Bessere Noten ohne kontraproduktiven Druck

Noten und Zensuren sind die Bemessungsgrundlage in unserem Bildungssystem. Selbstverständlich wünschen sich daher die meisten Eltern, dass ihre Kinder möglichst gute Noten nach Hause bringen, um später im Leben viele Optionen durch einen guten Abschluss offen zu haben . Noten sind daher in vielen Elternhäusern ein äußerst heikles und spannungsgeladenes Thema. Doch wie kann man mit schlechten Zensuren besser umgehen, als Druck aufzubauen, den letztlich Eltern wie Kinder aushalten müssen und der kontraproduktiv ist? Doch zunächst einige Worte zum Thema Druck:

“Was?! Schon wieder eine 5 in Latein? Und Mathe war doch auch nur eine 4. Ab jetzt sind Computer und Fußballplatz gestrichen!” Es liegt auf der Hand, dass ein solches Szenario Schüler nicht gerade zum Lernen motiviert, vor allem dann, wenn es sich um ein ungeliebtes oder sogar verhasstes Fach handelt. Emotional gesehen verknüpfen Schüler dadurch mit bestimmten Fächern noch mehr negative Assoziationen, bis hin zur absoluten Lernblockade. Es kommt womöglich zum Streit, wodurch die Zensuren aber auch nicht besser werden. Ein solches Verhalten – gespickt mit Vorwürfen, Druck und Drohungen – ist nicht dazu angetan, Kinder zum Lernen anzuhalten. Eher tendieren sie dann dazu, mit Schule immer mehr Negatives zu verbinden und rutschen in eine trotzige Nein-Haltung.

Doch auch Eltern selbst tun sich mit einem solchen Verhalten keinen Gefallen. Sicher ist es angebracht, seiner Fürsorgepflicht nachzugehen und den Nachwuchs ins selbstständige Erwachsenenleben zu geleiten. Doch wer sich über jede schlechte Note aufregt, schadet letztlich seiner Lebensqualität und der Lebensqualität der Kinder und zwar ohne das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Viel eher muss es darum gehen, Schüler dazu anzuleiten, selbstständig Lernkonzepte zu erarbeiten, die auch tragbar sind.

Lösungsorientiertes Verhalten

Besser als Schimpfen, Drohungen und Druck ist es, sachlich an die Problematik heranzugehen. Am besten man setzt sich gemeinsam mit den Kindern an einen Tisch und bespricht in aller Ruhe, woran die Klassenarbeit gescheitert ist und was man künftig besser tun kann. Schüler, vor allem wenn sie mitten in der Pubertät stecken, schätzen es sehr, wenn man auf Augenhöhe mit ihnen redet und versucht, gemeinsam mit ihnen eine Lösung zu erarbeiten. Sie fühlen sich dann ernst genommen. Schlechte Zensuren kann man zwar nicht ungeschehen machen, aber man kann für die Zukunft vorsorgen, indem man gemeinsam überlegt, was nicht gut gelaufen ist. Liegt es am Fach? Liegt es am Lehrer? Haben Kinder tatsächlich zu wenig Zeit ins Lernen investiert? Ist die Lernumgebung vielleicht nicht geeignet? Gibt es bessere Strategien, um erfolgreicher zu lernen als bisher? Mit einem solchen konstruktiven Verhalten können Eltern Schüler viel eher erreichen als mit Druck.

Lernvorschläge ausarbeiten

Selbst wenn man beruflich bedingt nicht immer bei dem Kind sein kann hat man ja noch immer die Alternative mit der Lern-nachhilfe. Die Nachfrage nach Nachhilfeunterricht in München zB. steigt schon seit Jahren. Was nicht wirklich verwundert, bei einer Großstadt wo die Mehrheit der Eltern berufstätig ist.

Vielleicht war aber auch nur die Lernmethode nicht geeignet, um gute Noten zu erzielen. Wie wäre es mit folgender Herangehensweise: Der heutige Nachwuchs ist sehr computeraffin. Vokabeln und Grammatik zum Beispiel kann man wunderbar am Computer üben, es gibt zahlreiche Lernprogramme, die zum Teil auch kostenlos sind. Vielleicht lernt es sich aber auch leichter mit Freunden. Wie wäre es, Freunde zum Lernen einzuladen, den Nachmittag über ein Auge auf den Nachwuchs zu haben und dann als Belohnung gemeinsam lecker zu Abend zu essen? Auf diese Weise schafft man ein angenehmes Lernumfeld und Kinder verbinden mit Schule zunehmend Positives statt Negatives. Gemeinsam kann man erörtern, welche Strategie die beste wäre, um einen guten Schulabschluss zu bekommen. Ideal ist es, Schüler dazu zu animieren, eigene Lernstrategien zu erarbeiten, die funktionieren. Wichtig ist es dabei, Schülern deutlich zu machen, wie wichtig das Lernen für das spätere Leben ist. Allerdings sollte dies nicht mit Drohungen geschehen (“Sonst landest du später unter der Brücke”), sondern indem man Perspektiven aufweist (“Mit einem guten Abschluss kannst du dir später deinen Beruf heraussuchen.”). Dadurch wird sich nicht nur die Atmosphäre und die Lebensqualität im Elternhaus verbessern, sondern ganz sicher auch die Zensuren.

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