Fachlehrer Voraussetzungen, Eignungsprüfung und Laufbahn

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Wer an Schulen unterrichten möchte, der benötigt in der Regel ein Studium. Nicht alle Lehrstellen werden jedoch mit Studienabsolventen besetzt. In einigen Fällen ist es von Vorteil, wenn besondere Fachkräfte oder Personen mit praktischer Erfahrung die Rolle des Lehrers übernehmen. Immer wenn dies der Fall ist, setzt man auf die Arbeit von Fachlehrern. Fachlehrer werden in der Regel in einer beruflichen Weiterbildung ausgebildet und können in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz kommen.

Typische Voraussetzungen

Die Ausbildung der Fachlehrer ist Sache der Bundesländer, was dazu führt, dass sich die Details je nach Bundesland etwas unterscheiden. In Bayern kommen beispielsweise andere Verfahren zum Einsatz als in NRW. Dementsprechend muss man seine Bewerbung auch an das jeweilige Bundesland richten. Darüber hinaus sorgen auch die unterschiedlichen Fachrichtungen und die Einrichtungen, an der man später unterrichten möchte, dafür, dass man sich je nach Bereich mit anderen Voraussetzungen und Anforderungen beschäftigen muss. Fachlehrer gibt es beispielsweise für Sonderschulen sowie für berufliche und allgemeine Schulen aber auch in Bereichen wie Musik, Sport, Wirtschaft, Technik oder Informatik.

Unabhängig von der Richtung, die einmal eingeschlagen werden soll, ist die wichtigste Voraussetzung für angehende Fachlehrer die praktische Erfahrung. Wer sich für eine Ausbildung bewirbt, muss nachweisen, dass er über Erfahrung in dem jeweiligen Bereich verfügt. Dazu gehört zum einen Abschluss sowie in manchen Fällen sogar eine Meisterausbildung. Zudem muss man nachweisen können, dass man nach der Ausbildung in der jeweiligen Branche mehrere Jahre gearbeitet hat. Die Anzahl kann sich je nach Bundesland und Fachrichtung unterscheiden. Ein typischer Wert sind drei Jahre. Es ist aber auch mehr möglich.

Mitunter kann zudem das Thema Beamtentum relevant sein. So erreichen Fachlehrer in manchen Bundesländern Beamtenstatus. Neben der spannenden Arbeit und dem Gehalt kann dies durchaus auch ein wichtiger Punkt für viele Interessenten an der Laufbahn als Fachlehrer sein. In diesen Fällen gibt es aber oft ein Höchstalter, das man nicht überschritten haben sollte.

Eignungsprüfung in den Bundesländern

Neben theoretischem Wissen spielt es natürlich auch eine Rolle, ob man für die Lehrertätigkeit überhaupt geeignet ist. Dies wird in vielen Bundesländern im Zuge der Eignungsprüfung überprüft. Als Beispiel kann die Ausbildung zum Fachlehrer für gewerblich-technische Berufe in Bayern dienen. Hier setzt sich die Eignungsprüfung aus zwei Bereichen zusammen. So müssen die Bewerber einen Lehrversuch absolvieren. Dieser findet gleich an der Schule statt, an der man später auch unterrichten soll. Der angehende Lehrer wird dabei bewertet und muss beweisen, dass er mit Schülern umgehen und Wissen vermitteln kann.

Anschließend geht es mit einem Deutschtest weiter. Auch dieser muss bestanden werden. Aus beiden Aufgaben wird im Anschluss eine Note gebildet, die dann entscheidet, ob man für die Ausbildung zugelassen wird. Reicht es nicht, kann man sich entweder in anderen Bundesländern, bei anderen Ausbildungsstellen oder im kommenden Jahr noch einmal bewerben. Da die Ausschreibungen vielfach bedarfsbezogen durchgeführt werden, ist eine Wiederholung des Tests auf die konkrete Stelle meist nicht möglich. Auch hier kommt es aber wieder auf das jeweilige Bundesland an.

Laufbahn und Aufstiegschancen

Hat man die Ausbildung zum Fachlehrer abgeschlossen, steht dem Beginn in den Lehreralltag nichts mehr entgegen. Die Karriere muss mit dem Schritt aber noch nicht auf dem Höhepunkt sein. Mit einem weiterführenden Studium kann man sich für höhere Aufgaben empfehlen. Welche Studiengänge sich dabei eignen, hängt stark vom Bereich des Fachlehrers ab. Da die Ausbildung für ganz unterschiedliche Richtungen angeboten, sind auch die möglichen Studiengänge entsprechend vielfältig.
 

Bildquelle: PIxabay 


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