Wie viel Friseure und Friseurinnen verdienen können

Das Einkommen von Friseuren/-innen ist meist nicht sehr hoch. Manche Betriebe zahlen ihren Angestellten lediglich den vorgeschriebenen Mindestlohn. Die Höhe der Vergütung ist abhängig von einer möglichen Tarifgebundenheit des Betriebes und dem Bundesland. Wir informieren dich über die möglichen Gehaltsaussichten sowohl in als auch nach der Ausbildung. Die untenstehenden Zahlen dienen lediglich der Orientierung und geben kein Anspruchsrecht.

Gehalt während der Ausbildung

Während der Ausbildung zahlt der Betrieb monatlich eine Ausbildungsvergütung. Diese erhöht sich von Lehrjahr zu Lehrjahr. Die Höhe der Vergütung ist von einer möglichen Tarifgebundenheit des Betriebes sowie dem Bundesland abhängig. Liegt keine Tarifbindung vor, muss der Betrieb lt. Berufsbildungsgesetz eine angemessene Vergütung zahlen. Als Orientierungshilfe dienen die tariflichen Bestimmungen. Die folgenden beispielhaften Monatsgehälter entsprechen den Tarifinformationen des Bundes und der Länder.

Friseurhandwerk – je nach Bundesland:

  1. Ausbildungsjahr: € 308 bis € 450 brutto
  2. Ausbildungsjahr: € 410 bis € 555 brutto
  3. Ausbildungsjahr: € 518 bis € 675 brutto

Finanzielle Förderung während der Ausbildung bietet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Informationen dazu können bei der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden.

Gehalt nach der Ausbildung

Ausgelernte Kräfte erhalten nach der Ausbildung natürlich ein höheres Gehalt als in der Lehre. Sie führen selbstständig Aufgaben aus und übernehmen mehr Verantwortung. Dies wird mit einem höheren Gehalt entlohnt. Die beispielhafte Bruttogrundvergütung beträgt lt. Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration € 1.636 bis € 2.102 brutto im Monat. Gemäß Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit beträgt das mittlere Entgelt (Median) für Friseure rund € 1.498 brutto im Monat. Im deutschlandweiten Vergleich sind regionale Unterschiede zu erkennen. Während Friseure/-innen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern mit € 1.499 bis € 1.693 am besten verdienen, bekommen Angestellte in Sachsen-Anhalt mit bis zu € 1.326 am wenigsten ausbezahlt. In den restlichen Bundesländern liegt das Gehalt zwischen € 1.327 und € 1.498 brutto im Monat. Seit August 2015 muss in Sachsen bei einer tariflichen Entlohnung und bestandener Gesellenprüfung der Mindestlohn in Höhe von € 8,50 brutto die Stunde lt. WSI Tarifarchiv gezahlt werden. In Nordrhein-Westfalen hingegen sind es € 9,10 brutto nach Tarif. Sind die Kunden zufrieden mit der erbrachten Leistung, können Trinkgelder das Einkommen etwas aufbessern.

Gehalt mit verbesserter Qualifikation

Um die Gehaltsaussichten zu steigern, entscheiden sich viele Friseure für eine Weiterbildung zum Meister. Die Intention ist zudem nicht selten der Wille zur Selbstständigkeit. Denn wer einen eigenen Friseursalon eröffnen möchte, kommt um den Meistertitel i.d.R. nicht herum. Als angestellter Meister ist ein Verdienst von € 1.200 bis € 3.000 brutto im Monat möglich. Zu beachten ist jedoch, dass die Weiterbildung mit bis zu € 10.000 hohe Kosten verursacht. Ein erfolgreicher Abschluss kann dennoch die Karrierechancen erhöhen. Bei einer Selbstständigkeit hängt dies davon ab, wie wirtschaftlich der Salon ist. Wer nicht zwingend die Selbstständigkeit anstrebt und auf den Meistertitel verzichten möchte, kann sich in anderen Bereichen spezialisieren. Üblich ist oft die Kombination mit einem kosmetischen Bereich, sodass neben dem Friseurhandwerk noch Zusatzleistungen angeboten werden können. Wer nicht in einem typischen Friseursalon arbeiten möchte, kann auch in die Beratung, Filmbranche o.ä. einsteigen, was andere Verdienstmöglichkeiten eröffnet.

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