Otto von Bismarck Zitate und Politik

Otto von Bismarck Zitate und PolitikKein Aprilscherz: Am 1. April 2015 feiern wir den 200sten Geburtstag von Otto von Bismarck. Bismarck war einer der bedeutendsten Politiker deutscher Geschichte. Er war der erste Reichskanzler und hat das Deutsche Reich mit gegrĂŒndet. Deshalb stellen wir hier seine wichtigsten Zitate, seine Politik und seine Biografie einmal vor.

Otto von Bismarcks Zitate

Otto von Bismarck gilt als eine echte historische Persönlichkeit, welche gerne mit den Worten zitiert wird:

– Wir Deutschen fĂŒrchten Gott, sonst nichts auf der Welt; und diese Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen lĂ€sst.

– Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, wĂ€hrend des Krieges und nach der Jagd.

– Die Politik ist keine Wissenschaft, die man lernen kann. Sie ist eine Kunst, und wer sie nicht kann, der bleibt besser davon.

– Die Presse ist fĂŒr mich DruckerschwĂ€rze auf Papier.

– Gegen die Regierung mit allen Mitteln zu kĂ€mpfen ist ja ein Grundrecht und Sport eines jeden Deutschen.

– Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als ein Übel, das die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemĂŒht sein muss.

– Diese Eisenbahnen, sie hemmen nur den Verkehr

– Die Neigung, sich fĂŒr fremde NationalitĂ€ten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eignen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung leider auf Deutschland beschrĂ€nkt ist.

– Wer weiß, wie Gesetze und WĂŒrste zustande kommen, der kann nachts nicht mehr ruhig schlafen.

Otto von Bismarcks Politik

Ein wichtiges Kennzeichen Bismarcks Außenpolitik ist die sog. BĂŒndnispolitik. Nachdem das Deutsche Reich mit dem Sieg ĂŒber Frankreich (1871) eine echte europĂ€ische Großmacht geworden war, wollte sich Bismarck außenpolitisch absichern. Er schloss BĂŒndnisse mit allen anderen europĂ€ischen GroßmĂ€chten bis auf Frankreich ab. 1879 wurde der Zweierbund zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn geschlossen. 1881 der Dreikaiserbund zwischen dem Deutschen Reich, Russland, Österreich und Ungarn. 1882 dann der Dreibund zwischen dem Deutschen Reich, Italien, Österreich und Ungarn. Nach der Entlassung von Bismarck 1890 zerfielen die BĂŒndnissysteme in kurzer Zeit.

Innerpolitisch ist Bismarck fĂŒr die GrĂŒndung des Deutschen Reiches bekannt, genauso wie fĂŒr die EinfĂŒhrung der gesetzlichen Sozialversicherungssysteme.

Bismarck Biografie / politischer Lebenslauf

1. April 1815: Otto von Bismarck wird in Schönhausen geboren.

1849 Bismarck wird ein konservativer Abgeordneter der Zweiten Preußischen Kammer

1850 Abgeordneter im Erfurter Parlament, hier bekĂ€mpft er die Unionsbestrebungen der preußischen Regierung

1851-58: Berater und Gesandter Preußens im Bundestag – er wird Vertreter einer kleindeutschen (ohne Österreich) Einheitsidee

1859-62: Gesandter in Petersburg – Er studiert die russische Diplomatie. Zar Alexander II wollte Bismarck in seine Dienste aufnehmen, Bismarck lehnte ab

1862: Gesandter in Paris. Hier kann Bismarck bei     Napoleon III. die Schule des französischen Bonapartismus studieren

1862: Ernennung zum preußischer MinisterprĂ€sident und Minister des AuswĂ€rtigen

1864: Deutsch-DĂ€nischer Krieg (1. Reichseinigungskrieg)

1866: Attentat auf Bismarck.     Bismarck selbst entwaffnet den AttentÀter und wird dabei durch einen Streifschuss verletzt.

1866: Deutscher Krieg (2.     Reichseinigungskrieg). Der ĂŒberraschende militĂ€rische Erfolg Preußens ĂŒber Österreich fĂŒhrt zum hohen Ansehen Bismarcks. Viele glauben an eine deutsche Bundesverfassung mit der FĂŒhrung Preußens.

1867: GrĂŒndung des Norddeutschen     Bundes

1870: Deutsch-Französischer Krieg (3. Reichseinigungskrieg)

1871: GrĂŒndung des Deutschen     Reiches. Bismarck wird erster Reichskanzler,     –

1874: ein zweites Attentat auf Bismarck, bei dem er leicht verletzt wird

1879-1882 – Bismarcks BĂŒndnispolitik

1881: Bismarck fĂŒhrt als Reichskanzler die Krankenversicherung im Deutschen Reich ein.

1884: Bismarck fĂŒhrt als Reichskanzler die Unfallversicherung im Deutschen Reich ein.

1898: Am 30. Juli stirbt Bismarck auf seinem Gut Friedrichsruh in Sachsenwald (bei Hamburg)

Bismarck DenkmĂ€ler – das Denkmal in Hamburg und andere

Nach dem Tod von Bismarck entstanden in Deutschland grĂ¶ĂŸtenteils durch Spenden finanzierte Bismarck-DenkmĂ€ler, man schĂ€tzte die Gesamtzahl damals auf 500. Das erste Denkmal entstand noch zu Lebzeiten 1877 in Bad Kissingen. Das grĂ¶ĂŸte Bismarkdenkmal ist in Hamburg 1906 eingeweiht worden.

Das Werk Gedanken und Erinnerungen

Eins der bedeutendsten politischen Werke zur damaligen Zeit waren Bismarcks Memoiren “Gedanken und Erinnerungen”. Ein Werk, welches mit einer Erstauflage von 100.000 Exemplaren schnell vergriffen war und fĂŒr eine lange Zeit die deutsche Politik prĂ€gte.

 

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