Berufe in der Logistikbranche - eine Branche im Wandel?

Die Logistikbranche erlebt tiefgreifende Veränderungen. Immer mehr Waren müssen in immer kürzerer Zeit hin und her bewegt werden, eine Tatsache, die mit hohen Anforderungen verbunden ist und gleichzeitig hohe Gewinne mit sich bringt. Dafür verantwortlich ist die zunehmende Beliebtheit des Online-Handels. Manche Menschen bestellen Kleidung, Bücher oder Elektronikartikel inzwischen beinahe ausschließlich über das Internet. Sie erwarten im Regelfall eine möglichst rasche und unkomplizierte Lieferung. Eine verspätete Lieferung ist oftmals ein entscheidender Grund dafür, sich für einen anderen Online-Händler zu entscheiden.

Diese Entwicklung stellt neue Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter in der Logistikbranche. Eine hohe Effizienz und Zuverlässigkeit sind dabei genauso wichtig wie flexible Zustellungsmethoden und eventuelle Zusatzleistungen. Wer sich in der Zukunft am Markt behaupten möchte, muss Kunden einen makellosen Service bieten und noch so einige andere Anforderungen erfüllen.

Welche Berufe sind in der Logistikbranche vertreten?

Berufe gibt es viele in der Logistikbranche, so viele, dass sie sich hier gar nicht alle aufführen lassen. Zu den wichtigsten gehören die folgenden:

Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen: Wer als Kaufmann beziehungsweise –frau für Spedition und Logistikdienstleistungen arbeiten möchte, muss in der Regel eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Anschließend ist er für die Planung und Koordinierung von Güterströmen verantwortlich, eine anspruchsvolle Aufgabe, die heutzutage vielfach auch Englischkenntnisse für die Kommunikation mit Kunden erfordert.

  • Fachkraft für Lagerlogistik: Auch hier ist in der Regel zunächst eine dreijährige Ausbildung notwendig. Anschließend kümmern sich Fachkräfte für Lagerlogistik um die Annahme und Kontrolle von eingehenden Gütern, die Kommissionierung und die Verpackung. Unterstützt werden Sie dabei von Fachlageristen.

  • Lagerleiter: Voraussetzung für diese anspruchsvolle Position ist meist ein betriebswirtschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Logistik. Lagerleiter sind für einen reibungslosen Ablauf und eine optimale Organisation verantwortlich und setzen dazu modernste Software ein.

  • Versandleiter: Er kümmert sich vor allem um die Kommunikation, beispielsweise mit Spediteuren oder Zollbehörden. Außerdem optimiert ein Versandleiter Versandprozesse und beschäftigt sich mit der Personalverwaltung.

  • Berufskraftfahrer: Sie sind unersetzlich, damit Güter Ihren Zielort erreichen. Dabei ist ein Berufskraftfahrer nicht nur Fahrer allein. Nach seiner meist dreijährigen Ausbildung kümmert er sich auch um die Wartung von Fahrzeugen und die Kommunikation mit Kunden.

  • Fachinformatiker/-in: Auch in der Logistik spielt moderne Hard- und Software heute eine zentrale Rolle. Fachinformatiker kümmern sich um die Entwicklung und den optimalen Einsatz. Meist übernehmen Sie außerdem Anwendungsschulungen von anderen Mitarbeitern.

  • Supply Chain Manager: Sie benötigen umfassende Kenntnisse über Betriebsorganisation, Kostenkontrolle und Web-Technologien. Ihre Aufgabe ist es, für einen reibungslosen Ablauf aller Prozesse in einer Lieferkette zu sorgen. 

  • Einkäufer: Hier ist der Name Programm. Ein Einkäufer ist dafür zuständig, Waren oder Dienstleistungen einzukaufen und die Anlieferung zu organisieren. In einer zunehmend globalisierten Arbeitswelt sind für diese Techniken Fremdsprachenkenntnisse unerlässlich.

  • Logistikplaner: Auch und gerade in der Logistik ist eine optimale Planung eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Arbeit. Logistikplaner analysieren bestehende Konzepte und erarbeiten neue. Dabei gilt es auch den Kostenfaktor im Auge zu behalten.

