Durch Co-Working den Auslandsaufenthalt finanzieren

Arbeitgeber setzen auf Auslandserfahrungen. Diese Forderung ist zwar nicht neu, aber undifferenziert, denn ein Urlaub ist keineswegs gleichzusetzen mit interkulturellen Erfahrungen, die häufig sogar direkt im Eignungstest abgefragt werden. Auf der einen Seite steht nun also die Forderung nach interkulturellem Wissen und auf der anderen Seite steht das Kostenproblem, denn: Ein Auslandsaufenthalt kostet auch Geld. Eine Option, um Auslandserfahrungen zu sammeln und dabei noch Geld zu verdienen, ist das Co-Working, das es auf der ganzen Welt gibt.

Wortwegweiser Co-Working


Co-Working ist eine neue Arbeitsform, bei der sich mehrere Freiberufler, Start-Ups oder kleine Firmen einen gemeinsamen Arbeitsplatz teilen. Oft sind so sehr verschiedene Kreative, Freischaffende und Menschen aus der Online-Branche in großen Räumlichkeiten gemeinsam untergebracht. Hier können sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise voneinander profitieren“lautet die Definition von Co-Working. Diese kann zudem noch weiter differenziert werden.

  1. Eine Möglichkeit ist es, gemeinsam mit Gleichgesinnten eine Art Arbeits-WG oder Bürogemeinschaft zu gründen.

  2. Die zweite Herangehensweise ist, das Immobilienbesitzer jungen Unternehmern eine Arbeitsfläche anbieten – und sich einzelne Start-ups um einen Arbeitsort dort bemühen.

Egal aus welcher Richtung und Intention heraus Co-Working angegangen wird, die Vorteile sind stets dieselben: Flexibilität, Kostenersparnis und Austausch sind an dieser Stelle die Punkte, die für Co-Working sprechen.

Auslandsaufenthalt und Co-Working verquicken

Klassische Wege, um Auslandserfahrungen zu sammeln, sind Optionen wie als Au-pair in ein fremdes Land zu reisen oder gar eine Praktikanten- oder Werkstudentenstelle im Ausland aufzutun. Beide Optionen sind möglich, um zumindest einen Teil der Kosten für den Auslandsaufenthalt zu decken. Während Werkstunden meist einen geringen Obolus für ihren Einsatz bekommen, erhalten Au-pairs Taschengeld sowie freie Kost und Logis. Abenteuerlicher wird’s bei der Work-and-Travel-Variante, bei der immer so lange ein fremdes Land erkundet wird, solange das Geld reicht. Regelmäßig wird die Reise unterbrochen, um via Mini-Job die Urlaubskasse aufzustocken.

Quasi als Weiterentwicklung der Work-and-Travel-Variante könnte auch die Co-Working-Idee angesehen werden. Diese Szenarien sind denkbar:

  • Wer beispielsweise einen Job als virtueller Assistent ergattert, der muss sich nicht vor Ort einen Job suchen, sondern klinkt sich einfach regelmäßig online ein, um seine Aufgaben zu erledigen. Fazit: Die Auslandsreise-Kasse wird aufgestockt, ohne auf Jobsuche vor Ort zu gehen.
  • Wer bereits in der Heimat eine Internetpräsenz rund um die eigene Passion aufgebaut hat, der kann beispielsweise mithilfe von Affiliate Marketing auf dem eigenen Blog die Haushaltskasse etwas aufbessern.
  • Wer ohnehin bereits ortsunabhängig arbeiten kann und davon auch leben kann, hat die beste Ausgangssituation, um ein fremdes Land solange zu erleben, wie das die Einreisebedingungen zu lassen.



Abbildung 2: Am Strand von Alcúdia fällt konzentriertes Arbeiten sicherlich schwer. Im Co-Working-Space herrscht hier mehr Struktur.

Was der Co-Working-Space damit zu tun hat? Dieser versprüht Arbeitsatmosphäre. Während es am Strand von Alcúdia vielleicht etwas schwierig wird, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, ist das beim Co-Working auf der Trauminsel Mallorca durchaus umsetzbar.

Co-Working ist auch ein Lebensgefühl

Wer sich nun fragt, warum für die gute, alte Bürogemeinschaft ein amerikanischer Begriff herhalten muss, der hat die Tiefen des Co-Workings noch nicht durchschaut. Co-Working ist mehr als nur eine Bürogemeinschaft. Co-Working steht für Offenheit, Nachhaltigkeit, Zugänglichkeit, Gemeinschaft und Zusammenarbei

Offenheit

Co-Working-Spaces sind in der Regel Großraumbüros, die komplett offen gehalten werden können oder durch Trennwände die einzelnen Unternehmer voneinander separieren. Wer Co-Working leben will, setzt auf die Variante ohne Trennwände. Wer sich um den Geräuschpegel sorgt, dem sei gesagt: Es gibt Konferenz- und Telefonräume, die genutzt werden können, ohne dass die anderen Unternehmer-Kollegen in ihrer Konzentration gestört werden.

Nachhaltigkeit

Ressourcen gemeinsam zu nutzen, trägt der Forderung nach Nachhaltigkeit bestens Rechnung. So gibt es in vielen Co-Working-Spaces eine Büromaterial-Pauschale, die erhoben wird, um gemeinsam Papier zu kaufen. Hier sorgen Synergie-Effekte für Kosteneffizienz.

Zugänglichkeit

Wer nach einem Co-Working-Space sucht, findet sicherlich auch einen Platz. Und dieser kann anfangs für den Unternehmer selbst gedacht sein – und sich auch rasch den Gegebenheiten anpassen. Gerade Online-Geschäfte entwickeln sich oft schnell. Wer dann kurzfristig auf personelle Unterstützung bauen möchte, hat die Option, schnell und einfach einen weiteren Co-Working-Arbeitsplatz hinzu zu buchen.

Gemeinschaft

Gemeinschaftseinrichtungen wie Küche und Aufenthaltsraum ermöglichen den Austausch untereinander in ungezwungener Atmosphäre. Zudem bleibt die Ruhe so am eigentlichen Arbeitsplatz gewahrt, wenn an der Kaffeemaschine oder zum Mittagssnack geplauscht wird.

Zusammenarbeiten

Ein Austausch beim Mittagessen kann auch schnell zum beruflichen Brainstorming werden. Nächster Schritt: Zusammenarbeit. Da sich in der Co-Working-Szene extrem viele internet- und technikaffine Kreative aufhalten, kommt es hier schnell zu Synergieeffekten, die das Kollegen-Gefühl schüren.

 


Abbildung 3: So stylisch könnte der Aufenthaltsbereich in einem Co-Working-Space aussehen.

In der Fraunhofer-Studie zur „Faszination Co-Working“ wurden noch weitere Punkte ins Feld geführt, die die Sogwirkung erklären, die das Co-Working hat.

  • Es bewahrt den Freelancern Freiheit und Stabilität.

  • Es erleichtert den Alltag eines Start-up-Geschäftsführers um Themen wie Putzfrau, Konferenzräume, etc.

  • Es trennt den privaten Bereich vom Geschäftlichen.

  • Es impliziert das Gefühl, nicht alleine zu sein.

  • Es ist eine Alternative zur Home-Office-Variante.



Abbildung 1: pixabay.com © jedpereiro (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © udocoors (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: pixabay.com © novologic (CC0 Public Domain)

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