Finanzwirt – Beruf, Aufnahmebedingungen beim Finanzamt / Einstellungstest

Finanzwirt

Der Spaß an der Arbeit mit Zahlen, ein Interesse an steuerlichen und wirtschaftlichen Vorgängen, ein gutes Gehalt oder ein sicherer Arbeitsplatz: Die Gründe für eine Ausbildung oder ein Studium für eine spätere Karriere als Finanzwirt können vielfältig sein. Trotz der Tatsache, dass es viele Vorurteile und Witze über Beamte des Finanzamts gibt, ergreifen in jedem Jahr viele junge Menschen die Chance, sich ihren Traum von einem Job beim Finanzamt zu verwirklichen.

Voraussetzungen für die Ausbildung

In Deutschland arbeiten über 4 Millionen Menschen für den Staat, die Länder oder die Kommunen. Ein nicht kleiner Teil davon ist in den verschiedenen Finanzämtern angestellt. Wer sich für eine Karriere als Finanzwirt interessiert, hat generell zwei Möglichkeiten. Zum einen bieten Finanzämter Ausbildungen zum Finanzwirt an. Hierfür sollte man schulisch mindestens einen Realschulabschluss mitbringen oder einen Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Weiterhin besteht die Möglichkeit für ein duales Studium, im Anschluss dessen man den Titel Diplom-Finanzwirt führen kann. Da es sich um ein Studium handelt, wird hier allerdings auch das Abitur vorausgesetzt.

Interessenten für eine Ausbildung sollten sich in jedem Falle für Themen wie Mathematik, Wirtschaft, Recht und Steuern interessieren. Im Falle von Mathematik ist es zudem nützlich, wenn sich das Interesse auch in den Schulnoten widerspiegelt. Darüber hinaus sind gute Kenntnisse am PC und Vertrautheit mit gängigen Office-Programmen gefragt, wobei auch das Thema Lernbereitschaft eine wichtige Rolle spielt. Besonders Steuergesetze und damit auch die dazu gehörigen Softwareprogramme unterliegen einer ständigen Veränderung. Als Finanzwirt muss man daher immer bereit sein, neue Dinge zu lernen und in seinen Arbeitsalltag zu integrieren.

Achtung
Gleich vorweg ist festzuhalen, dass du im Einstellungstest zum Finanzwirt ohne die richtige Vorbereitung keine Chance haben wirst. Wir empfehlen wir daher unbedingt unseren Online-Kurs, mit dem du dein Training optimal durchführen kannst.

Bewerbung und Einstellungstest

Die Finanzämter in Deutschland sind in den jeweiligen Bundesländern organisiert. Wer also beispielsweise in Berlin beim Finanzamt arbeiten möchte, muss sich mit dem Bewerbungsprozess des Finanzamts Berlin auseinandersetzen, interessiert man sich für das Finanzamt NRW als Arbeitgeber, dann gilt es, sich dort zu bewerben. Die Bewerbung erfolgt entweder über ein Online-Formular oder ganz klassisch mit Papier. Anschließend sichten die Finanzämter die Bewerber und laden einen Teil zum Einstellungstest ein.

Der Einstellungstest kann sich je nach Bundesland leicht unterscheiden. Generell werden sowohl Fähigkeiten als auch Wissen überprüft. Zu den Themenbereichen im Test können beispielsweise Sprachbeherrschungmathematisches VerständnisUrteilsvermögenArbeitseffizienzMerkfähigkeitEinfallsreichtum und Wissen gehören. Es schadet daher in keinem Fall, wenn man sich mit der Steuer- und Wirtschaftswelt schon in den Grundzügen auskennt. Im Anschluss an den Einstellungstest wartet noch ein Vorstellungsgespräch. In diesem wollen die entscheidenden Personen die Bewerber persönlich kennenzulernen, um sich von den potenziellen Beamten ein Bild zu machen.

Im Detail: Der schriftliche Einstellungstest

Wie bereits erwähnt, besteht der Einstellungstest Finanzwirt aus einem schriftlichen Test und einem mündlichen Test. Wir wollen an dieser Stelle noch einmal einen genaueren Blick auf den schriftlichen Einstellungstest werfen und haben die unterschiedlichen Prüfkategorien hier einmal aufgeführt:

  • Allgemeinwissen
  • Mathematisches Verständnis
  • Sprachverständnis
  • Logisches Denken
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Merkfähigkeit
  • Visuelles Denkvermögen

Konkret geht es im Einstellungstest Finanzwirt im Bereich der Allgemeinbildung zum Beispiel um politisches Wissen, geografisches Wissen oder historisches Wissen. Dass hier zudem das mathematische Verständnis eine übergeordnete Rolle spielt, dürfte nicht sonderlich überraschen. Zeigen musst du dein Können hier zum Beispiel im Bereich der Prozentrechnung, des Dreisatzes oder den Grundrechenarten. Darüber hinaus spielt das sprachliche Verständnis eine Rolle, schließlich führst du in deinem Beruf auch Gespräche mit Kollegen bzw. Mitarbeitern. Ebenso werden das logische Denken, deine Merkfähigkeit, deine Konzentrationsfähigkeit und dein visuelles Denkvermögen unter die Lupe genommen.

