Berufliche Reha Eignungstest: Auf was muss ich mich einstellen?

Um eine berufliche Rückkehr eines Patienten so einfach wie möglich zu gestalten, wird ein sogenannter berufliche Reha Eignungstest durchgeführt. Eigentlich handelt es sich hierbei sogar um mehrere Tests und Prüfungen, die ganz verschiedene Ansätze verfolgen. In allen Fällen ist das Ziel aber immer gleich: Es sollen passende Rehabilitationsmaßnahmen und eine berufliche Eignung ermittelt werden. Was genau in einem Reha Eignungstest auf dich wartet und wie diese Tests aussehen, erfährst du im Folgenden detailliert.

Berufliche Reha

Das steckt hinter dem Eignungstest der beruflichen Reha

Wer nach einem Unfall und einer dementsprechend langen Ausfallzeit zurück in den Berufsalltag möchte, hat es oftmals nicht einfach. Verschiedene Belastungen sind vorhanden, gleichzeitig ist jetzt möglicherweise auch nicht mehr jeder Berufswunsch einfach so ergreifbar. Berufliche Eignungstest, auch in der Rehabilitation, dienen deshalb dazu, eine mögliche Eignung des Patienten für den Berufsalltag zu ermitteln. Auf diese Art und Weise wird geprüft, für welche Berufe du in Frage kommst, gleichzeitig hilft der Eignungstest dabei, passende Maßnahmen für die Rehabilitation zu bestimmen. Hierbei handelt es sich also nicht um einen Einstellungstest wie bei der Polizei oder für einen Bankkaufmann. Stattdessen dient dieser Eignungstest vor allem zu deiner Unterstützung.

Wichtig
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Welcher Beruf passt zu mir? Der Berufstest findet es heraus!

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass es nicht den eigenen Eignungstest für die berufliche Rehabilitation gibt. Stattdessen gibt es unterschiedliche Testverfahren, die für ganz unterschiedliche Situationen bzw. Menschen gedacht sind. Damit du dir davon einen besseren Eindruck verschaffen kannst, wollen wir diese Tests im Folgenden einmal detaillierter vorstellen.

Abklärung der beruflichen Eignung

Bei der Abklärung der beruflichen Eignung handelt es sich um einen Test, der dazu dient, die Möglichkeiten für behinderte Menschen und ihre Rückkehr in den Berufsalltag zu ermöglichen. Als Zielgruppe können nach unseren Erfahrungen hier vor allem junge Menschen genannt werden, die noch nicht so richtig wissen, wohin sie ihr beruflicher Werdegang einmal führen soll. Gleichzeitig aber auch Rehabilitationspatienten, die sich nach einem Unfall neu orientieren müssen oder dies im Rahmen einer Wunschumschulung möchten. Durchgeführt wird die Abklärung der beruflichen Eignung bzw. Bedürfnisprüfung über einen Zeitraum von rund zwölf Wochen. Hier werden verschiedene praktische und theoretische Tests durchgeführt, mit denen dann deine genaue berufliche Eignung ermittelt werden soll. Darüber hinaus wird auf diese Art und Weise auch geklärt, ob vor einem Ausbildungs- oder Arbeitsbeginn noch weitere Maßnahmen notwendig sind.

Arbeitserprobung

Ist bereits eine genauere Vorstellung vom beruflichen Werdegang vorhanden, wird in der Arbeitserprobung herausgefunden, ob du hierfür auch die notwendige Qualifizierung vorweisen kannst. Diese Arbeitserprobung dauert insgesamt maximal drei Monate, in der Regel sind Teilnehmer aber deutlich schneller fertig. Durchgeführt wird die Arbeitserprobung zum Beispiel im Berufsförderungswerk (BFW), der Inhalt hängt natürlich davon ab, für welchen Beruf du dich interessierst. Möglicherweise kann es so zum Beispiel auch sein, dass im Rahmen der Arbeitserprobung ein Praktikum in einem Unternehmen durchlaufen wird, um den praktischen Einblick zu verstärken.

Belastungserprobung

Der Sinn und Zweck hinter der Belastungserprobung verbirgt sich im Prinzip bereits schon im Namen. Mit diesen Tests wird herausgefunden, ob ein Rehabilitationspatient belastbar genug ist, um in seinen alten Beruf zurückzukehren oder den angestrebten neuen Berufswunsch zu ergreifen. Durchgeführt werden kann hierfür zum Beispiel ein medizinisch-berufliches Assessment Center, bei dem es sich um ein spezielles Diagnoseverfahren zur Einschätzung der körperlichen, geistigen und beruflichen Fähigkeiten handelt. Für die Belastungserprobung gibt es dabei unterm Strich zwei Möglichkeiten: Zum einen kann diese direkt in der jeweiligen Rehabilitationsklinik durchgeführt werden, zum anderen aber auch bei einem externen Anbieter.

Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit besonders betroffene Menschen (DIA-AM)

Bei der Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit für besonders betroffene Menschen soll festgestellt werden, ob Menschen trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkung wieder auf den Arbeitsmarkt zurückkehren können. Als Zielgruppe können hier zum Beispiel Menschen genannt werden, die aufgrund eines Unfalls an der Schwelle der geistigen Behinderung stehen und möglicherweise enorme Probleme beim Erlernen von Dingen haben. Sollte in der DIA-AM keine berufliche Eignung festgestellt werden, wird als Alternative möglicherweise die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt ergriffen. Die Diagnose selber unterteilt sich dabei in zwei Phasen, die gemeinsam in der Regel eine Dauer von zwölf Wochen beanspruchen. In der ersten Phase wird eine Eignungsanalyse durchgeführt, in der zum Beispiel die Mobilität, die Motorik oder die Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit untersucht werden. Die zweite Phase findet dann in Betrieben des regulären Arbeitsmarktes statt und soll die theoretischen Eindrücke in der Praxis noch einmal untermauern.

RehaAssessment

Beim sogenannten RehaAssesment handelt es sich um ein Beurteilungssystem, welches vom Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke ins Leben gerufen wurde. Dieses Assessment Center besteht aus unterschiedlichen Modulen, mit denen Menschen nach einer längeren Auszeit von der Beschäftigung hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und der möglichen Rückkehr in den Arbeitsalltag geprüft werden. Abgeglichen werden diese Ergebnisse dann unter anderem damit, welche Bedürfnisse gerade auf dem Arbeitsmarkt gedeckt werden müsse. Damit du dir unter dem RehaAssesment etwas mehr vorstellen kannst, haben wir einige der Module eines RehaAssessment hier aufgeführt:

  • Berufliche Orientierungshilfen
  • Bewerbungstrainings
  • Beratungsgespräche
  • Eignungsabklärungen
  • Belastungserprobungen
  • Arbeitsmedizinische und psychologische Untersuchungen

Fazit: Zurück in den Berufsalltag

Ein psychologischer Eignungstest in einem Bewerbungsverfahren dient in der Regel dazu, dich und deinen Charakter zu überprüfen. Das Problem: Läuft es hier schlecht, ist es das für dich mit dem Bewerbungsverfahren vielleicht gewesen. Beim berufliche Reha Eignungstest ist das aber wiederum nicht so. Diese Tests dienen dir vor allem zur Unterstützung und sollen herausfinden, wie du am schnellsten und besten nach einem Unfall wieder in den Arbeitsalltag integriert werden kannst. Hierfür werden verschiedene Tests durchgeführt, auf die du dich im Rahmen der Reha natürlich vorbereiten solltest. So hart, wie für die Einstellungstests üben wirst du aber nicht müssen.



 

Bildquellen

  • Berufliche Reha Eignungstest: Pixabay
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