Faltvorlagen zu Körpern umwandeln - Übungsaufgaben für den Einstellungstest

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Bildquelle: Eignungsauswahlverfahren.de

Ein Einstellungstest kann ganz unterschiedliche Formen annehmen und Aufgaben beinhalten. Neben klassischen Fragestellungen wie Wissens- oder Intelligenztests gibt es häufig auch Bereiche, mit denen viele Bewerber in dieser Form nicht rechnen. Oft überraschend  beinhaltet ein Einstellungstest beispielsweise die Aufgabe, Faltvorlagen in Körper verwandeln zu müssen, welche zum räumlichen Vorstellungsvermögen gezählt wird. Der Testbereich erscheint auf den ersten Blick vielen vielleicht etwas willkürlich, hat jedoch einen nachvollziehbaren Hintergrund.

Räumliches Vorstellungsvermögen

Wenn Arbeitgeber in einem Einstellungstest Faltvorlagen als Aufgaben integrieren, dann geht es ihnen um die Überprüfung des räumlichen Vorstellungsvermögens ihrer Bewerber. Dieses kann auf verschiedene Weise geschehen. Es müssen also nicht zwangsweise Faltvorlagen sein. Klassische weitere Beispiele sind Würfel, die ebenfalls nicht selten in einem Auswahlverfahren vorkommen können. Bei diesen Aufgaben müssen die Bewerber anhand von zwei Bildern erkennen muss, in welche Richtung ein Würfel gedreht wurde.

Räumliches Vorstellungsvermögen ist in vielen Berufen von Bedeutung und wird als Fähigkeit gern einmal unterschätzt. Unter anderem ist es eine wichtige Grundlage, um optische Sachverhalte visuell zu erfassen und schnell zu verarbeiten. Aber auch für die Vorstellungskraft ist es in vielen Berufen von Bedeutung, gerade wenn der Job sich darum dreht, Objekte zu bauen oder zu designen. Entsprechend kommen Aufgaben wie die Faltvorlagen bei Einstellungstests in Branchen wie Architektur, Design oder Maschinenbau zum Einsatz. Bei Auswahlverfahren für ein Arztstudium oder eine Ausbildung bei der Polizei sind Testteile zum räumlichen Vorstellungsvermögen ebenfalls nicht ungewöhnlich.

Hilfe zur Bearbeitung

Auch wenn die Aufgabe Faltvorlagen heißt, ist in der Regel kein eigenes Falten vorgesehen. Im Test wird eine Faltvorlage nur abgebildet. Diese gilt es nun mit mehreren möglichen Körpern, die als Antwortmöglichkeit vorgeschlagen werden, zu vergleichen und die richtige Lösung zu finden.

Um sich die Aufgabe zu erleichtern, können sich Skizzen anbieten. In vielen Fällen handelt es sich bei dem Test zwar um einen Computertest, trotzdem dürfen die Teilnehmer mitunter Zettel und Papier nutzen. Mit deren Hilfe lassen sich kleine Zeichnungen machen, die einem oft schneller auf die Lösung kommen lassen. Auch Hilfslinien sind hier an dieser Stelle nützlich.

Ein gutes Vorgehen ist darüber hinaus der Eliminierungsprozess. Statt zu schauen, was die richtige Lösung sein könnte, kann man das Pferd rückwärts aufzäumen. Einfach nach und nach die Antwortmöglichkeiten ausschließen, die definitiv falsch sind, und sich so der richtigen Antwort nähern, macht die Sache oft einfacher. 

Diese Art des Vorgehens hilft mitunter auch dabei, sein visuelles Denkvermögen in Schwung zu bringen. Um die Aufgabe lösen zu können, kann es helfen, sich die jeweiligen Antwortmöglichkeiten genau vorzustellen. Wer die verschiedenen Objekte vor seinem inneren Auge rotieren lässt und sie hin und her bewegt, dürfte anschließend schnell auf die richtige Lösung kommen können. Einfach nur auf die Faltvorlage zu konzentrieren, schränkt zu stark ein und steht einem bei der Beantwortung im Weg.

Auf die Aufgabe vorbereiten

Um sich die Aufgabe im Einstellungstest zu erleichtern, hilft es, sich auf den Testteil vorzubereiten. Neben Übungen im Netz, bei denen Aufgaben zu Faltvorlagen gestellt werden, ist es keine schlechte Idee, praktisch tätig zu werden. Besonders für Personen, die mit der Vorstellungskraft Probleme haben, kann es sich empfehlen, die Faltvorlagen einfach auf ein Blatt Papier zu zeichnen und auszuschneiden. Mit echten Vorlagen in den Händen kann man sich der Sache annähern und ein Gefühl für Faltvorlagen bekommen, bevor man anschließend zu den theoretischen Aufgaben zurückkehrt.

Tipps zum Einstellungstest

Generell ist es immer sinnvoll, sich auf Einstellungstests vorzubereiten. Dies beginnt bereits mit der Informationssuche. Viele Bewerber machen sich keine großen Gedanken über den Test und sind dann überrascht, was da alles von ihnen abgefragt wird. Klüger ist es stattdessen, sich im Vorfeld darüber zu informieren, welche Aufgaben auf einen warten. Anschließend bietet sich ein genauer Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen an. Testbereiche, die einem ohnehin liegen, müssen weniger trainiert werden als die, bei denen man Probleme hat. Die passenden Übungen finden sich direkt im Netz. Mit diesen macht man sich nicht nur mit den Aufgaben vertraut und gewinnt Sicherheit, sondern entwickelt auch ein gewisses Tempo. Wer bereits weiß, welche Testteile zu absolvieren sind, kann diese schneller bearbeiten. Dies zahlt sich oft aus, da nicht wenige Tests unter Zeitdruck absolviert werden müssen. Online Kurse können die Suche nach den eigenen Lücken unterstützen. Das geht sogar soweit, dass im System Auswertungen mit Vergleichen zu anderen Bewerbern gezogen werden können und so zielgerichteter spezielle Themen trainiert werden können.


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