Diagramme / Grafiken interpretieren im Einstellungstest

Diagramme und Grafiken auswerten im EinstellungstestDas Lesen, Auswerten, Interpretieren und Beschreiben von Diagrammen ist ein fester Bestandteil von zahlreichen Auswahlverfahren. Nicht nur in der Versicherungsbranche und in kaufmännischen Berufen sind diese Fähigkeiten gefragt.  Auch Polizisten und Zollbeamte müssen im Beruf zahlreiche Tabellen auswerten, Diagramme lesen und richtig auswerten können. Deshalb sich die folgenden Übungen für Bewerber relevant.

Häufige Diagrammformen und Anwendungsfälle

Hier stellen wir die Anwendungsmöglichkeiten der häufigsten Diagrammformen vor.

Balkendiagramm

Balkendiagramme / Säulendiagramme

Ein Balkendiagramm ist dem Säulendiagramm sehr ähnlich. Es eignet sich gut, um 3-15 eindimensionale Werte miteinander zu vergleichen. Das kann z.B. die Umsatzentwicklung, die Wachstumsrate von bestimmten Ausprägungen oder ähnliches sein. Mit einem gestapelten Säulendiagramm / Flächendiagramm können neben der Entwicklung auch die Verhältnisse sehr gut abgebildet werden.

Liniendiagramm

Liniendiagramme

Um mehr als 15 Werte zu veranschaulichen, wählt man in der Regel das Liniendiagramm. Besonders Entwicklungen über bestimmte Zeiträume können damit sehr gut abgebildet werden. Die Grenze nach oben kann beliebig hoch sein, so lassen sich sogar stündliche Entwicklungen über sehr große Zeiträume abbilden. Zahlreiche Webanalyse-Tools bevorzugen genau deshalb diese Form von Diagrammen.

Kreisdiagramm

Kreisdiagramme

Um eine Verteilung der Anteile zu verdeutlichen, wird häufig das Kreisdiagramm genutzt. Nicht selten wird das Kreisdiagramm in Form vom Kuchendiagramm, oder Tortendiagramm (bei Wahlergebnissen) abgebildet. Nach den Wahlergebnissen sieht man zudem häufig ein Halbkreisförmiges Diagramm.

Diagramme auswerten im Einstellungstest

Um eine statistische Auswertung richtig zu analysieren, sollten man sich am Anfang folgende Fragen stellen:

  • Welche Diagrammform wurde gewählt und warum diese?
  • Welche Kernaussage soll mit dem Diagramm veranschaulicht werden?
  • Auf welchen Ort und Zeitraum beziehen sich die Daten?
  • Welche Quelle wird genannt und wie aussagekräftig ist diese?
  • In welcher Größenordnung und auf welcher Skala werden die Daten ausgegeben?
  • Welche Zusammenhänge werden verdeutlicht?
  • Sind Entwicklungen zu erkennen? Wenn ja, wie erklären sich diese?
  • Wird anhand der Darstellung versucht, bestimmte Tatsachen zu verzerren / zu beschönigen?

Sind die Daten, Grafiken und Schaubilder gründlich analysiert worden, kann man sich den Fragestellungen wenden. Bei der Interpretation der statistischen Werte ist aber immer Vorsicht geboten. Schließlich heißt es nicht umsonst im Volksmund: “Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.” Und auf visuelle Statistiken trifft diese Aussage wohl noch stärker zu.

Folgende Fähigkeiten stehen bei diesem Aufgabentyp auf dem Prüfstand:

  • Konzentration
  • Logisches Denken
  • Fehlerfreiheit
  • Geschwindigkeit
  • Mathematisches Verständnis

Diagramme als Redemittel im Sprachtest

Das Lesen und Auswerten von Grafiken, Tabellen und Diagrammen ist ein wichtiges Redemittel. Es kommt vor allem in Auswahlverfahren für klassische und duale Studiengänge oder beim Gothe-Institut im Rahmen der C1 Deutschprüfung vor, dass Diagramme, Schaubilder und Statistiken mit gängigen Redemitteln beschrieben werden müssen. Typische Floskeln dabei sind beispielsweise:

  • als Basis für die Statistik / das Diagramm …. wurde gewählt / festgesetzt
  • um ein Fünftel / Viertel / Drittel / die Hälfte
  • Auf Platz zwei / drei / stehen / steht …
  • sich verringern / abnehmen / verkleinern / unverändert bleiben / erhöhen / steigen / stagnieren

 

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