Fleischer/in – Gehalt und Ausbildungsvergütung

Für den Beruf des Fleischers gibt es Tarifverträge, die das Einkommen regeln. Hierbei muss zwischen Industrie und Handwerk unterschieden werden. Wir geben dir einen Einblick in die finanziellen Möglichkeiten des Fleischerberufes. Die unten genannten Zahlen dienen der Orientierung und geben kein Anspruchsrecht.

Gehalt während der Ausbildung

Während der dualen Berufsausbildung erhalten die angehenden Fleischer/innen eine monatliche Vergütung, die von Lehrjahr zu Lehrjahr steigt. Die Höhe der Vergütung ist durch Tarifverträge geregelt. Laut Tarifinformationen des Bundes und der Länder sind die Regelungen von den Bundesländern und dem Bereich abhängig:

Fleischerhandwerk – je nach Bundesland:

  1. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 765 brutto
  2. Ausbildungsjahr: € 600 bis € 885 brutto
  3. Ausbildungsjahr: € 710 bis € 1.085 brutto

Fleischwarenindustrie – je nach Bundesland:

  1. Ausbildungsjahr: € 588 bis € 714 brutto
  2. Ausbildungsjahr: € 665 bis € 802 brutto
  3. Ausbildungsjahr: € 779 bis € 852 brutto

Ist der Ausbildungsbetrieb an keinen Tarif gebunden, muss er laut Berufsbildungsgesetz eine angemessene Vergütung zahlen.

Finanzielle Förderung während der Ausbildung bietet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Informationen dazu können von der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden.

Gehalt nach der Ausbildung

Am Anfang ihrer Karriere können sich ausgebildete Fleischer/innen auf ein Gehalt bis zu € 2.000 brutto pro Monat einstellen. Durch Aus- und Weiterbildungen und wachsender Berufserfahrung lässt sich das Gehalt erhöhen. Laut Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration kann die beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung monatlich € 2.334 betragen. Regionale Unterschiede sind jedoch erkennbar. Das mittlere Einkommen (Median) für Berufe in der Fleischverarbeitung mit fachlich ausgerichteten Tätigkeiten liegt bei € 2.091 brutto im Monat. Im Osten sind Gehälter bis € 1.811 brutto möglich, im Westen bis zu € 2.175 brutto im Monat. Die Zahlen beruhen auf Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und lassen erkennen, dass Angestellte dieser Berufe in den neuen Bundesländern tendenziell weniger verdienen, als Angestellte in den alten Bundesländern. Auch tarifliche Vereinbarungen werden bei den Erhebungen nicht außer Acht gelassen. In Nordrhein-Westfalen z.B. kann ein/e Fleischer/in laut WSI-Tarifarchiv € 11,94 bis € 14,21 brutto die Stunde verdienen (Stand 10.2017). In Sachsen hingegen sind es nach Tarif € 6,52 bis € 7,66 brutto die Stunde (Stand 09.1998). Durch verschiedene Einflussgrößen, die individuell zu bewerten sind, kann das tatsächliche Gehalt daher höher oder niedriger ausfallen. Mit einer verbesserten Qualifikation lässt sich generell ein höheres Einkommen erzielen.

Gehalt mit verbesserter Qualifikation

Berufliche Aufstiegschancen sind u.a. durch eine Aufstiegsweiterbildung oder durch ein Studium gegeben. Eine Aufstiegsweiterbildung als Fleischermeister/in oder als Techniker/in der Fachrichtung Lebensmitteltechnik mit dem Schwerpunkt Fleischereitechnik bieten beispielsweise Möglichkeiten, in eine Führungsposition zu gelangen. Laut Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration können Meister/innen um die € 3.178 pro Monat verdienen. Techniker/innen können zwischen € 3.403 und € 3.819 brutto erzielen. Als Meister/in hat man zudem die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Das Gehalt hängt dann vom Erfolg des Betriebes ab.

Wer lieber studieren möchte, kann ein Studium im Fach Lebensmitteltechnologie absolvieren.

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