Dyskalkulie: eine kurze Definition

Fast jeder hat schon mal den Begriff Dyskalkulie gehört. Und jeder bringt diesen Begriff mit Problemen im Fach Mathematik in Verbindung. Dies ist zwar einerseits richtig, andererseits auch nicht. Denn eine Person, die unter Dyskalkulie leidet, kann sogar komplizierte Rechenvorgänge lösen, hat aber oft bei den einfachen Rechenaufgaben ein Problem. Das liegt daran, dass in der Regel das Mengenverständnis fehlt. Aus diesem Grund rechnen Betroffene immer wieder die gleichen Aufgaben erneut oder rechnen nur mit Hilfe von Gegenständen. Wie die Diagnose gestellt wird und was man in diesem Fall tun kann, möchten wir jetzt erläutern.

Dyskalkulie

Dyskalkulie ist eine anerkannte Krankheit

Wer unter Dyskalkulie leidet, der muss sich nicht schämen. Dieses Problem ist eine anerkannte Krankheit, die auch im Weltgesundheitskatalog aller Krankheiten auftaucht, und zwar im ICD-10 Katalog. Dort erhielt diese Entwicklungsstörung die Nummer F81.2 und definiert sich wie folgt:

Diese Störung bezeichnet eine Beeinträchtigung von Rechenleistungen, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division.

Achtung
Mit unserem Online-Kurs kann jeder selbst herausfinden, ob er an einer Dyskalkulie leidet.

Dyskalkulie: Diagnose und Therapie

Es gibt inzwischen mehrere Testverfahren, die feststellen können, ob eine Person Probleme im Bereich der Mathematik hat. Diese Tests richten sich jedoch lediglich nach dem Ergebnis und können so nur feststellen, ob generell eine Rechenschwäche vorhanden ist. Diese Tests genügen nicht, um eine Dyskalkulie festzustellen. Vielmehr muss ein besonderer Test verwendet werden, der die Probleme beim Rechenweg aufzeigt. Nur dann, wenn klar erkennbar ist, dass das Mengenverständnis fehlt, kann von einer Dyskalkulie ausgegangen werden. Klar ist, dass solche Tests in der Regel von einem Psychiater, zum Beispiel einem Kinderpsychiater durchgeführt werden. Es gibt jedoch weitere Stellen, die solche Tests anbieten: Frühförderstellen, die Entwicklungsprobleme behandeln.

Die Therapie wird explizit auf die vorliegenden Probleme abgestimmt. Das bedeutet aber auch, dass es keine allgemeingültige Therapie gibt. In der Regel hilft auch eine Nachhilfe nicht weiter, da auch hier nur die reinen Aufgaben geübt werden, aber nicht die Ursachen behoben werden. Eine Therapie wirkt nur dann, wenn gezielt an den persönlichen Defiziten gearbeitet wird. Zudem darf immer erst dann ein nächster mathematischer Schritt erlernt werden, wenn ein anderer erfolgreich abgeschlossen wurde.

Tipp
Die Therapie bei einer vorliegenden Dyskalkulie muss immer individuell ablaufen.

Unterstütze eine begonnene Therapie

Hast du die Befürchtung, dass du unter einer Rechenschwäche oder gar Rechenstörung leidest? Vielleicht hast du bei dir Symptome festgestellt, die darauf deuten könnten? Rechnest du jede Aufgabe immer wieder von neuem, obwohl es sich um die gleiche handelt? Hast du Probleme, das Einmaleins zu lernen? Fehlt dir das Verständnis für Mengen und siehst du Zahlen nur als Symbole an? Dann könntest du tatsächlich unter einer Matheschwäche leiden. Ob dem so ist, kannst du auch über unseren Online-Kurs herausfinden. Allerdings solltest du deine Befürchtung immer von einem Fachmann überprüfen lassen. Dieser kann dir dann auch die perfekte Therapie verschreiben. Diese Therapie kannst du unterstützen, indem du weitere Onlinekurse nutzt, mit denen du gezielt an deinen Schwächen arbeitest. So könntest du entweder die Grundrechenarten trainieren oder das logische Denken üben. Auch die Zahlenreihen könnten dir dabei helfen, ein Mengenverständnis zu entwickeln. Perfekt ist zudem, dass du immer die richtige Antwort erhältst und dich somit selbst überprüfen und die Rechnungen richtig trainieren kannst. Die Matheübungen gibt es übrigens für jede Jahrgangsstufe. Erwachsenen möchten wir den Rechner ans Herz legen, der besondere Formeln für dich ausrechnet, zum Beispiel Gehaltsrechner, Prozentrechner, MwST-Rechner.

Fazit: für die Dsykalkulie gibt es Therapien

Eine Dyskalkulie entwickelt sich meist bereits im Kindergarten und setzt sich in der Schule fort. Leider ist es bei dieser Entwicklungsstörung nicht so, dass sich diese „auswächst“. Wer als Kind unter dieser Rechenschwäche leidet, der hat meist auch als Erwachsener damit zu kämpfen. Die Ursachen stehen nicht immer fest – wichtiger ist aber definitiv, dass eine individuelle Therapie hilft und dass jeder anhand vieler Übungen sein Zahlenverständnis trainieren kann.



 

Bildquellen

  • dyskalkulie: Pixabay

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Autor: | Stand: 16 Sep 2019

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