Bulgarien – Wissen um Land und Leute / Einstellungstest-Aufgaben

Bulgarien - Wissen um Land und Leute / Einstellungstest-Aufgaben
Wissen rund um das Land Bulgarien, dessen Natur, Land und Leute. Im Einstellungstest sind geografische Kenntnisse gefragt. In dieser Woche schauen wir uns das Land Bulgarien genauer an.

Malerische StrĂ€nde im Osten und hohe Gebirge im Westen: Bulgarien ist ein landschaftlich vielseitiges Land. Aufgrund der offenen Gesellschaft und dem schönen Wetter im Sommer erfreut sich der Staat großer Beliebtheit bei Touristen. Auch Auswanderer haben die warmen Regionen am Meer fĂŒr sich entdeckt, sollten allerdings ein paar Dinge wissen.

Das Klima und Wetter des Landes

Das Klima in Bulgarien ist primĂ€r gemĂ€ĂŸigt kontinental. Dies bedeutet, dass man in der Regel mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern rechnen muss. Allerdings gibt es durchaus regionale Unterschiede, was das Wetter betrifft. Da Bulgarien landschaftlich sehr unterschiedlich ist, wirkt sich dies auf das Klima in den verschiedenen Regionen aus.

Im Norden ist das kontinentale Klima am stĂ€rksten spĂŒrbar. Die Sommer sind hier sehr heiß und trocken, wĂ€hrend die Winter tiefe Temperaturen und viel Schnee bringen. Etwas zentraler liegt die Marizaebene, die schon stĂ€rker von maritimen EinflĂŒssen geprĂ€gt ist. Die Winter sind hier nicht mehr ganz so kalt, dafĂŒr fallen im FrĂŒhjahr deutlich mehr NiederschlĂ€ge. An den KĂŒstenregionen im Osten ist das mediterrane Klima am ausgeprĂ€gtesten. Auf heiße Sommer folgen ein milder Herbst und ein niederschlagreicher Winter. Ähnliches lĂ€sst sich auch im SĂŒdwesten beobachten, der Griechenland und die TĂŒrkei grenzt.

Reisen nach Bulgarien

Bulgarien ist auch als Reiseland sehr beliebt, da es nicht nur wettertechnisch, sondern auch landschaftlich und kulturell einiges zu bieten hat. Im Osten grenzt das Land beispielsweise an das Schwarze Meer. Die Region ist ein beliebter Badeort, da viele StrÀnde und warme Thermalquellen Besucher anziehen. Der beliebteste Strand des Landes ist der Goldstrand. Dieser befindet sich in der NÀhe der Stadt Warna. Der Name resultiert aus dem goldenen Sand, der bei sonnigem Wetter schimmert. Von diesem gibt es in der Region nicht zu wenig. Die durchschnittliche Temperatur betrÀgt von Juli und August um die 27 Grad, das Wasser erwÀrmt sich bis auf 24 Grad.

Der Strand am Schwarzen Meer ist jedoch nicht die einzige SehenswĂŒrdigkeit, die Bulgarien zu bieten hat. Auch kulturell kommt man in dem Land auf seine Kosten. Aufgrund der Lage kamen ĂŒber die Jahrhunderte Römer, Griechen, Osmanen, Russen und TĂŒrken in die Region und hinterließen ihre Spuren. Auch die Zahl der Klöster und Kirchen, die besichtigt werden können, sind in Bulgarien beinah kaum zu zĂ€hlen. Historische SehenswĂŒrdigkeiten finden sich neben der Hauptstadt Sofia auch in Orten wie Preslav, Baba, Vida, Starosel, Pliska, Perperikon und Schipka.

Naturfreunde dĂŒrften in Bulgarien ebenfalls nicht zu kurz kommen. Das Land ist fĂŒr seine unberĂŒhrten Landschaften berĂŒhmt und bietet das eine oder andere einzigartige Naturschauspiel. Der Wasserfall Polska Skakavitza, das Naturschutzgebiet Ropotamo Belogradchik, der Steinwald Taukliman Srebarna und die Höhle Saeva Dupka sind nur einige interessante SehenswĂŒrdigkeiten, die man wĂ€hrend einer Reise besuchen kann.

