Erzieher/in Ausbildung - Voraussetzungen, Eignungstest und Gehalt

Erzieher/innen betreuen und fördern Kinder und Jugendliche. Sie sind vor allem in der vorschulischen Erziehung, in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Heimerziehung tätig. Erzieher werden, genau wie Lehrer, oft mit Gärtnern verglichen. Ihre Aufgabe ist es, das Wachsende zu hüten und zu pflegen. Dieser Vorgang darf durch äußere Eingriffe nicht zerstört werden. Hier beantworten wir die häufigsten Fragen zur Ausbildung als Erzieher/-in.

Ist Erzieher das Richtige für mich?

Als einer der wichtigsten Vertreter von Kinderinteressenverbänden gilt heute der polnische Arzt, Schriftsteller und Pädagoge Janusz Korczak. Auf die Frage: "Wer kann Erzieher werden?" antwortete Korczak einmal: "Alle Tränen sind salzig, wer das begreift, kann Kinder erziehen, wer das nicht begreift, kann sie nicht erziehen.” Das macht die wichtigste Eigenschaft von Erziehern deutlich: Sie müssen die Kinder achten und das Kind in sich selbst lebendig halten und sich durch unsere Erwachsenenrollen nicht verstellen. In unserem Selbsttest kann jeder für sich prüfen, ob man die nötigen Sozialkompetenzen für diesen Beruf mitbringt. Sehr einfach lässt sich diese Frage aber auch mit einem Praktikum in einer Kindertageseinrichtung in eurer Nähe beantworten.

Welchen Abschluss braucht man für die Ausbildung zum Erzieher?

Die Berufsschulen setzen meist die mittlere Reife für eine Ausbildung zum/r Erzieher/-in voraus, dies kann aber von Bundesland zu Bundesland anders geregelt sein. Wer die Hochschulreife (Abitur) in der Tasche hat, hat die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen bzw. ein Lehrjahr zu überspringen.

Welche Fächer sind wichtig?

Ähnlich wie beim Kinderpfleger sind für den Erzieher schulische Noten nicht so relevant wie besondere Leistungen in den Fächern Kunst, Musik und Biologie. Denn zusammen mit den Kindern wird im Berufsalltag gerne gebastelt, gemalt, gesungen und musiziert. Kinder interessieren sich ganz besonders für die Natur, deshalb sollte man ihnen viel über die Tier- und Pflanzenwelt erzählen können. Konntet ihr einen der beliebten Ausbildungsplätze ergattern, werden während der Ausbildung Themenbereiche wie frühkindliche Elementarbildung vermittelt.

Aufgaben von Erziehern im Detail

Erzieher/innen beobachten das Verhalten und Befinden der Kinder, die sie fördern und betreuen, analysieren die Ergebnisse nach pädagogischen Grundsätzen und beurteilen z.B. Entwicklungsstand, Motivation oder Sozialverhalten. Auf dieser Grundlage erstellen sie langfristige Erziehungspläne und bereiten Aktivitäten sowie pädagogische Maßnahmen vor, die z.B. soziales Verhalten oder die individuelle Entwicklung unterstützen. Sie fördern die körperliche und geistige Entwicklung der Betreuten, indem sie diese zu kreativer - z.B. musisch-künstlerischer - Betätigung sowie zu freiem oder gelenktem Spielen anregen. Weiterhin dokumentieren sie Maßnahmen und deren Ergebnisse, führen Gespräche, unterstützen und beraten bei schulischen Aufgaben und privaten Problemen. Darüber hinaus bereiten sie Speisen zu, behandeln leichte Erkrankungen und Verletzungen und leiten zu Körperpflege- und Hygienemaßnahmen an. Erzieher/innen reflektieren die erzieherische Arbeit im Team, gegebenenfalls auch zusammen mit Vorgesetzten oder Fachleuten aus Medizin, Psychologie und Therapie, und arbeiten mit anderen sozialpädagogischen Fachkräften zusammen. Zu Eltern bzw. Erziehungsberechtigten halten sie engen Kontakt und stehen diesen informierend und beratend zur Seite. 

Wo werden Erzieher gesucht?

Sie arbeiten hauptsächlich in Kinderbetreuungseinrichtungen, z.B. in kommunalen und kirchlichen Kindergärten, Kinderkrippen, Schul- und Betriebskindergärten sowie Horten oder Heimen für Kinder und Jugendliche. Sie sind auch in Erziehungs- oder Jugendwohnheimen, Jugendzentren, Familien- oder Suchtberatungsstellen, Tagesstätten, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder in ambulanten sozialen Diensten tätig. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Kinderkliniken, kirchlich-religiöse Einrichtungen der Kinderbetreuung, Grund- und Sonderschulen oder Internate, Jugendorganisationen und Interessenvertretungen sowie Erholungs- und Ferienheime. Die Arbeitsfelder der Erzieher sind somit vielfältig. Sie sind vor allem in folgenden staatlichen Kindertageseinrichtungen:

Warum gehen Erzieher streiken?

Die Gründe für einen Streik der Erzieher sind vielfältig. Erzieher gehen nicht nur für eine bessere Bezahlung streiken. Häufig ist es der Personalschlüssel (auch Betreuungsschlüssel genannt), welcher zur Überbelastung führt und für Unmut unter den Erziehern sorgt. Der Betreuungsschlüssel ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Während in Baden-Württemberg eine Vollzeitkraft mit 3,0 Kleinkindern oder 7,1 Kindern zwischen 2-8 Jahren gerechnet wird, sind es in Mecklenburg-Vorpommern 6 Kleinkinder (bis 3 Jahre) je Vollzeitkraft oder 13,4 Kinder im Alter von 2-8 Jahren je Vollzeitkraft. Klar, dass solche Unterschiede bei den Erziehern, vor allem in den ostdeutschen Ländern, für Unmut sorgen. 

Ausbildungsinhalte

Während der Aus- bzw. Weiterbildung werden z.B. auch folgende allgemein bildende Fächer unterrichtet:

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