  • Logistik-Controller: Ein Logistik-Controller behält die Übersicht über anfallende Kosten. In seiner Verantwortung liegt es außerdem, Einsparpotenziale aufzudecken.

Alle diese Berufszweige sind einem teilweise rasanten Wandel unterworfen. Vor allem gewinnen neue Technologien an Bedeutung im täglichen Arbeitsleben. Digitale Vernetzung und die sinnvolle Anwendung neuer Software werden auch in der Logistikbranche immer wichtiger.

Wie wirkt sich Behältermanagement auf die Logistik aus?

Behältermanagement spielt eine zentrale Rolle in der modernen Logistik. Schließlich sind entsprechende Behälter unerlässlich für den Transport von Gütern. Ohne sie ist ein reibungsloser Ablauf nicht möglich. Das Behältermanagement befasst sich vor allem mit der Optimierung des Kreislaufs von leeren und vollen Behältern. Dazu wird moderne Software eingesetzt. Ziele dabei sind:

  • einen Schwund an Behältern zu minimieren beziehungsweise auszuschließen
  • Transportkosten zu reduzieren, indem leere Behälter auf kurzem Weg bereitgestellt werden
  • Einen Überblick über komplexe Bewegungen von Behältern zu behalten
  • Ausweichverpackungen überflüssig zu machen
  • Manuelle Tätigkeiten zu reduzieren

Gelingt es, diese Ziele zu verwirklich, lassen sich teilweise erhebliche Kosten einsparen. Außerdem können so zügige Auslieferungen gewährleistet werden, was in der modernen Logistik entscheidender ist denn je. 

Zudem hat Behältermanagement auch positive Auswirkungen auf die Umwelt. Denn indem der Schwund an Behältern minimiert und für eine effektive Nutzung bestehender Bestände gesorgt wird, müssen weniger neue Behälter angeschafft werden. Das schont Ressourcen und gewährleistet Nachhaltigkeit. Mittlerweile gibt es eine Reihe spezieller Dienstleister, die sich ganz Behältermanagement widmen. Unternehmen können so ihren kompletten Behälter-Kreislauf auslagern und auch Tätigkeiten wie Reinigung und Instandsetzung von Behältern einem externen Dienstleister überlassen. Durch die Bereitstellung von Depotsystemen und die Nutzung moderner Software soll so ein möglichst effizienter Kreislauf von Behältern gewährleistet werden. 

Die Logistik der Zukunft ist umweltfreundlich

Umweltfreundlichkeit gewinnt auch in der Logistik an Bedeutung. Steigt das Transportaufkommen durch den zunehmenden Warenverkehr in den nächsten Jahren so rasant an, wie es viele Prognosen erwarten, sind ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und die Reduzierung von Schadstoffen zentrale Faktoren dafür, dass unsere Welt nicht unter dem Güterstrom kollabiert. 

Neben einem sinnvollen Behältermanagement rücken in Zusammenhang damit alternative Antriebsmodelle in den Vordergrund, ebenso wie die Optimierung von Abläufen, sodass umweltschädliche Leerfahrten oder Umwege möglichst reduziert werden. Auch bei Kunden wächst das Bewusstsein für einen umweltfreundlichen Warenverkehr, eine Tatsache, die zunehmende in die Entscheidung zwischen verschiedenen Anbietern mit einfließt.

Die Zukunftsaussichten sind rosig für die Logistikbranche

Die Logistikbranche brummt und Experten gehen davon aus, dass dies auch in den nächsten Jahren so bleiben wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Transport von Gütern rund um den Erdball weiter zunehmen. Damit verbunden ist die Aussicht auf steigende Gewinne für Unternehmen in der Logistikbranche.

Wer sich in der Zukunft am Markt behaupten möchte, muss allerdings auch neue Herausforderungen meistern. Dazu gehören die effektive Nutzung moderner Technologien, die Optimierung von Geschäftsprozessen und die Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Auch die Versorgung mit ausreichend Fachkräften könnte sich zunehmend als schwierig gestalten. Denn bislang lockt die Logistikbranche nicht so viele qualifizierte Arbeitskräfte an, wie es erforderlich wäre für eine reibungslose Bewältigung aller anstehenden Aufgaben.


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