Deutsches Sportabzeichen - wie ist die Prüfung aufgebaut?

Job Weiterbildung
Bildquelle: Deutscher Olympischer Sportbund

Wer in Deutschland besondere sportliche Leistungen erzielt, der kann sich das Deutsche Sportabzeichen verdienen. Neben dem persönlichen Triumph ist die Auszeichnung mitunter auch für das Berufsleben relevant. So setzen bestimmte Arbeitgeber das Sportabzeichen als ein Kriterium für Bewerber voraus. Klassische Beispiele für solche Berufe sind die Polizei, die Feuerwehr, der Zoll oder die Bundeswehr.

Die Prüfung ablegen

Verantwortlich für die Vergabe des Deutschen Sportabzeichen ist der Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Dieser legt auch gleich die Anforderungen für die Teilnehmer fest. Vergeben wird das Abzeichen in den Kategorien Bronze, Silber und Gold. Die Aufgaben sind dabei in jeder Kategorie gleich, nur müssen die Teilnehmer entsprechend bessere Leistungen erzielen.

Wer glaubt, dass er den Anforderungen gewachsen ist, kann die Prüfung für das Sportabzeichen jederzeit ablegen. Ansprechpartner für das Ablegen der Prüfung sind beispielsweise Vereine oder das Sportamt. Zudem wird in jedem Jahr eine Sportabzeichen-Tour durchgeführt. Diese besucht das Jahr über verschieden Städte in Deutschland und bietet Interessenten die Möglichkeit, an der Prüfung für das Sportabzeichen teilzunehmen.

Generell können Sportler die Prüfung einmal im Jahr machen. Es ist also möglich, sich zu steigern und durch Training beispielsweise den Sprung von Silber zu Gold zu schaffen. Auch setzten Arbeitgeber in der Regel ein aktuelles Sportabzeichen bei ihren Bewerbern voraus. Wer die Prüfung vor mehreren Jahren abgelegt hat, muss sie daher in der Regel noch einmal im konkreten Bewerbungsjahr wiederholen.

Gold, Silber oder Bronze?

Um das Deutsche Sportabzeichen zu erhalten, müssen sich Interessenten in verschiedenen Disziplinen beweisen. Diese sind in vier Gruppen eingeteilt, wobei sich jeder Sportler aus jeder Gruppe eine Disziplin aussuchen kann. Darüber hinaus muss man auch seine Schwimmfertigkeit nachweisen.

Die erste Disziplin dreht sich um das Thema Ausdauer. Zu den möglichen Disziplinen gehören Läufe über 3000 Meter oder 10 Kilometer, Nordic Walking über 7,5 Kilometer, Schwimmen über 400 oder 800 Meter oder 20 Kilometer Radfahren.

Für den Teilbereich Kraft können die Teilnehmer aus Kugel-/Steinstoßen, Standweitsprung oder dem Medizinball wählen. Ebenfalls eine Option ist das Geräteturnen. Hier stehen Reck, Barren und Bodenturnen zur Auswahl.

Auch die Schnelligkeit wird im Zuge des Sportabzeichens überprüft. Ganz klassisch kann der Sportler beispielsweise einen 100-Meter oder 50-Meter-Lauf absolvieren. Aber auch Schwimmen (25 Meter) oder Radfahren (200 Meter) sind möglich. Zudem gibt es die Option Geräteturnen mit Sprung.

Den Abschluss bildet die Kategorie Koordination. Hier stehen den Sportlern die meisten Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Die Prüfung lässt sich als Weitsprung, Hochsprung, Schleuderball, Seilspringen Geräteturnen (Boden, Ringe, Reck, Schwebebalken), Schießsport oder Bogensport absolvieren.

Ob ein Sportler am Ende Gold, Silber oder Bronze erhält, hängt von den erzielten Punkten ab. Wer sich zwischen 4 und 7 Punkten platziert, erhält Bronze, für 8 bis 10 Punkte gibt es Silber und ab 11 Punkten wird Gold vergeben. Wie viele Punkte es für eine Leistung gibt, hat dabei auch mit dem Alter zu tun. 

Vorbereitung auf das Sportabzeichen

Um sich optimal auf das Sportabzeichen vorzubereiten, können auch Online-Kurse helfen. Mit diesen lassen sich zum Beispiel genau das Training und die Ernährung planen und dokumentieren. Auf diese Weise können Interessenten ihre Anstrengungen optimieren.


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