Achtung
Der schriftliche Einstellungstest wird als K.O-Test bezeichnet. Solltest du hier also durch negative Leistungen auffallen, wirst du aus dem Auswahlverfahren aussortiert und nimmst an den weiteren Tests gar nicht mehr teil.

Das mündliche Einstellungsverfahren

Solltest du im schriftlichen Auswahlverfahren gute Leistungen gezeigt haben, geht es mit dem mündlichen Auswahlverfahren weiter. In der Regel ist es hier so, dass die Finanzämter lediglich noch ein persönliches Gespräch mit dir führen wollen, so dass du zu diesem Zeitpunkt keine komplexen Aufgaben mehr bewältigen musst. Stattdessen fragt dich das Finanzamt zum Beispiel, warum du gerade diesen Beruf ergreifen möchtest oder was dich an der Arbeit bei einer Behörde besonders fasziniert. Hier gilt also: Möglichst authentisch bleiben und sich nicht verstellen – so wirst du in diesem Gespräch die meisten Punkte sammeln können.

Vorbereitung auf den Einstellungstest

Der Einstellungstest kann durchaus als größte Hürde vor einer Ausbildung Finanzwirt bezeichnet werden. Immerhin musst du dein Wissen hier in mehreren Bereichen unter Beweis stellen und zeigen, dass du dich nicht nur in einem Segment besonders gut auskennst. Aus diesem Grund raten wir dir auf jeden Fall dazu, für den Einstellungstest zu üben. Das kannst du online hervorragend erledigen und zahlreiche Testfragen durchgehen, die so auch in deinem Einstellungstest auftauchen können. Zusätzlich dazu werden dir alle korrekten Lösungen präsentiert, was für den Lerneffekt natürlich optimal ist. Ebenfalls empfehlenswert ist es, wenn du im Vorfeld des Einstellungstest einen Blick in deine alten Schulunterlagen wirfst. Hier sind viele nützliche Informationen zum Beispiel zu den Grundrechenarten oder den sprachlichen Grundgegebenheiten zu finden – und die können beim Eignungstest auf jeden Fall helfen. Das Ganze sollte natürlich auch nicht erst auf den letzten Drücker passieren. Stattdessen solltest du dir genügend Zeit nehmen und dich um alle Aufgabenbereiche intensiv kümmern. Nur so stellst du letztendlich sicher, dass in allen Kategorien ausreichend Wissen vorhanden ist und du mit einem guten Gefühl in den Test gehen kannst.

Quereinstieg und Alternativen

Der Weg zum Finanzamt muss nicht zwangsweise über eine Ausbildung oder ein duales Studium bei dem späteren Arbeitgeber erfolgen. Mittlerweile haben auch Quereinsteiger gute Chancen. Wer eine kaufmännische Ausbildung im Bankwesen oder eine Ausbildung zum Rechtsanwalts-, Verwaltungs- oder Steuerfachangestellten besitzt, kann es auch als Quereinsteiger schaffen. Gleiches gilt für Hochschulabsolventen in ähnlichen Studienrichtungen. Zudem gibt es neben dem Finanzwirt noch andere Berufe, mit denen man im Finanzamt arbeiten kann. Zu diesen zählt unter anderem der Verwaltungswirt. Auch hier gibt es neben der Ausbildung ein Duales Studium.

Fazit: Vorbereitung entscheidet über Erfolg und Misserfolg

Das Finanzamt wird es mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auch noch in zehn, 20, 30 und 50 Jahren geben und lässt sich im Zusammenhang mit der Arbeit als Finanzwirt beim Finanzamt von einem höchst sicheren Arbeitsplatz sprechen. Darüber hinaus gibt es weitere Vorteile, die wir an dieser Stelle aber nicht alle aufzählen wollen. Bevor du diese nämlich genießen kannst, musst du erst einmal dafür sorgen, dass du die Ausbildung auch wirklich bekommst. Hierfür ist die erfolgreiche Teilnahme am Einstellungstest Finanzwirt erforderlich, gleichzeitig musst du auch im Vorstellungsgespräch einen positiven bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Dementsprechend liegt auf der Hand, dass du hier nur dann erfolgreich sein kannst, wenn du dich gut auf deinen Test vorbereitest. Wer zu locker an die Sache herangeht, wird definitiv keine überzeugenden Leistungen abrufen und am Ende mit leeren Händen dastehen. Das solltest du natürlich tunlichst vermeiden.



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