsweise durch die neu geschaffene Führungsposition innerhalb der Organisation entstehen. Sie führt automatisch zu Konflikten mit bestehenden Strukturen, die zugleich bestehende Kompetenzbereiche in Frage stellen oder sich zumindest mit ihnen konflikthaft überschneiden könnten. Deswegen ist das Coaching gerade hierbei wichtig und sollte unbedingt gerade zu Anfang begonnen werden. 

  1. Details zum Ablauf

In der Regel wird mit deinem Vorgesetzten, der Personalabteilung und dem Coach zuvor ein Kontingent ausgehandelt. Dies richtet sich nach den folgenden Aspekten:

  • Budget, welches zur Verfügung steht
  • Persönliche Voraussetzungen und Vorerfahrungen, die du bereits mitbringst
  • Schwierigkeit des Führungsthemas für diese spezielle Aufgabe

Meistens werden etwa 10 bis 15 Sitzungen gebucht, die später meistenteils noch etwas erweitert werden könnten. Es kann während der budgetierten Sitzungen oder bei einer möglichen Erweiterung zu einer Pause kommen, da die Ergebnisse über einen längeren Zeitraum eintrainiert werden sollten. Das braucht Zeit zur Anwendung, die dir mit solch einer Pause gegeben werden soll. Dementsprechend können weitere Sitzungen beispielsweise erst nach einem halben Jahr weitergehen. 

Für die einzelnen Sitzungen ist oftmals eine komplette Stunde angesetzt. Sie kann entweder innerhalb der Firma oder auch außerhalb stattfinden. Auf jeden Fall sollte garantiert sein, dass ein störungsfreier Rahmen und Raum dafür zur Verfügung stehen. Die Praxis des Coaches ist eigentlich der beste Ort dafür. Manchmal ist zwar der Anreiseweg noch zusätzlich als Aufwand vorhanden, der sich aber bezüglich des störungsfreien Rahmens und der Ergebnisse lohnt.

  1. Eigenes Einbringen, um das Führungskräfte Coaching richtig gestalten zu können

Es ist wichtig, dass du dich selbst stark in die Sitzungen miteinbringst, um das Führungskräfte Coaching richtig gestalten zu können. Das darfst du auch gerne, denn es ist ein in sich geschlossener Rahmen, der nur für dich bestimmt ist. Der Coach trägt nichts Persönliches nach außen zu anderen Abteilungen wie Vorgesetzte oder die Personalabteilung. Deswegen kannst du dich innerhalb der Sitzungen frei fühlen. Die angesprochenen Abteilungen werden vielmehr erfahren, ob die anberaumten Stunden ausreichend sind und es insgesamt wie erwartet bzw. zur Zufriedenheit abläuft. 

Dein maßgebliches eigenes Einbringen ist somit sehr wichtig, dass die Gespräche erfolgreich werden. Deswegen können dir die nachstehenden Tipps helfen, um dich auf die Gespräche besser vorzubereiten.

  1. Vor dem Erstgespräch: Du solltest dich entsprechend vorbereiten und möglichst selbst schon aufschreiben, was du erwartest und was du mit dem Coaching erreichen möchtest.
  1. Während des Coachings: Du solltest die erarbeiteten Erkenntnisse zeitnah im Arbeitsalltag anwenden, um diese auf Erfolg in den weiteren Gesprächen zu reflektieren. Sind sie nicht so wie erwartet, müsst ihr ggf. noch weitere Adaptionen vornehmen. Gemeinsam könnt ihr diese in den weiteren Sitzungen besprechen, was du entsprechend ändern solltest.
  1. Fazit zum Führungskräfte Coaching richtig gestalten

Das Coaching für Führungskräfte ist ein lohnendes Werkzeug, um diese effektiv weiterzuentwickeln. Es ist nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung für das Mentoring anzusehen. Du darfst es selbst wertschätzen, wenn es dir angeboten wird. Denn das Coaching erfordert zum Teil sehr hohe Ausgaben, die dein Unternehmen dafür aufbringt. Dementsprechend sollte es deine Motivation sein, es selbst mit gestalten zu wollen, damit es insgesamt ein Erfolg für dich wird.

Bildquellen

  • Aymanejed_40Pixabay.com_-_laptop-3196481_1280: Pixabay

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