Deutsches Schwimmabzeichen – Wie ist die Prüfung aufgebaut?

Bildquelle: Deutscher Schwimm-Verband e.V.

Schwimmabzeichen gibt es nicht nur für Schüler, auch Erwachsene können in Deutschland eine Prüfung ablegen, um ein Schwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold zu erhalten. Dabei geht es nicht nur darum, sich eventuell selbst etwas zu beweisen. Ein Schwimmabzeichen wird auch bei einigen Berufen für Bewerber vorausgesetzt. Neben offensichtlichen Berufen wie Rettungsschwimmer kann ein Abzeichen beispielsweise auch bei der Polizei, der Bundeswehr oder der Feuerwehr relevant sein.

Die Prüfung

Wer sich für ein Schwimmabzeichen interessiert, der muss in Deutschland eine Prüfung ablegen. Aufgaben und Schwierigkeitsgrad unterscheiden sich, je nachdem, ob das Schwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold erworben werden soll. Die Prüfungsaufgaben finden sich in der Deutschen Prüfungsordnung Schwimmen/Rettungsschwimmen, für die der Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung verantwortlich ist. Die Prüfung selbst kann zum Beispiel bei Vereinen wie dem Deutschen Roten Kreuz oder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) abgelegt werden. Mitunter unterstützen die Vereine Interessenten auch beim Training.

Neben den praktischen Schwimmfähigkeiten, gibt es in der Prüfung auch einen theoretischen Teil. Wie umfangreich dieser ausfällt, hängt davon ab, ob es sich um das Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold handelt. Während die Prüfung für das Schwimmabzeichen in Bronze beispielsweise nur die Kenntnisse der Baderegeln voraussetzt, kommen im Falle von Silber die Maßnahmen der Selbstrettung dazu. Für das Gold-Abzeichen muss man sich mit der Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen auskennen.

Anforderungen für Schwimmer

Die Anforderungen an die Prüfungsteilnehmer unterscheiden sich je nach gewähltem Level deutlich voneinander. Konkret müssen die Schwimmer für die jeweiligen Sportabzeichen folgende Voraussetzungen erfüllen:

Bronze

  • Mindestens 200 Meter Schwimmen mit Sprung vom Beckenrand (Zeitlimit maximal 7 Minuten)
  • Baderegeln

Silber

  • Mindestens 400 Meter Schwimmen mit Sprung vom Beckenrand (Zeitlimit maximal 12 Minuten)
  • Zweimal einen Gegenstand in ca. 2 Meter Wassertiefe ertauchen
  • Eine Strecke von 10 Metern tauchen
  • Zwei Sprünge vom Beckenrand (einen kopf- und einen fußwärts)
  • Baderegeln und Maßnahmen der Selbstrettung

Gold

  • 1000 Meter Schwimmen (Zeitlimit Männer 24 Minuten, Zeitlimit Frauen 29 Minuten)
  • 100 Meter Schwimmen (Zeitlimit Männer 1:50 Minuten, Zeitlimit Frauen 2:00 Minuten)
  • 100 Meter Rückenschwimmen, davon 50 Meter mit Brustbeischlagbewegung ohne Arme
  • Dreimal einen Gegenstand in ca. 2 Meter Wassertiefe ertauchen (Zeitlimit 3 Minuten, maximal 3 Tauchversuche)
  • Eine Strecke von 15 Metern Tauchen
  • Einen Sprung aus 3 Metern Höhe
  • Zwei Sprünge von 1 Meter Höhe (einen kopf- und einen fußwärts)
  • 50 Meter Transportschwimmen
  • Baderegeln
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen

Vorbereitung als Erfolgsfaktor

Damit die Sache mit dem Deutschen Schwimmabzeichen klappt, empfiehlt sich frühzeitiges Training. Wer sich entsprechend vorbereitet und zeitnah mit den Trainingseinheiten beginnt, der dürfte schnell in Form kommen und vielleicht sogar die Prüfung für das Schwimmabzeichen in Gold bestehen. Für den theoretischen Teil empfehlen sich zudem Online-Kurse. Mit diesen lassen sich die notwendigen Kenntnisse nicht nur erwerben, man kann auch gleich die spätere Prüfungssituation trainieren.

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