Sicherheit und Aufenthalt

Auch wenn Bulgarien ein Mitglied der EuropĂ€ischen Union ist, gehört es nach aktuellem Stand nicht zum sogenannten Schengen-Raum. Reisende benötigen aus diesem Grund einen Reisepass oder einen noch mindestens 90 Tage gĂŒltigen Personalausweis. HĂ€lt man sich maximal 90 Tage im Land auf, brauch man sich keine Gedanken ĂŒber ein Visa machen. Übersteigt der Aufenthalt aber diese Zeit, dann muss man eine Bescheinigung fĂŒr EU-BĂŒrger beantragen.

Die Sprache des Landes ist Bulgarisch, bei Minderheiten sind zudem TĂŒrkisch, Mazedonisch und Griechisch verbreitet. Als AuslĂ€nder kommt man in den großen Touristenzentren und der Hauptstadt Sofia mit Englisch meist gut weiter, sobald man in eher lĂ€ndliche Regionen reist, kann es aber passieren, dass nur noch die heimische Sprache gesprochen wird.

Beim Thema Sicherheit sind vor allem DiebstĂ€hle ein großes Problem. Autos mit auslĂ€ndischen Kennzeichen und Touristen sind ein beliebtes Ziel fĂŒr Diebe. Hier ist Bulgarien allerdings nicht gefĂ€hrlicher als es viele andere Touristenregionen im Mittelmeer sind.

Als Reisender sollte man sich zudem den Konsum von Alkohol und Drogen genau ĂŒberlegen. Es gilt eine Promillegrenze von 0,5 fĂŒr Autofahrer, die man nicht ĂŒberschreiten sollte. Sowohl betrunkenes Fahren als auch der Konsum von illegalen Drogen wird sehr hart bestraft und kann bis zu 30 Jahre GefĂ€ngnis nach sich ziehen. Die Haftbedingungen sind dabei deutlich hĂ€rter als beispielsweise in Deutschland.

Arbeit in Bulgarien

Neben dem Tourismus ist Bulgarien auch als Arbeitgeberland fĂŒr viele FachkrĂ€fte interessant. Besonders die IT-Branche ist nach heutigem Stand in dem Land aktiv und bietet gut bezahlte ArbeitsplĂ€tze. Da das Land zudem geringere Lebenserhaltungskosten hat, lĂ€sst es sich als gut bezahlte Fachkraft durchaus aushalten.

Bevor man seine Arbeit in Bulgarien antritt, sollte man aber auf ein paar Dinge achten. So benötigt man fĂŒr einen lĂ€ngeren Aufenthalt die schon angesprochene Genehmigung fĂŒr EU-BĂŒrger. DarĂŒber hinaus unterscheiden sich die Bestimmungen fĂŒr die RentenbeitrĂ€ge zu Deutschland. Rein gesetzlich ist ein Arbeitgeber in Bulgarien nur verpflichtet, einen Mindestbetrag in die Rentenkasse einzuzahlen. Wer dies weiß, kann mit dem jeweiligen Unternehmen ĂŒber die Summe verhandeln und so einen angemessenen Betrag erhalten.

Auch bei der medizinischen Versorgung gibt es ein paar Unterschiede. Auch wenn die Krankenkassen fĂŒr die Behandlung aufkommt, kann es sein, dass man Ärzte in Bulgarien zusĂ€tzlich noch unter der Hand bezahlen muss. Besonders bei sehr guten Medizinern und FachĂ€rzten ist dies durchaus nicht unĂŒblich. DarĂŒber hinaus gelten die Bulgaren selbst aber als sehr aufgeschlossen und freundlich. Auch AuslĂ€nder werden offen empfangen und in den Freundeskreis aufgenommen. Zu beachten ist aber, dass Nicken in Bulgarien keine Geste der Zustimmung ist. Im Gegensatz zu vielen anderen LĂ€ndern verneinen die Bulgaren eine Sache, wenn sie nicken. Dementsprechend signalisiert das SchĂŒtteln des Kopfes Zustimmung. Wer MissverstĂ€ndnisse vermeiden möchte, sollte sich daran erinnern.

Fazit

Bulgarien ist sowohl fĂŒr Touristen als auch fĂŒr Arbeiter ein interessantes Land. Mit warmen Sommern und kalten, schneereichen Wintern kommen sowohl die Badefreunde als auch die Wintersportler auf ihre Kosten. Zudem lĂ€dt die offene Gesellschaft Besucher und Auswanderer ein. Allerdings sollte man sich im Vorfeld ĂŒber die – im Vergleich zu Deutschland – unterschiedlichen Gegebenheiten bei Dingen wie der Rentenversicherung oder der medizinischen Versorgung im Klaren sein.

 

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