Bäcker/in – Gehalt und Ausbildungsvergütung

Das Gehalt von Bäcker/innen unterscheidet sich unter anderem zwischen Industrie und Handwerk. Doch auch die Region sowie andere Faktoren spielen eine Rolle bei der Höhe des Verdienstes. Wir informieren dich über das Wichtigste rund um das Gehalt dieses Berufes. Die unten genannten Zahlen dienen der Orientierung und geben kein Anspruchsrecht.

Gehalt während der Ausbildung

Angehende Bäcker/innen werden monatlich von ihrem Ausbildungsbetrieb vergütet. Unterschiede in der Bezahlung sind vor allem zwischen Industrie und Handwerk zu erkennen. In einem Industriebetrieb lässt sich generell mehr verdienen, als in einem Handwerksbetrieb. Nach den Tarifinformationen des Bundes und der Länder sieht die tarifliche Bruttogrundvergütung jeweils wie folgt aus:

Bäckerhandwerk – gesamtes Bundesgebiet:

  1. Ausbildungsjahr: € 565
  2. Ausbildungsjahr: € 670
  3. Ausbildungsjahr: € 800

Brot- und Backwarenindustrie – je nach Bundesland:

  1. Ausbildungsjahr: € 633 bis € 788
  2. Ausbildungsjahr: € 718 bis € 926
  3. Ausbildungsjahr: € 838 bis € 1.053

Zahlt der Ausbildungsbetrieb nicht nach Tarif, muss er laut Berufsbildungsgesetz eine angemessene Vergütung zahlen. Die tariflichen Vereinbarungen dienen dann zur Orientierung.

Finanzielle Förderung während der Ausbildung bietet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Informationen dazu können von der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden.

Gehalt nach der Ausbildung

Nach der Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration kann die beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung monatlich € 2.523 brutto betragen. Dies ist jedoch nur eine beispielhafte Zahl. Tarifverträge, die Berufserfahrung, die Region, die Tätigkeit und die Aus- und Weiterbildung sind z.B. wichtige Faktoren, die das Gehalt beeinflussen. € 1.400 bis € 2.500 brutto kann ein Berufseinsteiger im Schnitt nach der Lehre bekommen, je nachdem in welcher Branche er tätig ist. Auch hier gilt wieder: In der Industrie lässt sich i.d.R. mehr Geld verdienen, als im Handwerk. In der Brot- und Backwarenindustrie können Einsteiger € 2.000 bis € 2.500 brutto bekommen, je nach Tarifgruppe. Im Bäckerhandwerk hingegen sind es € 1.400 bis € 1.900 brutto im Monat. Der Einzelhandel zahlt rund € 1.500 bis € 2.200 brutto. Mit gesammelter Berufserfahrung steigt dann in aller Regel das Gehalt. In den Tarifverträgen ist eine solche Erhöhung meist festgeschrieben. Bei nicht tarifgebundenen Arbeitgebern ist eine Erhöhung Verhandlungssache. Eine Orientierug an die Tarifverträge sollte dabei jedoch stattfinden. Durch den erfolgreichen Abschluss einer Weiterbildung steigen noch mal die Gehaltschancen. Für Berufe in der Back- und Konditoreiwarenherstellung mit fachlich ausgerichteten Tätigkeiten liegt das mittlere Einkommen (Median) bei € 2.197 brutto im Monat. Im Osten verdienen Angestellte dieser Berufe statistisch gesehen weniger als ihre Kollegen im Westen, wie der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit beweist. Bis zu € 1.762 verdienen die Fachkräfte in den neuen Bundesländern. In den alten Bundesländern wurden Gehälter bis € 2.317 brutto verzeichnet. Die Daten lassen erahnen, dass eine genaue Aussage über das zu erwartende Gehalt pauschal nicht getätigt werden kann. Eine individuelle Betrachtung der Rahmenfaktoren ist stets notwendig.

Gehalt mit verbesserter Qualifikation

Wer seine finanziellen Möglichkeiten aufbessern möchte, kommt um eine Weiterbildung meist nicht herum. Ein Abschluss als Bäckermeister/in oder als Konditormeister/in ermöglicht beispielsweise einen Aufstieg auf der Karriereleiter. Meister/innen haben sogar die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Das Gehalt ist dann jedoch vom Erfolg des Unternehmens abhängig. Laut Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration können angestellte Bäcker- oder Konditormeister/innen zwischen € 3.141 und € 3.264 nach Tarif bekommen.

Alternativ oder ergänzend kann ein Studium im Fach Ernährungswissenschaft, Ökotrophologie oder Lebensmitteltechnologie absolviert werden.

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