Diktate im Polizei Einstellungstest


Polizei Diktate

Im Auswahlverfahren der Polizei werden die verschiedensten Kenntnisstände der Bewerber abgefragt. Ein wichtiger Bestandteil der Prüfung sind die Aufgaben rund um die Rechtschreibung. In vielen Bundesländern kommt dabei das Diktat zum Einsatz. Je nach Aufgabenstellung gibt es allerdings unterschiedliche Varianten, in denen die Bewerber ihre Rechtschreibung beweisen müssen.

Büroalltag bei der Polizei

Die Arbeit der Polizei dreht sich nicht nur um den Schutz der Bürger und das Aufklären von Verbrechen. Das Thema Büroarbeit spielt ebenfalls keine zu unterschätzende Rolle. So gilt es, im polizeilichen Alltag auch Anzeigen aufzunehmen, Protokolle von Einsätzen zu schreiben oder Berichte zu verfassen. Für diese Aufgaben müssen die Bewerber nicht nur schreiben können, sondern auch solide Rechtschreibkenntnisse haben. Ein Text voller Fehler ist nicht nur peinlich, sondern lässt sich mitunter auch sehr schwer verstehen. Entsprechend wird das Auswahlverfahren dazu genutzt, um Rechtschreibkenntnisse der Bewerber zu überprüfen.

Die verschiedenen Varianten

Im Einstellungstest der Polizei können den Bewerbern unterschiedliche Varianten des Diktats begegnen. Auch unterscheidet sich typischerweise der Schwierigkeitsgrad, je nachdem, ob man sich im Mittleren oder Gehobenen Dienst bewirbt. In einigen Fällen spielt das Diktat bei den Tests für die Ausbildung im Gehobenen Dienst überhaupt keine Rolle. Stattdessen muss ein Aufsatz geschrieben werden, die sich um unterschiedlich Themengebiete drehen kann. Bei diesem achten die Prüfer allerdings ebenfalls auf die Rechtschreibung.

Die bekannteste Version des Diktates ist das Volldiktat, das viele Bewerber aus der Schule kennen dürften. In den Auswahlverfahren wird typischerweise ein Text mit einer Länge von 150 bis 300 Wörtern vorgelesen. Für das Bestehen reicht als Note das Gegenstück zu einer 3 oder einer 4 in der Schule, sodass man durchaus ein paar Fehler machen kann. Niemand muss den Text zu 100 Prozent richtig schreiben. Gerade im Hinblick auf die Gesamtpunktzahl und eine mögliche Rangliste der Bewerber, sollte man die Fehler aber in Grenzen halten.

Eine alternative Version, auf die Polizeiprüfer gern zurückgreifen, ist das Lückendiktat. In diesem Falle müssen die Teilnehmer nicht den gesamten Text mitschreiben. Stattdessen erhalten sie eine unfertige Fassung, in der sich noch einige Lücken befinden. Diese müssen anhand des vorgelesenen Textes korrekt und mit der richtigen Schreibweise ausgefüllt werden.

Als weitere Alternative zum Diktat wird in manchen Bundesländern ein Fehlertext eingesetzt. Hier erhalten die Prüfungsteilnehmer einen kompletten Text, bei dem sie quasi selbst als Korrektoren auftreten. So muss der gesamte Text auf Rechtschreib- und Kommafehler überprüfen werden.

Zusätzlich zu den Diktatversionen kann es häufig auch noch weitere Fragen, rund um das Thema Rechtschreibung geben. So müssen Bewerber in manchen Bundesländern die richtige Schreibweise von Wörtern identifizieren oder Kommafehler finden. Auch Multiple-Choice-Aufgaben sind üblich.

Die Auswahlverfahren der Polizei unterscheiden sich häufig sehr stark voneinander. Dies spiegelt sich auch in den Rechtschreibaufgaben wider, die je nach Bundesland etwas unterschiedlich ausfallen können.

Polizei Bremen - Lückentexte

Das Bremer Auswahlverfahren setzt im Einstellungsverfahren auf einen Lückentext.

Polizei Baden-Württemberg - Lückentext

In Baden-Württemberg müssen die Bewerber ebenfalls ein Lückendiktat lösen. Die Aufgabe dauert rund 30 Minuten. In dieser Zeit wird den Bewerbern ein Lückentext vorgelegt, den ein Prüfer im Anschluss mehrfach laut vorliest. Die Testteilnehmer müssen nun die rund 60 Lücken korrekt ausfüllen.

Polizei Berlin - Lückentext

Das Berliner Auswahlverfahren nutzt ein Lückendiktat sowie zusätzliche Fragen rund um die Rechtschreibung.

