Beruflicher Wiedereinstieg leicht gemacht

Elternzeit, Krankheit, Arbeitslosigkeit – Gründe für lange Auszeiten aus dem Job kann es viele geben. Wer nach längerer Abwesenheit vom Arbeitsmarkt wiedereinsteigen möchte, sollte einiges beachten. Eine wichtige Frage ist etwa, ob man gleich wieder voll durchstarten oder sich zunächst Stück für Stück an neue Herausforderungen wagen möchte. Außerdem stellt sich die Frage nach Fördermöglichkeiten.

Welches Jobmodell ist das richtige für mich?

Eine feste Anstellung sorgt nicht nur für finanzielle Unabhängigkeit. Kein Wunder also, dass viele nach einer Krankheit, der Eltern- oder Pflegezeit wieder in ihr Berufsleben zurückkehren möchten. Die berufliche Rehabilitation legt den Grundstein für eine Rückkehr in den alten Beruf. Allerdings ist es jetzt auch an der Zeit, seine Motive zu hinterfragen und sich damit auseinanderzusetzen, welches Arbeitsmodell am besten geeignet ist.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Vollzeitstelle
  • Teilzeitstelle
  • flexibles Arbeitsmodell
  • Weg in die Selbständigkeit

Vor allem dann, wenn Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen mit dem Beruf vereint werden sollen, bieten sich flexible Arbeitsmodelle an. Viele Arbeitgeber bieten Unterstützung beim Ausbalancieren von Familie und Beruf. Auch stellt sich die Frage, ob man weiter in seinem bisherigen Beruf arbeiten oder sich neuen Perspektiven gegenüber öffnen möchte. Dies hängt nicht zuletzt davon ab, wie lange man aus dem Beruf raus ist. Vielleicht hat sich das Berufsbild gewandelt? Mit einer Umschulung oder einer Weiterbildung ist es möglich, seine Kenntnisse den Veränderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. 

So gelingt der Wiedereinstieg

Sobald der Wiedereinstieg konkret wird, sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wo kann ich passende Stellenangebote finden?
  • Worauf muss ich bei der Bewerbung achten?
  • Wie kann ich mich auf Vorstellungsgespräche vorbereiten
  • Wo kann ich mich beraten lassen, wenn ich mich selbständig machen möchte?

Aussagekräftige Profile auf Karriereportalen können ebenso erfolgreich sein wie die Jobsuche auf Job-Portalen. 

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Auf berufliche Wiedereinsteiger warten verschiedene Fördermöglichkeiten, darunter

  • Hilfe zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes
  • Berufliche Weiterbildung
  • Berufsvorbereitung
  • Eingliederungszuschuss

Eingliederungszuschuss:

Unternehmen, die arbeitslosen Menschen die Chance geben, in der Berufswelt wieder Fuß zu fassen, profitieren von einem so genannten Eingliederungszuschuss. Ein großer Vorteil für Wiedereinsteiger ist die Nachbeschäftigungspflicht der Arbeitgeber. Kommt der Arbeitgeber dieser Pflicht nicht nach, muss er den Eingliederungszuschuss teilweise zurückzahlen. 

Üblicherweise wird die Förderung über einen Zeitraum von 12 Monaten gewährt. Sie liegt bei bis zu 50 % des Arbeitsentgelts. Unter besonderen Umständen ist auch eine längere und höhere Förderung möglich.

  • Förderung für Arbeitnehmer ab 50 Jahren: Förderung bis zu 50 % über einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten
  • Förderung für behinderte und schwebehinderte Arbeitnehmer: Förderung bis zu 70 % über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten (in besonderen Fällen bis zu 60 Monate)

Förderung der beruflichen Weiterbildung

Der Arbeitsmarkt unterliegt einem ständigen Wandel. Um Berufsrückkehrer fit für die aktuellen Anforderungen am Arbeitsmarkt zu machen, können bei der Agentur für Arbeit individuelle Förderungen in Anspruch genommen werden. Je nach Bedarf können kurzfristige Lehrgänge oder längere Kurse gefördert werden. Das Ziel: den Arbeitnehmer auf seine zukünftige Arbeit vorzubereiten. 

Bildquellen

  • 28.01.20_wbstraining.de_plakos.de_Beruflicher Wiedereinstieg leicht gemacht – geralt@pixabay.com – shaking-hands-3091906_1920: pixabay

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