Das Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit

Egal ob Master – oder Bachelorarbeit, von der Idee, über die Bearbeitung bis zum fertigen Druck unterscheiden sich die verschiedenen Abschussarbeiten abgesehen von ihrem Umfang kaum. Doch wie eine solche Arbeit erstellt wird, von den ersten Schritten, über das eigentliche Schreiben der Arbeit bis hin zum akademischen Abschluss, ist für viele Studenten nicht immer selbstverständlich, denn schließlich stellt eine wissenschaftliche Arbeit nicht nur das Wiedergeben und Zitieren bekannter Werke dar, sondern es bedarf Einiges mehr.

Von der Idee zum gedruckten Exemplar

Die Vorarbeit
Der Beginn einer wissenschaftlichen Arbeit liegt in der Idee, dem Thema, das von Interesse ist und das im Optimalfall in der gängigen Forschung noch nicht zur Gänze untersucht worden ist. Wurde ein solches Thema gefunden und ein geeigneter Betreuer stellt sich zur Verfügung, beginnt die Bibliographie. Diese Recherche beinhaltet nicht nur die Fachliteratur, sondern darüber hinaus auch Aufsätze aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften, Stellungnahmen betroffener Akteure und, handelt es sich beispielsweise um eine Abschlussarbeit im Fach Geschichte oder Politik, die Analyse historisch relevanter Quellen.

Das Herzstück der Arbeit: Die Gliederung
Sie ist der wichtigste Teil des Projektes, der sowohl dem Korrektor als auch dem gewöhnlichen Leser als roter Faden durch den Fließtext dienen soll. Anhand der Gliederung wird ein erstes Exposé verfasst, in welchem Idee, Vorgehensweise, Literatur sowie Quellenlage des Themas vorgestellt und analysiert werden. Dieses Exposé kann dem Autor als grober Leitfaden durch die Arbeit dienen und bietet darüber hinaus dem Korrektor die Möglichkeit, im Vorfeld Anmerkungen und Verbesserungsvorschlage zu machen. Grundsätzlich sollte eine wissenschaftliche Arbeit über die gewohnte grobe Gliederung „Einleitung – Hauptteil – Schluss“ verfügen. In der Einleitung wird die Forschungsfrage erläutert, die es im Verlauf der wissenschaftlichen Arbeit zu untersuchen gilt, darüber hinaus wird der Inhalt des Textes in komprimierter Form dargestellt sowie der aktuelle Forschungsstand. Ziel ist es folglich, im Hauptteil einzelne Aspekte herauszufiltern, zu analysieren und anhand dessen Erkenntnisse zu liefern, die der Beantwortung der Frage von Nutzen sind. Am Schluss der Arbeit, im Fazit, werden die Beobachtungen beschrieben und anhand der Ergebnisse der Untersuchung die Fragestellung beantwortet.

Der Fließtext
Dieser Abschnitt stellt gewiss einen großen Teil der Arbeit dar. Eine gründliche Recherche sowie organisiertes Arbeiten erleichtern die Arbeit jedoch erheblich. Eine strukturierte Vorbereit vereinfacht folglich die Arbeit und spart viel Zeit. Ein weiterer Punkt, der unbedingt beachtet werden sollte, ist die richtige Zitierweise. Nicht nur Zitate müssen angegeben werden, sondern ebenso jegliche Ideen und Inhalte, die aus der Literatur und den Quellen entnommen worden sind. Beispiele für eine richtige Zitierweise helfen bei diesem Aspekt. Darüber hinaus muss jede verwendete Publikation oder Quelle ausführlich in einem Literatur- und Quellenverzeichnis dokumentiert werden. Ein solches Verzeichnis muss sowohl untergliedert in die unterschiedlichen Publikationsarten, wie beispielsweise Überblickswerke, Monographien oder Aufsätze aus Fachzeitschriften, als auch innerhalb der unterschiedlichen Sparten alphabetisch sortiert sein. Nicht zu vergessen, ist zudem das Abkürzungsverzeichnis, da nicht jeder Leser über den gleichen Kenntnisstand verfügt. Ein weiterer Aspekt, der unbedingt berücksichtigt werden sollte, ist die eidesstattliche Erklärung. In diesem Formular gibt der Autor an, die Arbeit selbstständig verfasst und alle verwendeten Materialen kenntlich gemacht zu haben. Darüber hinaus erklärt er, dass das behandelte Thema nicht in einer vorherigen Prüfungsleistung bearbeitet worden ist.

Die Druckerei

Werden all diese Vorschläge befolgt, so folgt der letzte Schritt, der Druck der Arbeit. Vor dem Druck sind einige wichtige Dinge zu berücksichtigen. Zum einen verlangt eine wissenschaftliche Arbeit eine gewisse Form, sprich Zeilenabstand, Korrekturrand, Seitenzahlen sowie Schriftgröße und –Art. Über die gängige Form gibt die Druckerei oder auch der Korrektor der Arbeit notwendige Informationen. Sind diese Vorlagen erfüllt, so folgt der Gang zur Druckerei. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, die Arbeit online drucken zu lassen. Dies erspart den Weg zur Druckerei und der fertig gebundene Text wird per Post direkt an die angegebene Adresse gesendet. Doch welche Druckvarianten gibt es und welche werden von dem Korrektor akzeptiert? Es bieten sich hier viele verschiedene Möglichkeiten, um die Arbeit zu veröffentlichen und einen professionellen ersten Eindruck zu hinterlassen.

Die Bindung
Hier gibt es unterschiedliche Varianten, die verwendet werden können. Die Diplomarbeitendruckerei unterscheidet beispielsweise zwischen Hardcover, Softcover und Spiralbindung. Dabei hat jede ihre Vor- und Nachteile. Während ein durchsichtiges Cover erlaubt, dass der Leser direkt einen Einblick auf das Deckblatt erhält, ist dies bei einem Hardcover in der Regel nicht der Fall. Es gibt allerdings die Möglichkeit, das Deckblatt direkt auf das Hardcover drucken zu lassen. Ein Hardcover-Druck lässt eine Seitenzahl von 480 Seiten zu. Demnach ist diese Variante nicht nur für Bachelor- oder Masterarbeiten sinnvoll, sondern darüber hinaus auch für Dissertationen, die einen weitaus größeren Umfang haben als eine gewöhnliche Abschlussarbeit. Beide Varianten sind zulässig, aber auch hier ist es empfehlenswert, die Wünsche des verantwortlichen Korrektors zu berücksichtigen. Auch die Spiralbindung findet, da sie kostengünstiger ist als eine Premiumbindung wie das Hardcover, immer mehr Anklang. Egal welche Variante ausgewählt wird, es muss immer berücksichtigt werden, dass der erste Eindruck zählt und dieser wird maßgeblich durch eine professionelle Bindung beeinflusst.

Quelle Bild 1: commons.wikimedia.org © Lazarus211073873 (CC-BY-SA-3.0)
Quelle Bild 2: commons.wikimedia.org © PediaPress (CC-BY-SA-3.0)

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