Polizei Bayern - Lückentext / Multiple-Choice, Freitext

In Bayern ist der Rechtschreibtest relativ umfangreich. In rund 90 Minuten gibt es Multiple-Choice-Aufgaben, ein Lückendiktat sowie ein Freitextfeld, bei dem die Teilnehmer Wörter ergänzen müssen.

Polizei Brandenburg - Diktat

In Brandenburg wird den Teilnehmer ein Diktat mit einem Umfang von 300 Wörtern vorgelesen, wobei der Inhalt sich um oft polizeiliche Themen dreht.

Polizei Hamburg - Lückentext

In Hamburg nutzt man ein Lückendiktat im Einstellungsverfahren.

Polizei Hessen - Lückentext

Das Auswahlverfahren in Hessen greift ebenfalls auf das Lückendiktat zurück.

Polizei Mecklenburg-Vorpommern - Diktat

In Mecklenburg-Vorpommern müssen die Teilnehmer ein klassisches Diktat schreiben. Die Dauer beträgt rund 45 Minuten, während der Text eine typische Länge von 250 Wörtern hat. Wer bestehen will, darf nicht mehr als 10,5 Fehler machen.

Polizei Niedersachsen - Computertest

In Niedersachsen müssen die Bewerber einen Computertest lösen, bei dem auch Fragen zur Rechtschreibung gestellt werden.

Polizei Nordrhein-Westfalen - Computertest

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen überprüft die Rechtschreibung ebenfalls mit der Hilfe eines Computertests. Bei diesem müssen die Bewerber beispielsweise die richtige Schreibweise von Wörtern identifizieren oder Kommafehler finden.

Polizei Rheinland-Pfalz - Diktat

In Rheinland-Pfalz kommt ein klassisches Diktat zum Einsatz. Rund 150 bis 250 Wörter umfasst der Text in der Regel, den es aufzuschreiben gilt.

Polizei Saarland

Im Saarland gibt es ebenfalls einen Test, der die Rechtschreibfähigkeiten der Bewerber überprüft. Genaue Details gibt die Polizei im Vorfeld aber nicht bekannt.

Polizei Sachsen - Diktat

In Sachen hören die Bewerber ein Diktat über Köpfhörer und müssen dieses wiedergeben. Die Zeit für die Bearbeitung beträgt 15 bis 20 Minuten.

Polizei Sachsen-Anhalt - Lückentext

In Sachsen-Anhalt wird beim Einstellungstest ein Lückendiktat geschrieben.

Polizei Schleswig-Holstein - Diktat

In Schleswig-Holstein müssen die Bewerber ein Diktat schreiben. Erlaubt sind maximal zehn Fehler bei einer Länge von 250 Wörter. Die Polizei gibt den Bewerbern auf ihrer Webseite schon einmal einen guten Eindruck davon, was sie erwartet. So finden sich hier viele Übungsdiktate und Audiodateien zum Üben.

Unter Schleswig-Holstein.de werden zu Übungszwecken Audio-Dateien und Übungsdiktate zur Verfügung gestellt.

Polizei Thüringen

Die Thüringer Polizei verzichtet auf einen Rechtschreibtest im Auswahlverfahren, da es keinen theoretischen Teil gibt.

Bundespolizei - Diktat / Aufsatz

Bei der Bundespolizei müssen die Bewerber für den Mittleren Dienst ein normales Diktat schreiben. Im Gehobenen Dienst fällt dieser Teil weg. Stattdessen gibt es im Auswahlverfahren einen Aufsatz, bei dem nicht nur die Argumentation, sondern auch die Rechtschreibung eine wichtige Rolle spielt.

Vorbereitung auf den Test

Die Rechtschreibung gehört zu den Dingen, die besonders häufig dafür sorgen, dass ein Teilnehmer das Auswahlverfahren bei der Polizei nicht besteht. Dabei lässt sich das Themengebiet im Vorfeld am einfachsten trainieren. Im Netz findet sich eine Vielzahl Übungsmöglichkeiten und speziellen Online-Programmen. Lückentexte lassen sich besonders einfach üben und sind in großem Umfang im Internet vorhanden. Für die klassischen Diktate gibt es Übungen mit Audiodateien. So kann man seine Rechtschreibung trainieren, ohne dass man eine weitere Person als Vorleser benötigt. Zudem hilft es, wenn man viel und häufig liest. Gerade Zeitungsberichte können gleich doppelt effektiv sein, da sie einen auch auf Fragen rund um das Zeitgeschehen vorbereiten und so mehrere Themengebiete abdecken.


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