Beamtentest - Ausbildung im gehobenen Dienst / alles zum LPA-Test

nur die Besten werden Beamte

Die Nachfrage nach Ausbildungen oder einem Studium im öffentlichen Dienst ist immer groß. Viele junge Menschen finden die Laufbahn eines Beamten interessant, da sie nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz und abwechslungsreiche Tätigkeiten, sondern auch ein gutes Gehalt verspricht. Aufgrund der hohen Nachfrage und auch den Anforderungen an die Beamten führen Bundesländer wie Bayern einen Beamtentest und ein Auswahlverfahren durch. Auf Basis der Ergebnisse werden anschließend die Studienplätze vergeben.

Gehobener Dienst: Voraussetzungen für das Studium

Für den Beamtentest, der häufig auch als LPA-Test bezeichnet wird, ist der bayrische Landespersonalausschuss verantwortlich. Dieser hat die Aufsicht über alle beamtenrechtlichen Prüfungen und damit auch den Einstellungstest. Geprüft werden alle Bewerber, die sich für ein Studium mit anschließender Stelle bewerben. Eine Ausnahme bilden Stellen bei der Polizei und der Bundeswehr, die eigene Auswahlverfahren einsetzen.

Zu den Studienmöglichkeiten in Bayern, bei denen der Beamtentest im Vorfeld bestanden werden muss, gehören:

  • Diplom-Verwaltungswirt/in
  • Diplom-Rechtspfleger/in 
  • Diplom-Verwaltungswirt/in
  • Bibliothekar/in 
  • Diplom-Finanzwirt/in

Je nach Jahr können die Anzahl der Studienplätze schwanken. So wird in der Regel erst der konkrete Bedarf an neuen Beamten ermittelt, um anschließend eine entsprechende Zahl an Möglichkeiten zur Ausbildung anzubieten.

Wer sich für eine Ausbildung interessiert, sollte mindestens die Fachhochschulreife mitbringen. Darüber hinaus sind gute Noten in Deutsch und Mathe gefragt. Sowohl der Umgang mit Zahlen als auch das Thema Rechtschreibung spielen eine wichtige Rolle. Angehende Beamte sollten zudem über eine gründliche Arbeitsweise verfügen und Spaß an Büroarbeit haben. Auch Kommunikationsfähigkeiten sind nicht zu unterschätzen, da man in vielen Bereichen mit Bürgern in Kontakt kommt.

Das Auswahlverfahren

Der Beamtentest findet in Bayern ein Mal im Jahr statt und gilt für den nichttechnischen Bereich der Leistungslaufbahn (dritte Qualifikationsebene, Beamtenlaufbahn, früher gehobener Dienst). In der Regel erfolgt der Test im Herbst für den Einstellungszeitraum im kommenden Jahr. Wer den Termin verpasst, muss sich bis zum nächsten Test gedulden. Es werden keine Nachholtermine angeboten.

Im Beamtentest erwarten die Teilnehmer verschiedene Übungen. Neben Aufgaben zu Erdkunde, Geschichte, Wirtschaft und Recht müssen auch Fragen zum Freistaat Bayern, der Bundesrepublik Deutschland, der Europäischen Union sowie aktuellem Zeitgeschehen beantwortet werden. Darüber hinaus gibt es auch Übungen zur deutschen Sprache und zur Rechtschreibung.

Anschließend werden die erzielten Ergebnisse zu einer Note zusammengefasst. Im Gegensatz zu Schulnoten handelt es sich um eine Zwanzigstelnote wie zum Beispiel 2,00; 2,05; 2,10 ... . Neben der Note aus dem Beamtentest spielen auch die Schulnoten eine Rolle. Besonders Mathematik ist wichtig, wo die Note gleich dreifach gewertet wird. Dazu zieht man Deutsch und eine Fremdsprache für die Berechnung der finalen Note hinzu.
Zuerst berechnet man den Schulnotendurchschnitt aus (Deutschnote + Mathematiknote mal 3 + Fremdsprache) geteilt durch 5. Anschließend ergibt sich die Gesamtnote aus (Note der Auswahlprüfung mal 1,5 + Schulnotenschnitt) geteilt durch 2,5.

Auf Basis der Gesamtnote erhalten die Bewerber nach dem Abschluss des Beamtentest einen Platz in einer Rangliste. Anhand dieser Liste werden den einzelnen Behörden jeweils Bewerber zugeteilt, auf Basis der insgesamt vorhandenen Studienplätze. Anschließend erhalten die Bewerber die Möglichkeit, sich bei der zuständigen Behörde bewerben und werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Es ist allerdings auch möglich, sich bei einer anderen Behörde zu bewerben oder sogar schon vor dem Einstellungstest verschiedene Bewerbungen abzugeben.

Wer den Beamtentest bestanden hat, es aber aufgrund seines zu niedrigen Scores nicht ins Zuweisungsverfahren geschafft hat, kommt erst einmal auf die Ersatzliste. Erfahrungsgemäß sagen immer wieder Bewerber ab oder werden aus verschiedenen Gründen doch nicht genommen. In solchen Fällen können Interessenten von der Ersatzliste nachrücken.

Beamtentest in anderen Bundesländern

Ein Test wie der LPA-Test in Bayern ist in Deutschland nicht unüblich. In vielen Bundesländern nimmt man die Bewerber erst einmal genau unter die Lupe, bevor sie für ein Studium oder eine Ausbildung zugelassen werden. Ähnlich wie in Bayern der Landespersonalausschuss übernimmt dabei meist eine Behörde die Auswahl der Aufgaben und führt den Test zentral für das ganze Bundesland durch.


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